Sony HDR-FX7

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Im Herbst 2006 stellte Sony mit der HDR-FX7 den Nachfolger der HDR-FX1 vor. Hiermit gibt es nun endlich eine semiprofessionelle HDV-Kamera, die dank 1.6kg Gewicht auch einigermassen transportabel ist.

Im Vergleich zur "Mittelklasse" ist die FX7 doch deutlich grösser, die nächstkleinere Kamera ist die HC1 und diese wiegt weniger als halb so viel.

Praktisch nicht nur zum Transport, sondern auch für bodennahe Aufnahmen ist der Tragegriff, der kleineren Kameras fehlt.

Objektiv

Das 20-fach Zoomobjektiv bietet eine brauchbare Leistung. Dennoch ist sowohl im Weitwinkel- als auch im Telebereich an kritischen Hell/Dunkel-Kanten chromatische Aberration deutlich zu beobachten. Obwohl des bei anderen Kameras dieser Preisklasse noch schlimmer zu sein scheint, muss es dennoch bemerkt werden.

Integriertes Mikrofon

Im Gegensatz zur professionellen "Schwesterkamera" HDR-V1 kommt die FX7 mit einem integrierten Stereomikrofon. Das Problem: Wie alle eingebauten Mikrofone besitzt die FX7 keinen brauchbaren Windschutz. Ein externes Mikrofon ist natürlich die beste Lösung. Manchmal will man jedoch nicht viel Technik rumschleppen, dann bietet sich ein Windschutz für das integrierte Mikrofon an. Für die FX7 bekommt man die z.B. bei www.der-windschutz.de. Mit einem solchen Windschutz ist die Tonqualität des Mikrofons sogar recht ordentlich.

Unschön ist hingegen, dass die manuelle Pegeleinstellung des Mikrofons recht umständlich über das Menü erfolgt, hier wäre selbst ein simler Mono-Regler besser gewesen. Leider hat Sony darauf verzichtet.

Eine unschöne Eigenschaft des internen Mikrofon sei erwähnt: Während Laufwerksgeräusche praktisch nicht zu hören sind, reagiert das Mikrofon auf den Zoommotor des Objektivs. Bei Zooms in ruhigen Szenen ist der Motor deutlich auf den Aufnahmen zu hören.

Sucher/Display

Ein Kritikpunkt ist aus meiner Sicht ganz klar der Sucher. Dieser (und auch das LCD-Display) zeigt nur die sog. Action-Area an, d.h. den Teil des Bildes der im Prinzip auf allen Fernsehern mindestens zu sehen sein sollte.

Der Rand ausserhalb dieses Bereiches erscheint leider nicht im Sucher. Dadurch kann es passieren, dass störende Details direkt am Bildrand aufgenommen werden, die im Sucher nicht sichtbar waren. Während das bei herkömmlichen Fernsehern kaum störend war, dürften die meisten heute verbreiteten Flachbildschirme und Projektoren das Bild jedoch vollständig anzeigen, was man eigentlich auch gerne im Sucher sehen würde.

Vergleich zur Canon XH-A1

Schaut man sich im Internet etwas um, könnte man den Eindruck bekommen, dass eigentlich niemand die HDR-FX7 kaufen sollte, da Canons XH-A1 im ähnlichen Preisbereich viel besser wäre.

Ich habe mir selbst die Frage gestellt, welche der beiden Kameras für mich besser ist und bin ganz klar zur Auffassung gekommen, dass es die FX7 ist. Hier mal aus meiner Sicht die Zusammenfassung der Vor- und Nachteile:

Für die FX7 spricht ganz klar der geringere Preis (fast 500 Euro weniger sind keine Kleinigkeit!). Wer mit der Kamera unterwegs ist, wird sicher auch die 600g weniger Gewicht zu schätzen wissen. Wer die Kamera noch mit einem Schwebestativ wie dem Steadicam Merlin zusammen einsetzt, spart sogar das Doppelte, denn bei einem Schwebestativ muss das Kameragewicht durch etwa gleich viel Gegengewicht ausgeglichen werden.

Die Canon XH-A1 bietet auf den ersten Blick wesentlich mehr Features als die FX7. Da sind zum ersten viele Schalter und Tasten direkt am Gerät. Für diese Funktionen muss man dann nicht das Menü bedienen. Wer sich genau anschaut, was es da für Schalter gibt, findet z.B. Funktionen wie Farbbalken, die für Amateure kaum interessant sind. Mehr Tasten bedeuten also nicht prinzipiell bessere Bedienung. Auch den 3 Einstellringen am Objektiv für Zoom, Schärfe und Blende stehe ich eher skeptisch gegenüber, da es mit Handschuhen passieren kann, dass man Schärfe- und Blendenring gleichzeitig erwischt.

Ganz klar im Vorteil ist die Canon sicherlich im Tonbereich dank XLR-Eingängen und Lautstärkereglern. Wer jedoch ein Mikro direkt an der Kamera benutzt, kommt auch ohne XLR aus, weshalb dieser Punkt für mich kein Ausschlusskriterium für die FX7 ist.

Das Metallgehäuse der A1 ist vermutlich etwas robuster als das Plastikgehäuse der FX7, geht aber auch mit erheblichem Mehrgewicht einher.

Ein weiterer Pluspunkt für die A1 ist der etwas stärkere Weitwinkelbereich des Objektivs. Allerdings ist der Unterschied bei beiden Kameras nicht sehr gross. Das Problem der Canon-Optik ist eine wesentlich stärkere Anfälligkeit für CA, weshalb ich beide Kameras im Bereich Objektiv für recht gleichwertig halte (beide haben ihre Nachteile).

Letztendlich gab für mich die geringere Baugrösse und das geringere Gewicht ganz klar den Ausschlag zu Gunsten der FX7.

 

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