Eingang, Ausgang, Spannungsversorgung

Die Platine besitzt einen Stereo-Eingang (links), einen Stereo-Ausgang (Mitte) und einen Anschluss für die Spannungsversorgung (rechts).
Bei allen SAnschlüssen ist der mittlere Pin auf Masse. Für Ein- und Ausgang kann man frei wählen, welcher Kanal oben und welcher unten angeschlossen werden soll.
Zur Spannungsversorgung: Hier ist zwingend Wechselspannung anzulegen, mit einem einfachen Gleichspannungsnetzteil funktioniert die Schaltung nicht!
Es gibt 2 Varianten: Idealerweise nutzt man ein Netzteil mit Mittelabgriff auf der Sekundarseite z.B. 2x18V. Der Mittelabgriff kommt dann - wie sollte es anders sein - in die Mitte, die beiden Enden auf die Pins oben und unten.
Alternativ kann man nur eine einfache Wechselspannung benutzen. In diesem Fall arbeitet die Schaltung mit einer Einweggleichrichtung. In Anbetracht der reichlich bemessenen Siebkapazitäten ist das aber auch kein Problem. In diesem Fall wird ein Pol auf Masse (mittlerer Pin) und ein Pol auf dem oben oder unteren Pin angeschlossen. In keinem Fall darf eine einfache Wechselspannung auf den beiden äusseren Pins angeschlossen werden!
3nF-Kondensator im Rückkopplungszweig
In der Rückkopplung wird ein Kondensator mit einem Wert von 3nF benutzt. Da dieser Wert kaum zu beschaffen ist, kann man ihn wahlweise aus 3x1nF oder 2x1.5nF zusammensetzen. Werden nur ein oder 2 Kondensatoren benötigt, so sind idealerweise die Plätze in der Nähe des OPVs zu bestücken.

Parallelkondensatoren am Eingang
MM-Tonabnehmer reagieren recht stark auf die Kapazität des Kabels und der Vorstufe. Viele Phonovorverstärker bietet daher die Möglichkeit, verschiedenen Eingangskapazitäten auszuwählen. Hierfür gibt es 2 Kondensatorsteckplätze. Es macht jedoch mehr Sinn, diese an eine von aussen zugängliche Cinch-Buchse zu führen, um hier mit verschiedenen Werten (0-500pF) experimentieren zu können. Der optimale Wert hängt nicht nur vom Tonabnehmer ab, sondern auch vom verwendeten Kabel.

Verzicht auf RC-Glied in der Stromversorgung
Nach dem Spannungsregler folgt noch ein RC-Glied, das letzte Störspannungen noch etwas ausfiltern soll. Man kann prüfen, ob dies klangliche Vorteile bringt, indem man darauf verzichtet. Statt des 10-Ohm Widerstandes kann auch eine Drosselspule eingesetzt werden. Auch der Wert des Widerstandes kann in recht weiten Grenzen variiert werden (kleiner als 10 Ohm erscheint jedoch kaum sinnvoll).

Verzicht auf asymmetrischen Betrieb des OPVs
Die VSPS-Platine erlaubt es, mittels zweier Elkos und einem Widerstand nach Masse einen Ruhestrom durch den OPV-Ausgang zu erzeugen. Das führt dazu, dass die Endverstärkung praktisch nur von einem der beiden Komplementärtransistoren im OPV übernommen wird. Im originalen VSPS war das nicht vorgesehen.
Ob das ganze klangliche Vorteile bringt, kann man einfach probieren, indem man die entsprechenden Bauteile (rot markiert) einfach weglässt.

Andere Versorgungsspannung
Über 2 Widerstände wird die Ausgangsspannung der Spannungsregler eingestellt. Als Faustregel sollte die Ausgangsspannung nicht grösser sein als die Nennspannung des eingesetzten Trafos (bei 2x12V also etwa 12V).
Die optimale Performance liefern die meisten OPVs bei einer hohen Versorgungsspannung.

Zusatzkondensatoren am Spannungsregler
An den Spannungsreglern ist noch je ein kleiner 5-10uF Elko nach Masse geschaltet, der den Störspannungsabstand nochmals vergrössern sollte. Wenn diese Kondensatoren gerade nicht zur Hand sind, kann man auch darauf verzichten. Die Spannungsregelung wird auch ohne diese Kondensatoren fehlerfrei funktionieren.

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