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Ein allgemeines Problem mit Japan-Importen ist die Tatsache, dass diese oft nur für 100V Wechselspannung ausgelegt sind und daher nicht direkt in Europa betrieben werden können. Dieser Artikel zeigt, wie beim TTS-2500 der Netztrafo ersetzt werden kann. Achtung: Das ist keine Bauanleitung! Wer hier Hand anlegt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er mit Netzspannung arbeitet und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Wer nicht weiss, welche das sind, sollte lieber ganz die Finger von einer solchen Aktion lassen. Daten des OriginaltrafosDer Transformator ist recht komplex, es werden 3 verschiedene Spannungen benötigt:
Durch die unterschiedlichen Spannungen ist es leider recht schwierig, den Trafo einen Japan-Modelles (nur 100V-tauglich) durch einen Standardtrafo auszutauschen. Allerdings liefern übliche Vorschalttrafos für US-Geräte meist etwa 115V Sekundärspannung, was schon 15% über dem Wert des japanischen Netzes liegt. Das ist nicht ganz optimal. Zwar sind die Schaltungen so ausgelegt, dass 10% Überspannung nicht schaden (die US-Version nutzt für 100 und 110V die gleiche Primärwicklung), aber die erhöhte Spannung führt mindestens zu einem stärkeren Transformatorbrummen und evtl. auf Dauer zu einer verkürzten Lebensdauer der Stroboskoplampe. UmbauEine sinnvolle Variante ist die Spezialanfertigung eines Trafos. Bei Top Print kostet ein massgefertigter 30VA-Trafo dann 14.96€ + 5% (3. Sekundärwicklung) + 25% (Schirmwicklung) + 2.37€ (Temperaturschalter) + 0.82€ (Verguss Mitte) = 22.63 Euro + MWSt. Damit hätte man aber schon eine Luxusversion, die dank Ringkern und Schirmwicklung erheblich besser ist als der eingebaute Trafo. Auf die Schirmwicklung kann man auch ruhigen Gewissens verzichten. So sieht der TTS-2250 von unten aus. Der untere Blechkasten ist die Behausung von Netztrafo, Sicherungshalter und Endstufentransistor. Und nun mit ausgetauschtem Trafo. Der 35-Watt-Ringkerntrafo ist grösser als das Originalteil. Daher musste der Kühlkörper etwas gekürzt werden, was aber nur minimalen Einfluss auf die Kühlwirkung hat. Auch die Originalbefestigung passt natürlich nicht, weshalb ein zusätzliches Loch zur Befestigung des Trafos gebohrt wurde. FazitMit dem Umbau bin ich sehr zufrieden. Mit dem Originaltrafo waren immer (wenn auch geringe) Vibrationen spürbar, die sich im schlimmsten Fall auf das Laufwerk übertragen konnten. Nach dem Umbau ist das weg. Während der Beschleunigung des Plattentellers ist noch ein geringes Brummen zu vernehmen, wenn er einmal auf Solldrehzahl läuft ist er komplett still. Sollte also jemand ein ähnliches Problem haben, kann ich diese Lösung weiterempfehlen. |