Diascanner CanoScan FS4000

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Nachdem ich einige Zeit mit meinem Minolta Dimage Scan Dual-II gearbeitet hatte, waren langsam 4000dpi-Diascanner in vertretbaren Preisregionen erhältlich. Besonders störte mich bei meinem alten Diascanner die fehlende Stauberkennung und -korrektur. Also wurde es Zeit für einen neuen Diascanner - den CanoScan FS-4000US.

Hardware

Der Scanner arbeitet mit 4000dpi Auflösung und 12bit Farbtiefe pro Farbkanal - also insgesamt 36 bit Farbtiefe.

Im Lieferumfang befinden sich ein Filmhalter für 4 gerahmte Dias, ein Filmhalter für Filmstreifen mit 6 Aufnahmen und ein APS-Adapter.

Der Anschluss an den PC erfolgt wahlweise über USB oder SCSI-II. Ein SCSI-Controller befindet sich nicht im Lieferumfang.

Zur Erkennung und Beseitigung von Staubpartikeln und Kratzern benutzt der CanoScan das von Canon entwickelte FARE®-System. Es benutzt einen zusätzlichen Infrarot-Sensor, der Verunreinigungen auf dem Film erkennt.


Software

Als Software liefert Canon FilmGet mit. Diese Software funktioniert lediglich als Twain-Treiber. Leider fehlt eine Möglichkeit, die gescannten Bilder direkt als Datei abzuspeichern. Auch mit dem mitgelieferten Adope Photoshop LE werden die Daten nämlich direkt in die Anwendung eingescannt. Beim Scannen von mehreren Dias im Batchbetrieb kann dann der Speicher schonmal zu knapp bemessen sein.

Als Ausweg hierfür bietet sich Polyview an. Dieses Shareware-Programm ist zwar zur Bildbearbeitung nicht unbedingt zu empfehlen, als einfaches Tool um Dias im Batchbetrieb direkt auf Festplatte zu scannen, ist es jedoch völlig ausreichend. Gerade wenn grössere Mengen Dias gescannt werden sollen, kann das den Arbeitsablauf wesentlich erleichern.

Geschwindigkeit & Qualität

Braucht man wirklich 4000 dpi ? Wer Dias fotografiert, dem kann ich dies nur empfehlen. Höherempfindliche Negativfilme zeigen bei mehr als 2700 dpi mehr zusätzliches Korn als zusätzliche Informationen.

Einige Vergleichsscans sind hier zu finden.

Obwohl die automatische Erkennung und Korrektur von Staub und Kratzern eine tolle Sache ist, benötigt sie doch viel Zeit. Es scheint, dass der Grossteil des FARE®-Systems in Software auf dem PC realisiert wurde. Hier kann man kurz sagen: Viel hilft viel! Also viel Speicher und viel CPU-Leistung. Man sollte sich dennoch auf Scan-Zeiten pro Bild von ca. 5 Minuten einrichten. Überlegt man allerdingt, wieviel Zeit man für eine Retusche von Hand selbst für kleinste Vernreinigungen benötigen würde, wird man diese längere Wartezeit gerne akzeptieren.

Die Scanzeiten ohne FARE® liegen je nach Auflösung zwischen 10 und 80 Sekunden. Auch hier bricht der Scanner nicht gerade Geschwindigkeitsrekorde.

Beim Scannen sollte man nicht versuchen, den Scanvorgang im Hintergrund durchzuführen un dim Vordergrund weiterzuarbeiten. Dies funktioniert zwar problemlos, jedoch legt die Software dann zusätzliche Pausen während des Scannens ein, was die Scandauer nochmals erhöht. Warum dies geschieht, liess sich nicht herausfinden. Zumindest dürfte es kein Problem zu hoher CPU-Belastung sein, denn das Phänomen tritt auch auf, wenn man im Vordergrund eine Anwendung benutzt, die fast keine CPU-Ressourcen benötigt.

Kommentar

Wozu der APS-Adapter gut sein soll, kann ich nicht so ganz einsehen. Wer Dias mit 4000dpi scannt und dafür einiges Geld ausgibt, wird höchstwahrscheinlich nicht mit dem kleinen APS-Format arbeiten. Stattdessen hätte man lieber einen Firewire-Anschluss spendieren können.

Der Anschluss über SCSI bietet sich an. Rein rechnerisch sollte die USB-Bandbreite die Scanzeiten nur unmerklich beeinflussen, jedoch hat sich bei mir gezeigt, dass die Scanzeiten bei Anschluss über einen SCSI-Adapter deutlich kürzer waren. Im Internet sind jedoch auch gegenteilige Berichte zu finden. Eventuell lässt sich dies auf unterschiedliche Hardware-Ausstattung zurückführen (bei mir: Pentium-IV, 1.5 GHz, 512 MB Rambus-RAM). Im Zweifelsfalle würde ich empfehlen, hier eigene Tests durchzuführen.

Für die gebotene Leistung ist der Preis von ca. 1000€ mehr als gerechtfertigt. Die Alternative von Nikon ist fast doppelt so teuer und daher wohl nur für Profis zu empfehlen.

Scantips

Farbechte Scans zu bekommen ist wie üblich ein mehr oder weniger grosses Problem. Die Scannersoftware unterstützt zwar Farbmanagement, aber irgendwie liefert dieses zumindest bei mir nicht die gewünschten Ergebnisse. Bewährt hat sich folgendes Vorgehen:

  1. Scannen des Dias mit Gamma 1.8 und abgeschaltetem Farbmanagement, abspeichern ohne Farbprofil
  2. Laden des Scans in ein ICC-fähiges Bildbearbeitungsprogramm
  3. Farbprofil "Canon CanoScan FS4000US" für das Bild festlegen
  4. Umwandeln in sRGB Farbprofil

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