Pioneer PL-30LII

 Startseite | Blog | Sitemap | Impressum | Login

Dieser Plattenspieler ist zu verkaufen. Preis: € 400 / CHF 600

Im Preis enthalten sind Plattenspieler inkl. Tonarm und Headshell, aber kein Tonabnehmer. Bei Interesse schicken Sie mir bitte eine EMail.

PL-30LII

Diesen Player habe ich als Alternative zum TD125 direkt aus Japan importiert. Obwohl die PL-30/PL-50/PL-70-Serie in Japan zu den meistverkauftesten Plattenspielern Anfang der 80er Jahre gehörten, wurden sie scheinbar nie ausserhalb Japans verkauft. Japanische direktgetriebene Plattenspieler geniessen einen sehr guten Ruf, das wollte ich auch mal ausprobieren.

Die Versandkosten waren zwar fast so teuer, wie der Plattenspieler selbst, aber zusammen war es immer noch einiges günstiger als ein ähnliches Gerät direkt in Europa zu kaufen.

Antrieb

Bei direktgetriebenen Plattenspielern werden oft sehr leichte Plattenteller genutzt, da dann kein besonders starker Motor genutzt werden muss. Pioneer geht hier einen etwas teureren Weg: Ein starker Motor, dazu dann aber auch ein schwerer Teller. Der Plattenteller bringt gute 1.8kg auf die Waage - für einen DD ist das ziemlich viel. Dennoch beschleunigt der Motor aus dem Stand innerhalb einer Sekunde auf Sollgeschwindigkeit - das schaffen riemengetriebene kaum.

Tonarm

Im Gegensatz zu den meisten anderen Plattenspielern, die mit einem 9-Zoll-Arm ausgestattet sind, kommt der Pioneer mit einem 10-Zoll Modell. Dies gibt geringfügig bessere Werte beim maximalen Spurfehlwinkel, aber diese sind eher theoretischer Natur.

Der Arm wirkt auf den ersten Blick beeindruckend massiv. Allerdings ist nicht alles Metall, was glänzt. Dennoch ist die Qualität in dieser Preisklasse als sehr gut zu bewerten. Der Arm bietet sogar eine an und abschaltbare Dämpfung mittels Silikonöl. Das Armrohr ist aus einem Kunststoff hergestellt, macht einen sehr soliden Eindruck und ist dennoch sehr leicht.

Das kann allerding zu einem Problem werden: Durch das sehr leichte Armrohr und das recht schwere Gegengewicht braucht man eine Headshell/Abtaster-Kombination, die auch etwas Masse mitbringt. Ein leichter Tonabnehmer und ein leichtes Headshell zusammen führen dazu, dass sich der Arm nicht mehr ausbalancieren lässt. Hierzu gab es von Pioneer wohl verschieden schwere Gegengewichte. Zu einem gebrauchten Modell wird man i.d.R. allerdings nur ein Gewicht dazubekommen.

Bei mir kam der Arm mit einem schweren Gewicht, was bei den leichten Tonabnehmern und einem leichten Headshell recht knapp werden kann. Daher sollte man leichte Tonabnehmer mit einem etwas schwereren Headshell (12g funktionieren schon sehr gut) kombinieren.

Im Gegensatz zur absoluten High-End-Philosophie ("jedes zusätzliche Feature stört") hat Pioneer den Arm noch mit einen elektrischen Lift ausgestattet.

Um eine Halbautomatik zu bauen, die den Arm automatisch zurückholt, wurde die Liftauflage sehr glatt gemacht. Das macht die Arbeit mit dem Lift teilweise etwas schwierig, da die Antiskating-Einrichtung den Arm auch auf dem Lift nach aussen zieht. Am einfachsten korrigiert man dieses "Feature" mit etwas Moosgummi.

Spannungsversorgung

Da das Gerät nur für Japan bestimmt war, erwartet es auch grundsätzlich 100 Volt Netzspannung, was natürlich nicht zum europäischen Stromnetz passt. Die einfachste Lösung für das Problem sind 230V/110V-Konverter, die benutzt werden, um amerikanische Geräte in Europa zu betreiben. Viel Leistung ist nicht erforderlich, Pioneer gibt 13Watt Leistungsaufnahme an. Bei mir musste für den Anfang ein Trafo herhalten, der für einen Röhrenverstärker gedacht war und zwei 50V-Wicklungen bot.

Eine andere Variante ist der Austausch des Netztrafos. Dieser hat nur eine einzige Sekundärwicklung mit ca. 36V Ausgangsspannung. Etwas mehr dürfte kein Problem sein, da das Gerät auch mit 110V Netzspannung noch stabil läuft. Allerdings läuft der Spieler auch problemlos mit niedrigeren Spannungen. Ich benutze selbst einen Trafo mit 18 Volt Ausgangsspannung, was hervorragend funktioniert. Auch mit dieser Spannung läuft der Motor gleich schnell an und das Drehmoment scheint auch sonst nicht gelitten zu haben.

Werbung
Look-Out
Talking about everything
Crazy audio
DIY audio projects and more
Anmesty International SchweizMenschenrechte für alle

Menschen für MenschenKarlheinz Böhms Äthiopienhilfe