Vergleich von Objektiven an der Canon D60

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Beim folgenden Test wollte ich überprüfen, wie sich unterschiedliche Objektive auf die Schärfe der Fotos der D60 auswirken. Zur Verfügung standen verschiedene Objektive:

  • Canon 20-35/3.5-4.5
  • Canon 28-135/3.5-5.6 IS
  • Canon 100-400/4.5-5.6 L IS
  • Minolta Dimage 7i

Beim Test wurden alle Objektive bis auf Blende 9.5 abgeblendet, was üblicherweise für optimale Schärfe sorgt. Beleuchtet wurde mit dem Metz 54 MZ3 als indirektem Blitz, wobei die Blitzstärke manuell eingestellt wurde, um für alle Test gleiche Beleuchtungsbedingungen bereitzustellen. Bei den Objektiven mit "Image Stabilization" wurde diese für den Test deaktiviert. Es wurde ein Stativ benutzt, die Belichtungszeit betrug 1/125s.

Die Minolta D7i dient als Vergleichobjekt, um die Unterschiede zu einer 5 Megapixel Mittelklassekamera zu ermitteln.

Die Fotos vom 100-400 und der D7i wurden vom gleichen Standpunkt mit vergleichbarer Brennweite (D60: 100mm, D7i: 160mm KB-Equivalent) gemacht, während für die Test mit den kürzeren Brennweiten eine kürzere Objektentfernung gewählt wurde. Ursprünglich sollte auch das 28-135 bei 100mm Brennweite getestet werden, jedoch zeigte es dort eine extrem schlechte Schärfe, weshalb ich den Test mit einer anderen Brennweite wiederholt habe - wie im folgenden zu sehen ist leider ohne Erfolg.

Das gesamte Foto sieht so aus:

Die Fotos wurden im RAW-Format (D60) bzw. TIFF-Format (D7i) aufgenommen. Die Canon-Fotos wurden dann mit dem Canon-RAW-Konverter ins 16bit-TIFF-Format konvertiert.

Bei der Nachbearbeitung wurde lediglich eine Tonwertkorrektur durchgeführt. Sowohl die D60 als auch die D7i nutzten für dieses Motiv ungefähr 2/3 des zur Verfügung stehenden Tonwertumfanges. Da die Auflösung der D7i geringer ist als die der D60, wurde das Originalbild der Minolta D7i auf die Grösse des D60 Fotos vergrössert.

Da eine Gegenüberstellung der vollständigen Fotos auf Platzgründen keinen Sinn macht, habe ich mich auf einen winzigen Ausschnitt konzentriert. Und hier nun die Details:

20-25/3.5-4.5
@35mm/9.5

28-135/3.5-5.6 IS
@50mm/9.5

100-400/4.5-5.6 IS L
@100mm/9.5

D7i
@160mm/8 (equiv 135)

Ergebnis

Ernüchternd fällt das Ergebnis des 28-138 IS aus. Testcharts und auch Berichte anderer Nutzer dieses Objektives sagen jedoch aus, dass die Ergebnisse deutlich besser sein müssten. Worin das schlechte Ergebnis hier zu begründen ist, kann ich derzeit noch nicht sagen. Ich werde versuchen, den Test mit einem anderen Objektiv nochmals durchzuführen.

Die höchste Bildqualität wird ohne Zweifel vom 100-400 IS L erreicht. Die Schärfe der Minolta D7i ist beeindruckend und kann mit den beiden "billigen" Canon-Objektiven mithalten, bzw. diese sogar übertrumpfen. Das 20-35-er Objektiv ist allerdings auch dafür bekannt, dass die Schärfe bei 35mm stark nachlässt. Ein Test mit einer kürzeren Brennweite war hier nicht möglich (der weisse Hintergrund war für diese Perspektive nicht gross genug).

Bei der Trennung der Tonwerte zwischen Kerzenständer im Vordergrund und Sparschwein im Hintergrund hat die D7i es schwer, diese sauber herauszuarbeiten, was der D60 besser gelingt. Auch die generelle Farbdarstellung scheint der D60 wesentlich besser zu gelingen - die Farben wirken kräftiger, jedoch nicht übertrieben.

Abschliessende Bemerkungen

Der Testaufbau inkl. Beleuchtung mit Blitz ist für einen objektiven Test sicher nicht optimal, was evtl. minimale Belichtungsunterschiede bedingt.

Die Betrachtung eines kleinen Ausschnittes gibt natürlich keine genauen Aussagen über die generelle Qualität der Fotos. Jedoch ist erstaunlich, wie stark sich die Wahl des Objektives auf die Schärfe auswirkt. Dies sagt jedoch nichts über den Detailreichtum der Fotos aus. Weiterhin lässt sich die Schärfe durch Nachschärfen (USM) bei allen Fotos deutlich verbessern.

Generell sagt der Vergleich nichts über die mögliche Qualität eines gedruckten Fotos aus, da hierfür weitere Nachberarbeitungen notwendig sind. Es handelt sich also in etwas um den Vergleich von Negativen in der herkömmlichen Fotografie. Auch hier sind die Ergebnisse nur bedingt aussagekräftig.

Auf einem A5-Ausdruck war eine Unterscheidung der verschiedenen Aufnahmen aufgrund der Schärfe nicht möglich, hierfür war selbst die Qualität des 28-125 problemlos ausreichend. Grössere Ausdrucke habe ich aus Kostengründen (Papier+Tinte) nicht hergestellt.

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