Schwebestative

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Während das Stativ im Fotobereich im Wesentlichen dazu dient, sehr kurze Verwacklungen im Bereich weniger Millisekunden zu vermeiden, dient es im Videobereich mehr dazu, langsamere Wackler auszugleichen. Für
kurze Wackler arbeiten die Bildstabilisatoren heutiger Videokameras recht zufriedenstellend.

Wer einmal versucht, sich mit der Videokamera in der Hand zu bewegen, wird feststellen, dass es hier extreme Bildbewegungen gibt. Gerade wenn das Video gross projiziert werden soll, ist das sehr störend.

Ein normales Stativ ist hierfür aber nicht brauchbar, da man sich mit ihm halt leider nicht bewegen kann. Das ist der Einsatzbereich von Schwebestativen.

Entwicklung

Als Erfinder wirklich brauchbarer Schwebestative gilt Garrett Brown, der für die Stadicam-Entwicklung 1978 einen Oscar erhielt. Stabilisierungssysteme für den Kinobereich müssen sehr hohe Lasten tragen und bewegen können und sind daher schwer und teuer.

Später entwickelte Garrett Brown eine kleine leichte Version für Camcorder bis 2kg Gewicht - den Steadicam Jr. Im Gegensatz zu den grossen Brüdern im Kinobereich kommt die Videoversion ohne schwere Gelenkkonstruktionen aus und wird lediglich in der Hand getragen.

2006 erhielt das Steadicam JR einen Nachfolger mit dem Steadicam Merlin. Dieses ist nur noch knapp über 300g schwer und braucht im zusammengeklappten Zustand sehr wenig Platz.

Das originale Steadicam-Design ist patentiert, aber andere Hersteller bieten ähnliche Konstruktionen an. Allerdings erscheinen die mir bekannten Alternativen im Vergleich zum Steadicam Merlin sehr klobig.

Einsatzbereiche

Der klassische Einsatzbereich sind natürlich Bewegungen des Kameramannes. Allerdings kann ein Schwebestativ die Kamera auch stabilisieren, wenn der Kameramann sich nicht bewegt. Daher ist ein Schwebestativ auch als Ersatz für ein normales Stativ interessant, jedoch lediglich im Weitwinkel- und mittleren Brennweitenbereich. Bei Teleaufnahmen ist ein normales Stativ nicht zu ersetzen.

Nachteile

Prinzipiell erfordern Schwebestative eine gute Beherrschung des Systems. Man darf nicht davon ausgehen, dass man ein solches System kauft und dann sofort oscar-reife Kamerafahrten produzieren kann.  Daher sollte man unbedingt mit einer gewissen Übungszeit rechnen.

Ein anderes Problem bei leichten Stabilisierungssystemen sind externe Einflüsse. Am problematischsten dabei ist der Wind. Je leichter das System, desto problematischer sind Windböhen. Leichten Wind kann man mit etwas Übung noch ausgleichen, bei starkem Wind sind leichte Stabilisierungssystem unbrauchbar.

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