Videostative

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Im Gegensatz zur Fotografie, wo bei genügend Licht bzw. kurzen Brennweiten noch sehr viel "aus der Hand" fotografiert werden kann, ist ein Stativ beim Videofilmen eigentlich zwingend erforderlich, wenn es über verwackelte "hier-war-ich"-Shoots hinausgehen soll. 

Nun sollte man meinen, dass ein brauchbares Fotostativ aus eine gute Basis fürs Videofilmen ist. Leider ist das jedoch nicht der Fall. Der Hauptunterschied liegt darin begründet, dass es beim Videofilmen darauf ankommt, den Kopf exakt horizontal auszurichten, damit horizontale Schwenks horizontal und vertikale Schwenks vertikal bleiben. Schon kleine Abweichungen machen sich bei längeren Schwenks sehr unangenehm bemerkbar. Natürlich kann man auch ein Fotostativ exakt ausrichten, jedoch erfordert das eine Anpassung der Beinlängen, was eine ziemliche Fummelei bedeutet. Fürs Videofilmen haben sich daher Stative mit Nivellierkugel durchgesetzt. Hierdurch ist es möglich, die Lage des Stativkopfes in gewissen Grenzen zu verändern, ohne Änderungen an den Beinlängen vorzunehmen.

Welche Art Nivelliervorrichtung sollte ich nutzen?

  1. Einfache Stative bieten oft gar keine Nivelliervorrichtung. Je Nach Einsatzgebiet kann das akzeptabel sein oder extrem nervig. Wer meist auf glattem Boden filmt (z.B. innen), der kann notfalls auf eine Nivelliervorrichtung verzichten. Solche Stative sind üblicherweise auch als Fotostativ zu gebrauchen.
  2. Herstellerspezifische Lösungen
    Einige Hersteller haben Fotostative mit zusätzlichen Nivelliereinrichtungen versehen. So gibt es z.B. von Manfrotto, Berlebach und Wolf Stative mit integrierter Nivellierkugel an. Meist handelt es sich hierbei um Kugeln von 40-60mm Durchmesser, die integraler Bestandteil des Stativs sind. Der Stativkopf wird üblicherweise über ein 3/8"-Stativgewinde (Standard) befestigt, daher können auch diese Stative als Fotostativ genutzt werden. Diese Stative sind üblciherweise deutlich teurer als solche ohne Nivelliervorrichtung, bewegen sich aber meist noch in einem akzeptablen Preisbereich.
  3. Standard-Nivellierkugeln
    Im professionellen und semiprofessionellen Bereich haben sich für Nivellierkugeln verschiedene Standardmasse durchgesetzt: 75mm, 100mm, 150mm. Für kleinere Videokameras sind 75mm-Kugeln eigentlich ausreichend. Das Stativ hat nun lediglich ein Loch mit dem entsprechenden Durchmesser, die Nivellierkugel selbst ist nicht Teil des Stativs, sondern Teil des Stativkopfes. Da die Abmessungen jedoch standardisiert sind, lassen sich auch so auch Stativ und Kopf verschiedener Hersteller kombinieren.
    Das ganze hat natürlich einen Haken: Es lassen sich in diesem Falle auch nur Sativköpfe mit einer integrierten Nivellierkugel benutzen. Bei hochwertigen Videoköpfen ist das in der Regel der Fall, bei Fotoköpfen praktisch nie. Ein solches Stativ ist also nicht ohne weiteres für Fotografie geeignet. Glücklicherweise gibt es einen Ausweg: Manfrotto bietet unter der Artikelnummer 520BALL eine Halbkugel mit einem 3/8"-Stativgewinde an. Damit lässt sich ein solches Stativ auch für den Anschluss von Köpfen mit 3/8"-Gewinde nutzen.

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