Sony HDR-HC1

 Startseite | Blog | Sitemap | Impressum | Login

Vor dem Ecuador-Urlaub 2005 beschloss ich, mir doch mal eine Videokamera zu kaufen, denn gerade die Tierwelt auf Galapagos bietet sich fürs Filmen an. Damals hatte Sony als erste Firma eine halbwegs günstige Kamera mit HD-Auflösung auf den Markt gebracht - die HDR-HC1. Da im Heimkino schon ein Projektor mit HD-Auflösung steht, sollte es definitiv keine Kamera mit PAL-Auflösung mehr sein. Also gab es praktisch keine Alternative.

Auflösung

Wer einmal die Bilder der HC-1 auf eine grosse Leinwand projiziert wird erstaunt sein. Jede noch so gut gemasterte DVD ist dagegen total unscharf! Die Auflösung der Kamera ist für den PAL-gewöhnten Betrachter einfach fantastisch. Und selbst wer schon einmal Material in echter 720p-Auflösung gesehen hat wird immer noch erstaunt sein, wie plastisch das Bild der HC-1 wirkt.

Andererseits ist es natürlich auch erforderlich genau zu fokussieren und Bewegungsunschärfen zu vermeiden - denn auch das fällt bei der gebotenen Auflösung sofort auf.

Aufzeichnungsmedium

Die HDR-HC1 zeichnet auf Mini-DV-Kasetten auf. Diese haben den Vorteil, dass man sie problemlos überall bekommt. Im Gegensatz zu moderneren Speichern wie Festplatten oder Speicherkarten hat die DV-Kasette den Nachteil, dass das Band mit der Zeit schlechter wird und Dropouts auftreten können. Im Normalfall wird man die bespielte Kasette aber eh als erstes auf den Computer überspielen und dort weiterbearbeiten - in diesem Fall hält sich die Belastung des Bandes in Grenzen.

Zur Archivierung kann man die ausgelesenen Dateien direkt auf einer (oder mehreren) Festplatte(n) sichern. Mit ca. 12 GB/Band bekommt man auf eine aktuelle Festplatte locker 20-30 Kasetten.

Ein weiterer Vorteil des Bandes: Es ist konkurrenzlos günstig! Wer unterwegs keine grösseren Speicherkapazitäten herumschleppen kann, hat mit Speicherkarten heute echte Probleme, da die Kosten für 4 GB Speicherkarten immer noch deutlich über CHF 100 pro Stück liegen (Stand 01/2007). Eine Kasette ist dagegen schon für CHF 5 zu bekommen.

Objektiv

Sony nutzt seit vielen Jahren in vielen Bereich Carl-Zeiss-Objektive. Allerdings muss man bedenken, dass auch eine solche Traditionsfirma bei begrenztem Budget keine Wunder vollbringen kann. So ist es auch bei der HC1: Gerade im Telebereich zeigt die Optik deutliche chromatische Aberation. Allerdings dürfte das in dieser Kameraklasse eher die Regel als die Ausnahme sein.

Zubehörschuh

Eine wirklich schlimme Idee hatte Sony mit dem "intelligenten Zubehörschuh". Diese entspricht in der Form nicht einem normalen Blitzschuh und Sony-fremdes Zubehör ist damit nicht ohne weiteres an die Kamera zu bekommen. Nun könnte man das evtl. noch akzeptieren, wenn Sony brauchbares Zubehör anbieten würde. Das ist aber leider nicht der Fall. Als externes Mikrofon gibt es lediglich ein ziemlich fummeligs Surround-Mikro. Ein einfaches Mikro mit Richtcharacteristik? Fehlanzeige!

Also bleibt einem nichts anderes, als sich selbst zu behelfen. Glücklicherweise ist ein normaler Blitzschuh keine wahnsinnig feinmechanische Meisterleistung, daher kann man hier noch recht gut auf einen Eigenbau umsteigen. Zur sehen ist das z.B. hier im Videotreffpunkt.

Mikrofon

Das integrierte Mikrofon weckt zwiespältige Gefühle. Einerseits hat es für ein integriertes Mikro eine hervorragende Tonqualität und zeichnet ein weiteres Stereo-Bild. Andererseits ist schon der kleinste Windhauch deutlich zu hören. Bei stärkerem Wind ist das Mikro praktisch unbrauchbar. Das sollte man unbedingt beachten, wenn man unterwegs ist! So macht das Mikro im Regenwald eine ausgezeichnete Figur, während es am Meer schwierig ist, noch irgendetwas zu verstehen.

Für die Antarktis-Reise werde ich mir daher noch ein externes Mikro mit Windschutz zulegen, da hier kaum windstille Momente zu erwarten sind.

Glücklicherweise bietet die HC-1 einen Anschluss für ein externes Mikro, wenn auch nur als Klinkenbuchse und nicht als XLR.

Bildstabilisator

Der integrierte Bildstabilisator ist recht nett und funktioniert einigermassen gut. Allerdings muss ich deutlich darauf hinweisen, dass das nur eine Notlösung ist. Bei HD-Aufnahmen gehört die Kamera aufs Stativ! Denn spätestens wenn man die Bilder mal auf 2-3m Diagonale projiziert, stört jedes noch so kleine Wackeln, obwohl das vorher auf einem kleinen Fernseher vielleicht nicht gross aufgefallen ist.

Einstellungen

Die Werkseinstellungen sind im Wesentlichen nicht schlecht, ein paar Änderungen würde ich jedoch vorschlagen:

  • Farbe +2

Basteleien

Obwohl die Kamera für ihr Geld eine hervorragende Ausstattung besitzt, gibt es doch einige Sachen, die man selbst verbessern kann. Ein paar Anregungen habe ich im Internet gefunden:

Archivierte Seite

Diese Seite wurde archiviert, d.h. sie wird nicht mehr aktiv gepflegt und die Informationen entsprechen unter Umständen nicht mehr dem aktuellen Stand.

Werbung
Look-Out
Talking about everything
Crazy audio
DIY audio projects and more
Anmesty International SchweizMenschenrechte für alle

Menschen für MenschenKarlheinz Böhms Äthiopienhilfe