Netzwerk-MP3-Player: Aktueller Stand

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07.09.06: Logicport 34 Kanal-Logicanalyzer

Nur 4 Tage nach der Bestellung wurde heute der 34-Kanal-Logicanalyzer von www.pctestinstruments.com geliefert. Was ich mit den ganzen Kanälen anfangen soll, weiss ich noch nicht, eigentlich hätten 8-10 Kanäle für meine Projekte gereicht. Allerdings sind kleine Logicanalyzer sogar teurer und bieten weniger Features. Also wurde doch das 34-Kanal-Gerät gekauft. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich exzellent. Die Software ist einfach zu bedienen und nach recht kurzer Zeit war klar, warum meine LCD-Ansteuerung nicht funktioniert hatte - das Timing war einfach falsch. Onhe Logicanalyzer hätte ich wohl noch sehr lange nach diesem kleinen Fehler gesucht.
Rubrik: Elektronik

14.09.06: ENC28J60

Das ENC28J60-Prototyping-Board von Olimex ist geliefert worden. Wirklich sehr schön klein. Jetzt kann ich mit dem Netzwerk-MP3-Player weitermachen.
Rubrik: MP3-Player

09.10.06: ATMega16 + ENC28J60

Jetzt wurden zum ersten Mal ein ATMega16 und der Ethernet-Controller auf dem Experimentierboard zusammengesteckt. Der ATMega läuft mit 5V, der ENC28J60 benötigt jedoch nur 3.3V. Da gerade kein 3.3V Spannungsregler im Haus war, musste eine andere Lösung für die 3.3V Spannung her. Vorwiderstand und Z-Diode waren wegen der ca. 180mA Leistungsaufnahme des Ethernet-Controllers auch keine sinnvolle Lösung. 2 Wald-und-Wiesen-Dioden, die gerade zu Hand waren brachten die Lösung: Zusammen brachten sie es auf ziemlich exakt 1.7V Spannungsabfall - betrieben an 5V blieben dann ziemlich genau 3.3V übrig. Zum Experimentieren reicht das erstmal. Die SPI-Kommunikation machte noch Probleme, bis ich feststellte, dass die MISO/MOSI-Leitungen zwischen ATMega und der Controllerplatine nicht gekreuzt werden müssen, da in der Dokumentation des Olimex-Boards schon die Anschlüsse aus Sicht des Mikrocontrollers angegeben sind. Nachdem ich dieses kleine Problem erkannt hatte, funktionierte der Programmcode erstaunlicherweise sofort. Jetzt kann ich schon mal die LEDs an der Ethernetbuchse blinken lassen. Das ist natürlich noch nicht viel, aber zumindest ist jetzt klar, dass die Hardware funktioniert. Das weitere ist im Wesentlichen Programmierung (zumindest auf Seiten Ethernet, die MP3-Hardware ist noch nicht so weit).

11.10.06: Der erste Ethernet-Frame wurde verschickt

Es geht voran mit dem MP3-Player. Der erste Ethernet-Frame wurde soeben verschickt. Da ich von einer echten TCP/IP-Implementierung noch ein ganzes Stück entfernt bin, konnte ich das Paket erstmal nur mit einem Sniffer auslesen. Hierfür benutze ich den sehr komfortablen Packetyzer von Network Chemistry. Das erstaunliche: Es funktionierte trotz meiner ziemlich schlechten C-Programmierkenntnisse sofort. Lediglich die Berechnung der CRC-Checksumme fehlt noch, aber das ist eher eine Kleinigkeit. Da ist wohl irgendein Register noch nicht ganz korrekt gesetzt.

Die SPI-Kommunikation ist aber noch nicht optimal. Zwischen dem Übertragen von 2 Byte gibt es ein Delay von mehr als einer Mikrosekunde (bei 8MHz). Das limitiert die maximale Transferrate für Speicheroperationen auf ca. 2MBit/s - hier muss noch optimiert werden, damit später nicht schon an dieser Stelle wertvolle Rechenleistung verlorengeht.

13.10.06: Optimierung des ENC28J60-Codes

Nachdem das Absenden des ersten Ethernet-Frames recht schnell klappte, bin ich jetzt dabei, die Basisfunktionalität für die Ansteuerung des Ethernet-Controllers fertigzustellen und gleichzeitig den Code in kritischen Passagen möglichst optimal zu gestalten.

14.10.06: LPC2106 QuickStart Board

Auf www.embeddedartists.com habe ich ein interessantes Modul mit dem LPC2106 gefunden. Dieser ARM7-Prozessor bringt 64kB internen Speicher mit. Weiterhin enthält das Modul bereits die Spannungsregler nud kann 3.3V/300mA für andere Komponenten zusätzlich bereitstellen - damit lässt sich der Netzwerk-Chip problemlos versorgen. Das Modul ist auch mit onboard-RS232-Schnittstelle verfügbar. Es gibt auch ein Modul mit integriertem Ethernet-Controller, hier verfügt der eingesetzte Microcontroller aber leider nur über 32kB internen Speicher.
Da ich damit rechne, dass der Speicherverbauch wohl das kritischste am Projekt "MP3-Player" ist, wäre dieser Controller eine nette Alternative, falls es mit dem ATMega knapp wird.  Die Idee, einen ATMega durch externen Speicher zu erweitern habe ich mittlerweile aufgegeben, da dies die Schaltung doch deutlich verkompliziert und das Ganze dann im Ergebnis genauso teuer ist wie ein ARM mit internem Speichern.

19.10.06: Erste ARP-Pakete verschickt

Der Code wurde nun etwas verbessert und der ENC28J60 in einen eigenen Gerätetreibercode ausgelagert, sodass das ganze jetzt besser auf eine andere Hardware portierbar sein sollte. Die erzeugten ARP-Pakete sehen gut aus und mein PC antwortet auch darauf. Wenn der ARP-Code fertig ist (bisher werden die Antwortpakete noch ignoriert), kann es weitergehen mit einer einfachen Datenübertragung über UDP.

23.10.06: S65Display - erster Versuch

Der erste Versuch, das S65-Display anzuschliessen, funktionierte leider nicht. Die von Christian Kranz empfohlenen niederohmigen Spannungsteiler führten dazu, dass die ISP-Programmierung mit meinem einfachen seriellen Programmieradapter nicht mehr funktionierte. Also werde ich wohl doch einen "ordentlichen" Levelshifter einsetzen - einen 744050. Natürlich liegt wieder keiner hier in der Bastelkiste rum, als kommt der erstmal auf die Einkaufsliste und es muss mit anderen Sachen weitergehen.

01.11.06: Neuanfang mit ARM (LPC 2106)

Nachdem ich nochmal etwas im Handbuch des Philips LPC2106 gelesen habe, war die Entscheidung klar: Der MP3-Player wird Basis dieses ARM7-Prozessors entwickelt. Das eigentliche Problem des ATMega war weniger die Performance als der sehr knappe Speicher. Mit externem 64kB Speicher an einem ATMega64 liesse sich das zwar lösen, aber ist diese Kombination grösser, langsamer und teurer als ein LPC2106. Und etwas zusätzliche Geschwindigkeit kann sicher nicht schaden. Also geht es jetzt von vorne los. Zusätzlicher Speicher und Geschwindigkeit legen einen Ansatz nahe, der aus etwas mehr Code bestehen darf. Also werde ich mal probieren FreeRTOS und uIP zu nutzen, um nicht zu viele Low-Level-Sachen selbst programmieren zu müssen. Das Board ist nun angekommen und nach ein paar Versuchen hat auch das übliche "Hello World" (blinkende LED) funktioniert. Sehr angenehm ist der serielle Bootloader, der mit 115200bps laden kann. Dadurch geht das Flashen des Controllers sehr angenehm und schnell vonstatten.

05.11.06: Erste Erfolge auf dem LPC2106

Es geht voran - die Portierung des bisherigen ENC28J60-Codes auf den ARM-Prozessor ging recht problemlos vonstatten. Da der Player später verschiedene Aufgaben wahrnehmen muss (Netzwerk, MP3 abspielen, Anzeige auf dem Display), bietet sich hierfür ein Multitaksing-Kernel an. Hierfür möchte ich FreeRTOS einsetzen. Den Port für den LPC2106 habe ich auch auf meinem Prozessor zum Laufen bekommen, aber so ganz verstehe ich die Struktur des Quelltextes noch nicht. Ich werde wohl mal wieder mit einer einfachen blinkenden LED anfangen müssen.

23.09.07: Chipverstärker-Messungen

Oszilloskop-Darstellung Da es demnächst mit einem neuen Verstärkerprojekt losgeht, wollte ich vorher nochmal die Qualitäten meinen kleinen Chipverstärkers überprüfen. Die entsprechenden Messungen sind direkt auf der Seite des Verstärkers zu finden.
Rubrik: Elektronik

09.11.07: Die skurile Sicherung

Unsaubere Ansteuerung des TD125MKII-Motors Da hab ich doch gerade einen TD125MKII angeschafft. Da gerade Elkos ja einem deutlichen Alterungsprozess ausgesetzt sind, habe ich die Elektronik mal durchgemessen. Das Ergebnis war sehr überraschend (die Elkos waren nicht das Problem).

Der komplette Bericht ist hier zu finden.

Es ist durchaus möglich, dass nicht der eine oder andere TD125-Benutzer das gleiche Problem hat.

14.04.08: VSPS

VSPS Nun ist auch die Luxus-Version der VSPS fertiggestellt. Im Gegensatz zum Standardlayout wurde hier auf die onboard-Spannungsregelung verzichtet. Die Schaltung läuft mit einer externen Akku-Stromversorgung. Damit ist sie praktisch brummfrei. In der Ausgangsstufe werden statt der kleinen MKT-Kondensatoren nun (leider recht grosse) MKP-Kondensatoren eingesetzt. Im Entzerrer-Netzwerk sind hochwertige Glimmerkondensatoren im Einsatz. Der Aufwand hat sich gelohnt: Für 30-40 Euro Materialkosten (inkl. Akkus) erhält man so eine hochwerte MM-Phonovorstufe.

20.04.08: Curl PrePre

MC PrePre nach John Curl Beim Curl PrePre handelt es sich um einen MC-Vorvorverstärker nach John Curl. Die Schaltung basiert auf einem Patent aus den 70ern (US Patent 4,035,737). Die Schaltung ist sehr einfach und der Preis der Bauteile dürfte unter 5 Euro liegen. Also eine sehr günstige Schaltung, die man durchaus ausprobieren kann. Die Erfahrungen waren zwiespältig: An einem normalen Netzteil war das Brummen nicht in den Griff zu bekommen, mit einer Akkuversorgung läuft die Sache schon nicht schlecht. Dennoch sollte man keine Wunder in Punkto Rauscharmut erwarten. 

21.04.08: VSPS+Curl

VSPS + Curl PrePre Heute mal ein Blick in die Elektronik-Bastelecke, denn nun ist sie mal spielbereit - meine Low-Cost-und-klingt-trotzdem-spitze-Phono-Kombination. Als RIAA-Entzerrer dient eine VSPS mit Glimmer-Kondensatoren (1% Toleranz) undMKT-Koppelkondensator, als Vorvorverstärker für MC-Tonabnehmer eine patentierte Schaltung von John Curl . Das Ganze zusammen mit einer symmetrischen Stromversorgung aus Bleigel-Akkus zeigt, wieviel Potential im Eigenbau steckt.  Ein Blick auf die meisten Phonovorstufen unter 300 Euro dürfte billigere Bauteile zum Vorschein bringen...
Rubrik: Elektronik, Blog

01.06.08: PhonoClone

PhonoClone Da nun mit dem AT33PTG auch ein MC-Abtaster im Hause ist, musste eine MC-taugliche Vorstufe her. Die Wahl fiel auf den PhonoClone.  Im Vergleich zur Originalplatine wurde dir Stromversorgung komplett ausgelagert und die Verstärkung anpassbar gestaltet. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Für wenig Geld erhält man hier eine gut klingende MC-Vorstufe.

19.09.08: platINA

platINA Mit der platINA habe ich nun den ersten universellen Phonopre fertiggestellt. Dieser Phonopre zeichnet sich nicht nur durch symmetrische Ein- und Ausgänge aus (wahlweise auch Ein- und/oder Ausgnag unsymmetrisch), sondern vor allem durch eine sehr gute Auflösung. Ich war erstaunt, was die Kombination platINA/AT33PTG aus den Platten rausholt.

19.09.08: Unisieb

Unisieb Da die platINA eine ordentliche Stromversorgung braucht, entwickelte ich auch noch eine kleine Gleichrichter- und Siebplatine, die wahlweise mit Kondensatoren mit 12, 16 oder 18mm Durchmesser bestückt werden kann. Weiterhin können noch Drosseln eingesetzt werden, um eine CLCLC-Siebung aufzubauen.

19.09.08: Shuntregler nach K+T

Shuntregler Und noch ein Baustein für den platINA PhonoPre: Der Spannungsregler. Dafür nutze ich ein nur minimal angepassten Layout des Originals von Holger Barske. Ein Shuntregler hat zwar gewisse Vorteile gegenüber Linearreglern, aber auch einen gewaltigen Nachteil: Das Ding verbraucht kräftig Strom und erzeugt daher auch ordentlich Wärme. Meine Version wurde im Stromverbrauch daher gegenüber dem Original etwas abgespeckt. Der Regler läuft jetzt mit 250mA Ruhestrom, was selbst für 2-3 platINAs ausreichen sollte und die Wärmeentwicklung gegenüber dem Original halbiert.

08.09.09: USBasp

Da nun wieder einige mikrocontroller-gesteuerte Projekte anstehen, war es Zeit den trivialen seriellen Programmierer durch etwas moderneres abzulösen. Eigentlich sollte es das USB AVR Lab werden, aber da die Lieferung sich etwas hinzieht, habe ich mit ein paar Bauteilen aus der Bastelkiste den USBasp von Thomas Fischl nachgebaut. Da nicht alle Bauteile gerade verfügbar waren, wurde etwas improvisiert. Die Widerstände kann man in den meisten Mikrocontroller-Schaltungen ja recht locker auslegen. Problematischer waren die Z-Dioden zur Anpassung der USB-Signalpegel. Die liegen nämlich bei 3.3V, während der ATMega8 in dieser Schaltung mit 5V läuft. In der Originalschaltung werden für die Anpassung 3.6V-Z-Dioden benutzt. Die lagen aber gerade nicht in der Kiste, sondern nur 3.3V. Die würden wiederum Probleme machen, wenn der Computer auch nur etwas mehr als 3.3V liefert. Also habe ich zu den Z-Dioden noch je eine Schottky-Diode mit einer Durchbrauchspannung von 0.2V in Reihe geschaltet (im Gegensatz zur Z-Diode muss die normale Diode in Durchlassrichtung geschaltet werden). Damit ergibt die Kombination eine Charakteristik einer 3.5V-Z-Diode. Und das ganze funktioniert sogar ;)

16.09.09: Review: UNI-T UT2062CE 60 MHz Digital Speicher Oszilloskop

In letzter Zeit sind die Preise für digitale Speicheroszilloskope durch einige chinesische Anbieter deutlich nach unten gerutscht. Die "klassischen" Anbieter wie HP, Tektronix u.a. stört das noch nicht, da die Zielgruppe für die China-Modelle wohl eher Leute sind, die sich eh kein Gerät der grossen Hersteller gekauft hätten. Der Fokus dieser günstigen Speicheroszilloskope sind wohl eher Bastler, die das Gerät nicht 8 Stunden täglich nutzen. Aber was bekommt man eigentlich für sein Geld? Ich habe mir kürzlich ein UNI-T UT2062CEgelegt und werde hier über einige Erfahrungen zum Gerät schreiben. Das soll kein vollständiger systematischer Test sein, sondern eher ein paar Bemerkungen zu Sachen, die mir selbst positiv oder negativ auffallen.

Genereller Eindruck

Die Mechanik macht einen brauchbaren Eindruck, die Verarbeitungsqualität ist nicht schlecht. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff. Ein Haken ist der eingebaute Lüfter, der doch deutlich hörbar ist. Allerdings hatte ich dieses Problem auch mit einem früheren Speicheroszilloskop von Philips. Vermutlich geht nicht nicht um die Abführung grosser Hitze, sondern eher darum, die Wandler relativ kühl zu halten. Wenn der Lüfter stört, kann man das Gerät aber einfach ausschalten, denn es ist in wenigen Sekunden wieder einsatzbereit, was ein deutlicher Vorteil gegenüber Geräten mit Bildröhre ist, die meist einige Zeit brauchen, bis wieder ein Strahl erkennbar ist. Das Gehäusedesign ist eigentlich recht clever, da man das Gerät stehend und liegend betreiben könnte. Allerdings hat es der Hersteller geschafft, auf der Rückseite einen zusätzlichen Triggereingang anzubringen, der aufgrund des eingesetzten BNC-Steckers soweit aus dem Gehäuse herausragt, dass eben genau der liegende Einsatz nicht möglich ist, da das Gerät dann nicht auf den
4 Füssen steht. Vermutlich hat der Hersteller das erst gemerkt, nachdem man die Buchse dann eingebaut hatte. Eine Abhilfe kann man selbst schaffen, indem man etwas grössere Gummifüsse an der Rückseite anklebt, die höher als die BNC-Buchse sind. 

USB-Anschluss

An der Front findet man eine USB-Buchse, die als Anschluss für einen normalen USB-Speicherstick dient. Damit lassen sich Messwerte, Konfiguration und Bildschirmfotos auf dem USB-Stick speichern. Mit einem USB-Stick, der am PC problemlos lief, hatte das Gerät bei mir Probleme. Der Stick wurde nicht korrekt erkannt. Mit einem anderen ging es problemlos. Systematischer habe ich dieses Problem nicht untersucht, da es mir reicht, einen funktionierenden Stick zu haben. Bildschirmfotos werden in der nativen Auflösung des Displays von 320x240 Pixeln ausgegeben. Das ergibt natürlich recht winzige Bilder, die nicht unbedingt für grossformatige Projektionen zu gebrauchen sind. Weiterhin wird der Bildschirminhalt mit allen Anzeigen 1:1 gespeichert. Eine Möglichkeit, gewisse Informationen im Bildschirmfoto auszublenden gibt es nicht. Das ist sicher nicht extrem kritisch, aber eine etwas besser auflösende Ausgabe direkt am Gerät wäre natürlich ganz nett. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die Samplewerte selbst zu speichern und daraus am PC dann selbst Grafiken zu produzieren. Hier sind dann deutlich höhere Auflösungen möglich - mit etwas Aufwand natürlich.
Rubrik: Elektronik

29.09.09: Der 1-Watt-PC (Bifferboard)

Mittlerweile wird auch im PC-Bereich auf die Leistungsaufnahme der Systeme geschaut und nicht mehr "Leistung um jeden Preis" favorisiert. Der aktuelle Netbook-Boom zeigt, dass für einige Aufgaben kleine und leistungsschwache PCs doch ausreichen. Aber auch ein Netbook bringt es noch auf etwa 30 Watt Leistungsaufnahme bei Volllast. Für einen kleinen Server, der 7x24h in Betrieb sein soll, aber kaum Leistung benötigt, ist das immer noch zuviel. Nun habe ich eine spannende Alternative gefunden: das Bifferboard. Die Technik dieses "Computers" kann mit aktuellen PCs nicht mithalten und entspricht etwa dem Stand Mitte der 90er Jahre. Ein 486-SX kompatibler Prozessor mit 150MHz und 32MB Hauptspeicher, allerdings ein Fast-Ethernet-Interface und ein USB 2.0-Controller. Aber warum sollte man dann so etwas überhaupt entwickeln? Ganz einfach: Weil diese Leistung für einige Sachen ausreicht.  Vor allem hat das Bifferboard ein paar gewichtige Vorteile:
  • Die Leistungsaufnahe beträgt im Betrieb nur 1-2 Watt (etwa 0.5W werden alleine von der Ethernet-Schnittstelle verbraucht).
  • Das Board ist mit 68mm x 28mm x 19mm extrem klein.
  • Mit 30 £ ist das Bifferboard billig.
  • Durch den 486er-Prozessor lassen sich übliche Linux-Distributionen sehr gut nutzen und benötigen keine Crosscompiler.
  • Die wichtigsten Schnittstellen sind schon vorhanden.
Gerade die sehr geringe Leistungsaufnahme macht das Bifferboard für Aufgaben interessant, die für übliche Mikrocontroller zu komplex sind (wer mal versucht hat, einen TCP/IP-Stack auf einem AVR zu programmieren, wird das verstehen), für die ein vollwertiger PC aber zu leistungsfähig, zu gross und zu stromhungrig ist. Ein kleiner Haken sei noch angemerkt: Da der integrierte Flash-Speicher mit 1MB sehr knapp bemessen ist, passt hier nur der Linux-Kernel hinein. Um ein lauffähiges System zu erhalten, ist man dann auf einen USB-Stick als Massenspeicher angewiesen. Da nur ein USB-Port zur Verfügung steht, muss man für den Anschluss weiterer USB-Geräte einen USB-Hub zwischenschalten. Auch wenn das die Performance kaum beeinflussen dürfte, sind herkömmliche USB-Hubs üblicherweise grösser als das Bifferboard selbst. Für sehr kleine Geräte könnte das wieder problematisch sein. Hier mal ein paar Anwendungsideen:
  • Ethernet/Seriell-Konverter
  • Webradio-Recorder
  • Webinterface für Mikrocontroller-Steuerungen
Fazit: Ein schönes Spielzeug für Linux-Fans und Elektronik-Bastler, aber natürlich kein echter PC-Ersatz.
Rubrik: Elektronik, Blog

11.10.09: RubyRec: Webradio aufnehmen - aber sparsam!

Mittlerweile sind die meisten Radiosender - auch öffentlich-rechtliche auch per Internet zu hören. Die meisten Sender bieten das ganze auch als MP3-Stream an (DRS verzichtet seltsamerweise darauf und setzt mit WMA und RealAudio auf zwei proprietäre Formate). Und Software zum Aufzeichnen solcher Streams gibt es auch genügend. Unter Windows geht das z.B. sehr einfach mit Winamp/Streamripper. Eine Variante mit dem PC hat allerdings einen riesigen Nachteil: Eine solche Lösung verbraucht ordentlich Strom. Selbst ein sehr sparsamer PC dürfte kaum unter 30 Watt brauchen, die meisten "normalen" PCs noch wesentlich mehr. Das sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um einen solchen Rekorder rund um die Uhr laufen zu lassen.  Daher habe ich ein kleines Interface entwickelt, um Radioaufnahmen auf dem Bifferboard programmieren zu können. Dank Webinterface ist das nun sogar mit dem iPhone übers Internet programmierbar.  Die Software ist in Ruby programmiert (mein ersten Projekt in Ruby) und damit praktisch auf allen gängigen Systemen lauffähig: PC, Mac, Linux-Server, OpenWRT-Router - RubyRec sollte praktisch überall laufen. Getestet habe ich es selbst nur unter MacOS und Linux. Interessiert? Hier gibt es mehr Infos und die Software zum Runterladen.
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20.10.09: Der 5-Watt-PC (Plugcomputer)

Seit einiger Zeit läuft das Bifferboard mit seinen etwa 1.5 Watt Leistungsaufnahme nun erfolgreich als Webradio-Recorder und SMB-Server. Die kleine Baufrm und die minimale Leistungsaufnahme wären eigentlich auch ideal für einen MP3-Player, wenn dafür die Leistung ausreichen würde.  Ein zusätzlicher MP3-Decoder-Chip könnte hier Abhilfe schaffen, aber nun bin ich auf eine weitere interessante Alternative gestossen - den Plugcomputer. Im Vergleich zum Bifferboard bietet der Plugcomputer mit seinem 1.2GHz ARM-Prozessor, 512MB RAM und 512MB Flash eine deutlich höhere Performance. Aufgaben, mit denen das Bifferboard überfordert ist, dürfte der Plugcomputer meist schaffen. Es gibt natürlich auch Nachteile:
  • Der Preis ist mit 99$ deutlich höher als beim Bifferboard.
  • Die Leistungsaufnahme beträgt etwa 5 Watt
  • Leider hat auch der Plugcomputer keine onboard-Soundkarte.
  • Als Schnittstellen für zuätzlichen Speicher gibt es nur einen SD-Slot und den USB-Port. Obwohl der eingesetzte Controller einen SATA-Controller mitbringt, ist dieser leider nicht nach aussen geführt.
  • Scheinbar gibt es ausser der kostenpflichtigen embedded-Java-Version von Sun (50$) momentan keine vollwertige Java Runtime. Dieses Problem sollte sich aber hoffentlich in der näheren Zukunft lösen lassen.
Alles in allem ist der Plugcomputer ein interessantes Konzept für Anwendungen, in denen eine relativ hohe Rechenleistung benötigt wird und die 7x24 Stunden laufen müssen.
  • Plugcomputer (Marvell)
Rubrik: Elektronik, Blog

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