Restauration Thorens TD 125 MKII

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09.11.07: Die skurile Sicherung

Unsaubere Ansteuerung des TD125MKII-Motors Da hab ich doch gerade einen TD125MKII angeschafft. Da gerade Elkos ja einem deutlichen Alterungsprozess ausgesetzt sind, habe ich die Elektronik mal durchgemessen. Das Ergebnis war sehr überraschend (die Elkos waren nicht das Problem).

Der komplette Bericht ist hier zu finden.

Es ist durchaus möglich, dass nicht der eine oder andere TD125-Benutzer das gleiche Problem hat.

25.11.07: Restauration TD125 MK II - es geht los

Vor kurzem erwarb ich noch einen TD125MKII. Der Besitzer war mit dem Gerät leider wenig pfleglich umgegangen. Das verlangt geradezu einen Totalumbau. Die Zarge ist zwar noch in Ordnung, aber die Lackierung des Subchassis ist teilweise abgekratzt. Das heisst, dass dieses in jedem Falle neu lackiert werden muss.
Warum also nicht gleich eine komplett neue Zarge bauen? Also los! Der Rahmen besteht aus 19mm MDF und ist damit um einiges massiver als die Original-Zarge aus Spanplatten. Um dem Gerät auch eine ordentliche Grundplatte einbauen zu können (das Original ist eine dünner Hartfaserplatte), wurde die Höhe jedoch um ca. 1cm erhöht. Damit bleibt jetzt genügend Platz für eine 12mm Bodenplatte.

25.11.07: Tonarmbrett - Prototyp

Auch das Original-Tonarmbrett aus einem recht minderwertigem Pressspan soll ersetzt werden. Ich werde es erst mal mit 12mm MDF versuchen. Der Ausschnitt für den SME-Tonarm ist etwas schwierig hinzubekommen, aber letztendlich hat es geklappt. Wenn ich mal nur den Bohrer an der richtigen Stelle angesetzt hätte. Jetzt hat der Tonarm 5 Befestigungslöcher Smiley. Für einen ersten Test wird es aber reichen.

28.11.07: Neue Motorsteuerung - erster Versuch

Da die originale Steuerplatine ziemlich gross ist und direkt auf die Position der Bedienteile angepasst ist, passt das für einen Totalumbau nicht so recht. Daher habe ich die Idee, dem Motor eine neue Ansteuerungsplatine zu bauen. Die erste Idee ist auch hier ein Wien-Brücken-Generator. Ein kleiner Versuch auf dem Steckbrett zeigte, dass hier die Abstimmung sehr genau sein muss, um ein sauberes Sinus-Signal zu erzeugen. Sowie ein OPV in die Begrenzung läuft, gibt es massive Verzerrungen des Signals, was natürlich nicht gewünscht ist. In der Originalschaltung wird die Stabilisierung durch eine Glühlampe erreicht. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren. Eine Alternative wäre die Erzeugung der entsprechenden Frequenzen mit einem Mikrocontroller. Das würde noch andere spannende Sachen erlauben (z.B. langsamer Start).

30.11.07: Eine verbesserte Motorsteuerung

Motorsteuerung - Testaufbau Da mich der Wien-Oszillator nicht  so recht begeistert hat,  wird die Erzeugung der Motorsignale nun doch mit einem Mikrocontroller gesteuert. Dabei kam zum Einsatz, was in der Bastelkiste so zu finden war.

Basis ist ein ATMega8, der mittels DDS ein hochgenaues Sinus- und Cosinus-Signal erzeugt. Da der ATMega nicht so wahnsinnig viele Ports hat, wird die DA-Wandlung mittels PWM gemacht. Die PWM-Frequenz liegt mit 27kHz aber so hoch, dass sie bequem ausgefiltert werden kann.

Für die Ansteuerung des Motors kommt dann ein OPV mit einer folgenden Transistorstufe zum Einsatz. Da der Motor des TD125 wirklich extrem wenig Leitung benötigt, reichen für die Endstufe Wald-und-Wiesen-Transistoren. Ich benutze gerade den BC639/640 und die Dinger werden gerade so handwarm.

Das schöne an der uC-Schaltung: Man kann nette Zusatzfeatures implementieren. Ein paar Ideen:
  • Motor-Drehzahl beim Anlaufen sanft erhöhen. Das dürfte der Lebensdauer des Riemens zugute kommen.
  • Automatische Endabschaltung (da ich für die "Endeerkennung" momentan keinen Sensor habe, läuft das auf eine zeitgesteuerte Lösung hinaus. Einfach 30 Minuten nach dem Einschalten den Motor abstellen - länger sollte wohl keine Plattenseite sein).
Da für das Stroboskop auch kein Platz mehr sein wird, werde ich noch eine Reflexlichtschranke benutzen, die die Drehzahl des Tellers ermittelt.
In der ersten Variante kann man sich die Drehzahl dann anzeigen lassen.

Die Platine für die Steuerung dürfte nach dem aktuellen Entwicklungsstand
etwas 5x6cm gross werden und ist damit auch erheblich kleiner als das Original. Der originale Netztrafo kann weiter genutzt werden.

Reizvoll wäre natürlich eine Weiterentwicklung zu einer Drehzahlregelung. Allerdings habe ich nicht viel Ahnung von Regelungstechnik, sodass die Chance, den Gleichlauf damit zu verschlechtern, recht gross sein dürfte.

Der Aufbau der Schaltung hat mich echt Nerven gekostet, es dauerte einige Stunden, bis es endlich lief. Das hatte ich teilweise mir selbst zu verdanken (Fehler bei der Verdrahtung). Ein besonderer Dank geht allerdings an die netten Transistorhersteller. Da hatte ich mich doch auf die Pinbelegung des BC639/640 aus einem Siemens-Datenblatt verlassen (das erste was sich bei einer Internetsuche halt fand). Nach elend langer Fehlersuche durfte ich dann feststellen, dass die flache Seite des Transistors NICHT dem Siemens-Datenblatt entspricht. Bei Fairchild war es genau anders herum - und siehe da, auf einmal funktionierte es auch. Das ist allerdings das erste Mal, dass ich so etwas erlebe.

Da mittels DDS die Frequenz problemlos variert werden kann, könnte man das ganze sicher auch für andere Geräte einsetzen.

Und noch etwas nettes: Damit kann man den TD125 auch mit 78/min rotieren lassen. Persönlich brauche ich das zwar nicht, aber vielleicht ist es ja für den einen oder anderen interessant.

02.12.07: Drehzahlmessung

Drehzahlsensor, Prototyp Nun geht es weiter mit der Drehzahlmessung. Als Sensor wird eine Reflexlichtschranke genutzt. Das funktioniert soweit schon gut. Da das Ausgangssignal allerdings nicht besondes sauber ist, brauche ich hier noch eine zusätzliche Stufe zur Signalaufbereitung. Hier bin ich noch nicht sicher, ob ich das lieber in Hard- oder in Software realisieren will.

10.12.07: Drehzahlmessung - die zweite

Die Idee, die Drehzahlmessung mit herkömmlicher Elektronik (Schmitt-Trigger o.ä.) zu realisieren, haben ich weider verworfen. Statt dessen wird ein Schmitt-Trigger in Software realisiert. Dafür wird knapp 10.000-mal pro Sekunde der Wert der Lichtschranke über den AD-Wandler ausgelesen. In Abhängigkeit von minimalem und maximalem Wert werden daraus automatische die Schaltpunkte des Triggers berechnet. Diese Variante hat gegenüber einer Hardware-Lösung den Vorteil, dass keine Anpassung von Hand erfolgen muss. Schon durch geringe Änderungen des Montageabstandes des Lichtschranke ergeben sich nämlich deutlich verschobene Minimal- und Maximalwerte was bei der Software-Lösung automatisch erkannt wird.

16.12.07: Erweiterung der Motorsteuerung

Mittlerweile ist die Motorsteuerung weiter verbessert worden. Nun kann über die serielle Schnittstelle ein Software-Update durchgeführt werden. Weiterhin können sämtliche Einstellungen am PC vorgenommen und die Daten über eine serielle Verbindung auf den Controller überspielt werden. Am Controller kann weiterhin ein LCD-Display angeschlossen werden, um laufend über aktuelle Parameter informiert zu sein. Eine erste Controllerplatine ist mittlerweile bestellt. Mit etwas Glück wird diese noch im Laufe dieses Jahres fertiggestellt werden. Wenn diese Version läuft, werde ich hier die Controllerschaltung und die Software veröffentlichen. Dann steht einem Nachbau (der auch für andere Plattenspielermodelle genutzt werden kann) nichts mehr im Wege.

31.12.07: Der "Neue"

TD125 umgebaut Pünktlich vor Jahresende ist der Rohbau des umgebauten TD125 fertig. Durch den Verzicht auf das Bedienteil ist das Gerät deutlich schlanker geworden. Dadurch wirkt er nicht mehr ganz so klobig wie das Original. Da die gesamte Elektronik ausgelagert wurde, gibt es keinerlei Bedienelemente am Gerät selbst mehr, was zu einem schlichten Gesamteindruck führt. Dafür steht halt dann noch eine Alukiste mit der Elektronik daneben (ist im Moment allerdings noch in Arbeit). Da die Oberflächenbehandlung noch nicht abgeschlossen ist, kann ich noch nichts dazu sagen, wie das Gerät denn klingt. Wer das erfahren will muss sich noch ca. 2 Wochen gedulden.

16.01.08: Umbau (fast) abgeschlossen

TD 125 mit "Luxusnetzteil", SME 3009/II und Shure VST V Der umgebaute TD125 hat jetzt noch den Drehzahl-Sensor bekommen, womit nun auch eine sehr genaue Drehzahlmessung möglich ist. Bestückt mit einem SME 3009/II (nicht die "improved" Variante, sondern der originale) und einem Shure VST V spielt das System sehr angenehm. Im Vergleich zur letzten Umbaustufe wurde die Zarge nochmals um ca. 15mm verschlankt und gleichzeitig auf RDC-Füsse gestellt. Diese sind einzeln in der Höhe verstellbar, was es erlaubt, den Plattenspieler sehr genau waagerecht einzustellen. Mit allen Umbauten blieb der Preis für diesen Player aber immer noch unter 600 Franken - für diesen Preis dürfte man kaum etwas besseres finden. Natürlich ist da nicht mitgerechnet, wieviel Stunden Arbeit drinstecken - das erspare ich mir lieber Smiley.

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