Der Film-Blog

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01.01.09: Bluray-Review: Das Leben des Brian

Obwohl Weihnachten nun schon vorbei ist, kommt nun noch ein kurzes Review des ultimativen Weihnachtsfilms: Monty Pythons "Das Leben des Brian". Zum Film selbst muss man wohl nicht allzu viel sagen, denn Prian und Schwanzus Longus dürften wohl recht bekannt sein. Also werde ich mich eher auf die aktuelle Bluray-Veröffentlichung konzentrieren. Die bisherige DVD-Veröffentlichung in der schönen DVD-Box "Montys EnzykloPythonia" war schon recht ordentlich, weshalb die Frage erlaubt sein muss: Braucht es da noch eine Bluray? Vergleicht man die Bildqualität der DVD und der Bluray ist die Antwort klar: Ja. Die Bluray-Veröffentlichung ist deutlich schärfer als die DVD, auch wenn sicher keine Referenzqualität vorliegt. Auch das in der DVD-Fassung teilweise sehr starke Filmkorn wirkt hier deutlich weniger störend. Ein weiterer Punkt, warum man diese Bluray kaufen sollte ist das Bonusmaterial. Während bei vielen Filmen geschnittene Szenen zu finden sind, die meist zurecht nicht im Film erschienen sind, finden sich hier 2 wichtige Szenen zur Selbstmordsekte, die nur am Ende der endgültigen Schnittfassung vorkommt. Aus ihren Helmen, die als Symbol eine Kombination aus Davidstern und Hakenkreuz tragen, wird man als Zuschauer im Film nicht so recht schlau. Die geschnittenen Szenen zeigen nun die Vorgeschichte dieser Sekte und erklären auch, warum diese Szenen nicht in der Kinoversion enthalten sind. Wer dann immer noch nicht genug hat, hört sich noch den interessanten Audiokommentar an, bei dem verschiedene Monty Python-Mitglieder zu Wort kommen. Fazit: Eine wirklich lohnenden Bluray-Veröffentlichung, die gegenüber der DVD eine deutlich gesteigerte Bildqualität bietet.
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22.12.08: 2008 - Der beste Film und die grösste Enttäuschung

Indiana Jones 4, Batman Dark Knight Da ich mittlerweile nicht mehr so oft Filme schaue wie vor einigen Jahren verzichte ich lieber auf einen Jahresrückblick. Daher gibt es hier nur einen Vergleich zweier Filme, die beide ein grosses Publikum ansprechen sollten und dabei doch so extrem verschiedenen sind.  Es geht um "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" und "Bat Man - The Dark Knight". Kann man diese Filme überhaupt vergleichen? Ich denke ja, denn ein Blick aus Kommerzielle zeigt starke Ähnlichkeiten: Die Produktionskosten lagen bei beiden mit fast 200 Millionen US$ im oberen Bereich und die Einspielergebnisse am Startwochenende sind auch fast identisch. Bei beiden handelt es sich also um Filme, die nicht gerade aus der Rubrik "Programmkino" kommen und für ein grosses Publikum gedreht wurden. Und erstaunlicherweise erhielten beide Filme das Prädikat "besonders wertvoll" der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (was für mich zeigt, wie belanglos dieses Prädikat mittlerweile ist).  Beim Start von "The Dark Knight" glaubt man sich erst einmal im falschen Film: Strahlendes Tageslicht ist man von Gotham City nicht gewöhnt. Insofern ist dieser Batman wohl der "hellste", den es je gab. Obwohl der Film eigentlich (auch dank des genial gespielten Joker) eine düstere Grundstimmung herüberbringen müsste, ist das nicht der Fall. Im Gegenteil: Trotz des übelsten Schurken, den die Batman-Geschichte je gesehen hat zeichnet der Film ein erstaunlich menschliches Bild einer Gesellschaft selbst in Ausnahmesituationen.Man kann dies durchaus als Hinweis auf den "Krieg gegen des Terror" verstehen.  Demgegenüber verweigert Indiana Jones auch nur kleinste Ansätze von Aktualität. Das alleine soll aber noch kein Kritikpunkt sein, vielleicht ist es sogar gut so, diesen Film "klassisch" zu lassen. Allerdings leidet der Film unter einem anderen Problem: Nazis als Feinde funktionierten nicht mehr, da Indiana Jones mittlerweile so alt ist, dass die Handlung nicht mehr sinnvoll in den 2. Weltkrieg zu bekommen war. Und was fällt George Lucas als alternatives Feindbild ein? Russen! Vor 20 Jahren wäre das vielleicht noch nachvollziehbar gewesen, im Jahr 2008 fehlt mir für ein derart plattes Klischee jedoch jegliches Verständnis. Aber das war ja noch nicht alles: Als wären Russen alleine nicht schon sinnfrei genug, kommen auch noch Ausserirdische dazu. Damit wird der Film fortlaufend nerviger. Das klassische Abenteuer-Popcorn-Kino ist wohl schon eine Weile tot, dieser Indiana Jones wird es ganz sicher nicht wiederbeleben. Noch eine kurze Bemerkung zu den aktuellen Ausgaben auf Bluray: Beide Filme kommen technisch nahezu perfekt daher. The Dark Knight bietet sich als Bluray-Demo-Disk noch eher an als Indiana Jones, da hier Teile im IMAX-Format gedreht wurden und diese im Bildformat 1.78:1 das Bild auf einem 16:9-Bildschirm voll ausnutzen. Meist handelt es sich hierbei um Totalen mit einer enormen Detailvielfalt, die deutlich zeigen, dass High-Definition-Video im Heimkino einen deutlichen Vorsprung zur DVD bringt. Fazit: Während das Duo Spielberg/Lucas in den 70ern steckengeblieben ist, zeigt Christopher Nolan, dass man immer noch intelligente Filme drehen kann, die trotzdem ein grosses Publikum ansprechen.
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13.12.08: Bluray-Review: 2001 - Odyssee im Weltraum

Bluray 2001 - Odyssee im Weltraum

Film 9/10

Zum Film gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Er ist und bleibt ein Klassiker. Allerdings kommt "2001" nicht ohne Längen daher. Der Film lässt dem Zuschauer viel Zeit zum Nachdenken, denn über grosse Strecken passiert recht wenig. Das hat jedoch den Vorteil, dass der Zuschauer die (noch heute) geniale Tricktechnik bewundern kann. Bedenkt man, dass der Film mittlerweile 40 Jahre alt ist, kann man leicht nachvollziehen, wie weit der Film in Punkto Tricktechnik der damaligen Zeit voraus war.

Bild 10/10

Nicht nur in Anbetracht des Alters bietet der Film eine beeindruckende Bildqualität. Selbst beim Vergleich mit aktuellen Filmen zeigt sich, dass diese Bluray bei der Bildschärfe ganz klar als Referenz eingestuft werden muss. Ein derartig scharfes Bild bieten nur wenige andere Blurays. Man sollte allerdings nicht dazu neigen, die hohe Bildqualität als "nice-to-have"-Feature einzustufen. Während bei modernen Filmen meist extrem schnell geschnitten wird und der Betrachter kaum zur Ruhe kommt, lebt 2001 vor allem von seinen Bildern. Und genau die bringt diese Bluray endlich auch in Kinoqualität in die eigenen 4 Wände.

Ton 8/10

2001 ist (glücklicherweise) kein Film, der von Soundeffekten aus allen Richtungen lebt. Die Effekte im Surround-Bereich sind sparsam aber gekonnt eingesetzt. Die Musik ist dynamisch und die Dialoge kalr verständlich - was man von neuen Produktionen nicht immer sagen kann. 

Fazit

Stanley Kubrik wäre wohl begeistert gewesen, wenn er noch erlebt hätte in welcher Qualität dieser Film heute im Heimkino zu sehen ist.
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25.11.08: Der Wüstenplanet - und kein Ende

Dune - Hoerbuch Mit seinem Romanzyklus "Dune" hat Frank Herbert einen Klassiker der Science-Fiction-Literatur geschaffen. Spätestens seit David Lynchs Verfilmung 1984 ist der 6-bändige Zyklus auch einer breiten Masse bekannt und kann durchaus als Kultbuch bezeichnet werden (wenn man die Wikipedia-Definition zugrunde legt). Und wie das mit allen Kultartikeln so ist, will auch hier die Fangemeinde regelmässig mit neuem versorgt werden und auch fleissig alles kauft, was angeboten wird (womit ich mich in diesem Fall nicht ausnehme).  Und natürlich gibt es neues: Marketing Film bringt die David-Lynch-Verfilmung im Dezember auf Blu-ray heraus. Damit ist der Film erstmalig in HD-Auflösung verfügbar. Allerdings soll etwas Skepsis erlaubt sein: Dieser Film erschien in den letzten Jahren fast jedes Jahr in einer neuen Edition, die sich kaum vom Vorjahr unterschied. Ob die Bildqualität hier nun wirklich besser ist als auf einer der vielen deutschen DVD-Ausgaben, wird sich erst noch zeigen müssen. Interessanter erscheint jedoch die Hörbuch-Reihe. Der erste Band ist nun auch in deutscher Sprache verfügbar. Auf den ersten Blick scheinen 36 Euro für ein Hörbuch als hoher Preis. Allerdings muss man bedenken, dass der Roman hier ungekürzt vorliegt, was fast 27 Stunden Hörbuchlänge bedeutet. Aus dieser Perspektive betrachtet ist der Preis sogar sehr günstig. Längerfristig sollen die kompletten 6 Bände auf veröffentlicht werden.
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02.11.08: Günstige Bluray-Disks

Bluray Nachdem nun seit einer Weile endlich der Formatkrieg zwischen den HD-Formaten HD-DVD und Bluray zugunsten der Bluray-Disk entschieden ist, wächst nun auch das Angebot. Und das hat den Vorteil, dass die Preise für Player und Filme auch langsam sinken. Amazon hat wohl in der letzten Woche mal getestet, ob die Verkäufe deutlich steigen, wenn die Preise niedriger sind. Dort wurde nämlich "Indiana Jones IV" auf Bluray für ganze 15 Euro angeboten (soviel zahlt man bei vielen anderen Anbietern schon für die DVD). Allerdings blieb der Preis nur für etwa 2 Tage so niedrig. Mittlerweile kostet der Film wieder fast 30 Euro. Dennoch sind im Amazon-Katalog einige Bluray-Disks unter 20 Euro zu finden. Um einen kleinen Überblick über günstige Angebote zu schaffen, stelle ich auf der Seite Günstige Filme auf Bluray die Angebote aus dem Amazon-Katalog vor. Dadurch ist es recht einfach, schnell nachzuschauen, welche Filme gerade günstig angeboten werden. Die Preise werden einmal täglich aktualisiert, daher ist es möglich, dass die angezeigten Preise nicht immer korrekt sind. Aufgrund oft wechselnder Preise ist es auch ratsam, öfter reinzuschauen. Aber jetzt: Viel Spass beim Stöbern.
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09.02.08: Blade Runner - Ultimate Collectors Edition

Blade Runner Ultimate Collectors Edition Einer der ersten Filme, die je auf DVD veröffentlicht wurden, war Ridley Scotts "Blade Runner. Schon mit "Alien" drehte Ridley Scott einen Meilenstein des Science-Fiction-Films, mit Blade Runner kam gleich der zweite hinterher. Obwohl der Film mittlerweile 25 Jahre alt ist, kann er noch heute begeistern. Bisher war in Europa nur der Directors Cut erhältlich. Im Gegensatz zur US-Kinoversion verzichtet dieser auf den Voice-over und hat ein anderes Ende. In der "Ultimativen Sammlerversion" kommt nun die dritte Schnittfassung: Der "Final Cut" von Ridley Scott. Dies ist nun die Version, die Ridley Scott schon immer wollte. Nach dem Anschauen des Final Cuts stellt man sich dann jedoch die Frage: Was hat sich hier zum Directors Cut eigentlich geändert? Beim Anschauen werden höchstens Hardcore-Fans, die den Film schon mehr als zehnmal gesehen haben, Unterschiede feststellen. Einige Szenen wurden digital nachbearbeitet, was die Bildqualität sicher verbessert hat, aber am Film selbst nichts ändert. Scheinbar gibt es ein paar Sekunden Unterschied zum Directors Cut, die man aber nur finden dürfte, wenn man weiss, wo man suchen muss. Begeistern kann die Bild- und Tonqualität. Das ist Referenzniveau und auf DVD wohl nicht besser zu machen. Mit einer 720p-Auflösung darf bezweifelt werden, ob es hier noch einen grossen Unterschied zur HD-DVD bzw. BlueRay-Fassung gibt. Muss man die neue Schnittfassung unbedingt kaufen? Wer noch die erste DVD besitzt, dem sei die neue Ausgabe unbedingt empfohlen, da die Bildqualität der Erstausgabe doch recht missraten war. Für Fans lohnt sich die Ultimate Collectors Box letztendlich doch, denn hier ist endlich auch die originale Kinoversion (sowohl die US-Version als auch die internationale) auf DVD erhältlich, was bisher nicht der Fall war. Zusätzlich erhält man noch die Arbeitsfassung des Filmes und den originalen Directors Cut. Damit stehen 5 verschiedene Versionen zur Verfügung, was zusammen mit 2 weiteren DVDs mit Making-of und weiterem Zusatzmaterial für viele Stunden Beschäftigung sorgen dürfte. Daher trotz des hohen Preises von 50 Euro eine klare Kaufempfehlung!
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07.08.07: Der Rote Elvis / Red Elvis

Der Rote Elvis Und mal wieder ein exotischer Filmtip (ich vermute, dass es wohl auch dieser Film nicht in ein Schweizer Kino schaffen wird): Der rote Elvis. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte von Dean Reed, einem amerikanischen Sänger, der 1972 in die DDR übersiedelte. Im Osten Superstar, im Westen kaum bekannt, dürfte dieser Film einige Einblicke hinter die Kulissen eines doch sehr ausgefallenen Lebenslaufes bringen.
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17.06.07: Gratis Filmmusik

Moby film music Videoamateure kennen mitunter das Problem: Ein Film soll vertont werden. Für den privaten Bereich kann man natürlich einfach alles nehmen, was sich so finden lässt. Aber spätestens wenn es darum geht, den Film auch anderen Leuten zu zeigen, wird es schwieriger. Denn für öffentliche Vorstellungen oder selbst einen Clip auf der Webseite wird eine Genehmigung des Komponisten sowie eine Lizenz der GEMA/SUISA benötigt. Ein Musiker, der gemerkt hat, dass dies für Amateure und Independant-Filmproduzenten oft nicht finanzierbar ist, ist Moby. Auf seiner Webseite bietet er momentan fast 100 Musikstücke an, die für nichtkommerzielle Produktionen gratis genutzt werden dürfen. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Sollte eine Produktion evtl. später doch kommerziell genutzt werden, können die Stücke auch für diesen Zweck lizensiert werden, wobei die Einnahmen durch diese Lizenzen für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden.
Mehr Details gibt es auf der Filmmusik-Homepage von Moby. Wie in Deutschland und der Schweiz die Rechtslage mit GEMA und SUISA aussieht, ist mir momentan aber noch nicht ganz klar.
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26.04.07: Endlich: Inland Empire startet in den Kinos

Filmposter Inland Empire Nach langem Warten ist es nun endlich soweit: David Lynch dreieinhalbstündiges Epos Inland Empire startet in den deutschschweizer und deutschen Kinos. Da ich den Film noch nicht gesehen habe, gibt es hier noch keine Anmerkungen von mir. Allerdings sehen die Filmkritiken doch sehr positiv aus:
  • Zeit.de
  • Cineman.ch
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24.04.07: Lokaltip Zürich: Total Recall - Das Festival des nacherzählten Films

Es ist wieder soweit: Nach einem phänomenalen Einstand im Jahr 2006 gastiert Total Recall - Das Festival des nacherzählten Films auch im Jahr 2007 wieder in der Zürcher Gessnerallee. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, der sollte einfach mal auf die Homepage von Total Recall schauen. Unter "Ansehen" kann man hier auch die Preisträger des vergangegen Jahres anschauen. Mein Fazit des letzten Jahres: Einige Highlights, einige Enttäuschungen, aber vor allem habe ich hier auch einige Filme kennengelernt, die ich mir mittlerweile auch angeschaut habe. Nun muss ich es nur noch schaffen, bis zum 12.5. endlich mal "Aguirre, der Zorn Gottes" zu schauen (Platz 3 im letzten Jahr, auch diese Nacherzählung ist online zu finden).
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23.04.07: Filmtip: Full Metal Village

Heute stiess ich zufällig auf ein paar Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm Full Metal Village. Das sieht endlich mal wieder nach einem Dokumentarfilm aus, der auf der einen Seite die Personen gefühlvoll portraitiert, auf der anderen Seite aber durchaus humorvoll daherkommt. Worum geht es? Es geht um das Dorf Wacken, das eigentlich von der Landwirtschaft lebt, einmal jährlich aber Austragungsort eines der grössten Heavy-Metal-Festivals ist. Dass die Regisseurin auch noch aus Korea kommt, sorgt für einen spannenden Blick hinter verschiedene Kulturen. Allerdings dürfte es eher schwierig werden, diesen Film in einem Schweizer Kino zu sehen. Das bleibt vermutlich nur das Warten auf die DVD.
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12.04.07: Stanley Kubrick Ausstellung und Retrospektive im Sihlcity

2001 - Odyssee im Weltraum Eigentlich habe ich mich ja schon gefragt, wozu Zürich nun noch ein grosses Shopping-Center braucht. Aber die Betreiber geben sich wirklich Mühe, auch Menschen dorthin zu locken, die Einkaufszentren eher meiden. So gastiert ab dem 26. April die Stanley Kubrick-Austellung des Deutschen Filmmuseums in den Sihlcity-Austellungsräumen. Gleichzeitig läuft im dortigen Multiplex eine Stanley-Kubrick-Retrospektive. Das ist definitiv mehr, als man normalerweise von einem modernen Multiplexkino erwarten kann. Also werde ich wohl auch mal den Weg zur Sihlcity antreten müssen...
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26.01.07: Lord of War

Hollywood traut sicher wieder etwas. In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts waren kaum Filme zur Lagen in den Krisengebieten dieser Welt zu sehen. Man hatte den Eindruck, dass das früher anders war. Man denke nur an Filme wie Under Fire oder Romero, die in den 80er Jahren entstanden. Doch mittlerweile hat sich hier wieder etwas getan. Syriana versucht gleich das gesamte Weltgeschehen in einem Film zu erklären, scheitert aber daran, dass die Sache deutlich komplexer ist, als man in einem normalen Spielfilm vermitteln kann. Ganz anders geht Lord of War an die Problematik des illegalen Waffenhandels heran: keine Erklärungen! Und das ist gut so. Denn einfache Schuldzuweisungen an einzelne beteiligte Regierungen machen wenig Sinn, da von diesem schmutzigen Geschäft viele profitieren. Der Film zeigt aber überspitzt auch sehr gut, wie man einfach wegschauen kann, um das Problem zu verdrängen. Das Ganze ist äusserst zynisch verpackt, was evtl. den einen oder anderen Zuschauer verwirren oder sogar abschrecken könnte.  Alleine die Startszene ist kaum zu überbieten. Das Ergebnis: Der Film ist unterhaltsam (das muss nämlich nicht ausgeschlossen sein), der Zuschauer schüttelt regelmässig mit dem Kopf. Echte neue Erkenntnisse wird man nicht bekommen, aber evtl. denkt man später darüber nach, was denn in den Krisenregionen Afrikas eigentlich vor sich geht und wie auch die gesamte westliche Welt (und nicht nur die) daran mitschuldig ist. Im Idealfall, fragt man sich dann, was man selbst unternehmen kann. Und damit hätte der Film sein Ziel erreicht!
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20.01.07: DVDs für 10 Franken gratis

Exsila.ch Meine DVD-Sammlung ist recht gross, und ab und zu sind darunter doch einige Filme, die ich wohl nie weider schaue. Natürlich könnte man die bei Ricardo verkaufen, bei Filmen abseits des Mainstreams sind die erzielbaren Preise dort aber nicht so toll. Ideal wäre es eigentlich, die DVDs einfach gegen andere einzutauschen. Genau das ist bei Exsila.ch möglich. Man registriert siene überflüssigen DVDs und bietet diese an. Für die Einnahmen kann man von anderen Mitgliedern DVDs bestellen. Das Ganze ist (zumindest heute) völlig kostenlos, lediglich die Versandkosten zahlt jedes Mitglied. Wenn Sie sich übrigens über diesen Link anmelden, gibt es ein Startguthaben von 10 Exsila-Doller (=10 Schweizer Franken) geschenkt, mit dem man sofort von anderen Mitgliedern DVDs einkaufen kann. Gerade ältere Filme gehen oft für weniger als 5 Franken über den virtuellen Ladentisch, sodass man mit diesen 10 Franken schon richtig etwas anfangen kann. Es muss lediglich eine einzige eigene DVD angeboten werden (und irgendeine DVD, die man loswerden will, liegt bestimmt bei den meiste rum). Und das ganze wirklich ohne Haken! Die Betreiber weisen darauf hin, dass der Dienst während der Beta-Phase gratis ist. Es ist davon auszugehen, dass irgendwann auch Gebühren eingeführt werden, jedoch dürfe das nur funktionieren, wenn die Gebühren entsprechend niedrig sind. Insofern ist kaum damit zu rechnen, dass sich der Service in Zukunft zur teuren Abzockerei entwickelt.
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18.01.07: Serien, die unbedingt auf DVD erscheinen sollten

Mittlerweile ist nun endlich die 2. Staffel von Twin Peaks auf DVD erschienen. Es hat lange (fast 5 Jahre) gedauert, nachdem die erste Staffel seit 2002 im Handel erhältlich war. Schaut man sich die DVD-Regale im Fachhandel an, sollte man meinen, dass so ziemlich jede TV-Serie mittlerweile auf DVD erhältlich ist. Leider ist das bei einigen grossartigen Serien im deutschsprachigen Raum allerdings immer noch nicht der Fall. Hier nur ein paar Beispiele und gleichzeitig auch Wünsche an die DVD-Produzenten:
  • McCallum
    Dieser britische 8-Teiler ist wohl die düsterste Gerichtsmedizin-Serie. Hier gibt es eigentlich keine Helden, selbst die Hauptfigur hat zu viele Fehler um als leuchtende Persönlichkeit dazustehen.
    Die UK-DVD bietet leider keine Untertitel und die unterschiedlichen Dialekte sind im englsichen Original teilweise recht schwer verständlich.
  • Murder One - Case 1
    Auch diese Serie war ein Meilenstein der TV-Serien-Produktion. Es geht grösstenteils um einen einzigen Mordfall, dessen Auflösung erst erst am Ende der ca. 20 Folgen gibt.
    Einige Jahre später wurde eine 2.Staffel produziert, die aber deutlich anfällt.
    Die UK-DVD ist recht brauchbar, da die Sprache gut verständlich ist und englische Untertitel verfügbar sind.
  • ReGenesis
    Diese spannende kanadische Serie läuft derzeit auf arte. Optisch erinnert vieles an CSI & Co., jedoch widmet sie sich viel stärker den beteiligten Personen, was sie aus meiner Sicht deutlich interessanter macht als die US-Vorbilder.
    Die UK-DVD bietet leider weider mal keine Untertitel und natürlich nur den englischen Originalton.
    Da die Serie ja gerade erst auf arte läuft, gibt es wohl noch Hoffnung auf eine deutsche DVD.
  • Cheers
    Eigentlich ist es erstaunlich, dass fast alle US-Comedyserien mittlerweile auf deutschsprachigen DVDs erhältlich sind, nur diese nicht. Warum gibt es "Golden Girls" auf DVD, aber nicht "Cheers"? Vielleicht kommt da ja noch etwas.

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14.01.07: Humphrey Bogart

Humphrey Bogart Heute vor 50 Jahren starb Humphrey Bogart. Das sollte man doch mal wieder die Casablanca-DVD rausholen. Natürlich hat er noch in vielen anderen Klassikern mitgespielt, wie z.B. Die Spur des Falken oder African Queen, aber Casablanca bleibt die Rolle seines Lebens. Selbst wer denkt, den Film in- und auswendig zu kennen, sollte sich die Special-Edition auf DVD besorgen, denn diese bietet extrem viel und vor allem spannendes Zusatzmaterial.
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11.01.07: Inland Empire

Inland Empire Es ist soweit: Heute startet Dvaid Lynchs neuer Film "Inland Empire" in Deutschland. Die Schweizer müssen sich noch gedulden, denn bisher ist immer noch kein Schweizer Starttermin bekannt. Eigentlich ist das ein Grund mal kurz über die Grenze zu fahren, denn dieser Film scheint wieder ein klassischer David-Lynch-Film zu sein. 3 Stunden Alptraum-Fantasien lassen vermuten, dass dagegen selbst "Lost Highway" und "Mulholland Drive" zurückstehen dürften und dieser Film nur für überzeugte David-Lynch-Fans erträglich sein dürfte. Update: Der 11.1. war ursprünglich als Starttermin angekündigt, mittlerweile wurde er jedoch scheinbar auf den 26.April verschoben. Hoffen wir mal, dass er wenigstens zeitgleich in der Schweiz startet.
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10.01.07: Zeitreisefilme

Zurück in die Zukunft Im Science-Fiction-Genre sind Zeitreisen recht beliebt. Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand sind Zeitreisen nicht möglich, daher kann man ganz wilde Theorien aufstellen, was man mit Zeitreisen anfangen könnte und vor allem, was man verändern könnte. Interessant ist es zu beobachten, wie unterschiedlich das Thema in verschiedenen Filmen interpretiert wird: Die Zeitmaschine H.G.Wells Roman lieferte die Vorlage für verschiedene Verfilmungen. Der Besucher reist mit der Zeitmaschine nur in die Zukunft und beobachtet dort, wie sich die Menschheit weiterentwickelt hat. Sehr ähnlich funktioniert auch Planet der Affen Jedoch bleibt der Zuschauer hier während des Films im Unklaren, dass eigentlich eine Zeitreise stattgefunden hat und geht davon aus, dass die Handlung nicht auf der Erde stattfindet. Nur nach und nach bekommt man Hinweise darauf, dass die Handlung auf der Erde stattfinden könnte, was allerdings erst am Ende des Films bestätigt wird. Zurück in die Zukunft Hier findet man eine klassische "Reperaturstory". Die Akteure reisen durch die Zeit, um in der Vergangenheit gemachte Fehler zu korrigieren. Änderungen an der Vergangenheit beeinflussen hier direkt und unmittelbar die Gegenwart und sogar den Akteur, der in die Vergangenheit gereist ist. Das führt dazu, dass solche Zeitreisen auch für den Zeitreisenden höchstgefährlich sind. Dadurch ergibt sich ein starker Spannungsbogen, der zusammen mit der Umsetzung als Komödie für einen Kinoerfolg sorgte. Star Trek IV - Zurück in die Vergangenheit scheint ähnlich zu funktionieren, jedoch ist das nicht der Fall. Hier werden in der Vergangenheit keine Fehler korrigiert, sondern es werden lediglich Objekte (in diesem Falle Buckelwale) aus der Vergangenheit in die Zukunft transportiert. Da auch das nicht ohne Verwicklungen klappt, ist dieser Film mit Abstand der lustigste Star-Trek-Film und auch Zuschauern zu empfehlen, die sonst eher einen Bogen um dieses Genre machen. 12 Monkeys Auch hier scheint es möglich zu sein, Objekte aus der Vergangenheit in die Zukunft zu transportieren, jedoch erfährt man das nur am Rande. Die Zeitreisenden sind hier aber im Wesentlichen nur Betrachter - es wird nicht versucht, die Vergangenheit zu verändern, sondern lediglich sie zu verstehen, um daraus Massnahmen in der Gegenwart abzuleiten. Babylon 5 Die Zeitreise in Babylon 5 kann sowohl Menschen als auch Objekte transportieren, jedoch funktioniert das eher zufällig und ist kaum zu steuern. Daher ist die Zeitreise hier keine nutzbare Technologie, sondern lediglich ein Stilmitteln, um einen grossen Handlungsbogen um den eigentlichen Zeitrahmen der Serie zu legen. Das funktioniert sehr gut und ohne auffallende logische Fehler. Donnie Darko Hier dient die Zeitreise im Wesentlichen dazu, aus einem "normalen" Highschool-Film einen Mystery-Thriller zu machen. Obwohl sehr viel über Zeitreisen gesprochen wird, bekommt der Zuschauer kein klares Konzept und die eigentliche "Philosophie des Zeitreisens" (die sogar als Buch in diesem Film auftaucht) bleibt eher verschwommen und lässt viel Interpretationsspielraum. Letztendlich dürfte gerade dies zum langfristigen Erfolg des Filmes durch eine wachsende Fangemeinde beigetragen haben (die ersten Einspielergebnisse in den USA waren eher mässig, in Deutschland lief der Film garnicht erst im Kino).
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08.01.07: ReGenesis

ReGenesis Seit langem habe ich das erste Mal wieder angefangen eine neue Serie zu schauen: ReGenesis. Hätte ich die Ankündigung auf einem Privatsender gesehen, hätte ich mir das eher verkniffen, denn die Zutaten wie Killerviren und menschliche Klone klingen doch eher wie schlechte Fantasien. Da die Serie allerdings auf arte läuft, habe ich doch mal reingeschaut. Tatsächlich wirkt die Idee doch sehr realitätsfern und die "wissenschaftlichen" Teile wirken doch recht konstruiert und teilweise unfreiwillig komisch (schwer vorstellbar, wofür bei einer DNA-Untersuchung ein Bunsenbrenner gebraucht werden könnte). Hier muss man einfach daran denken, dass es sich um pure Fiktion handelt und nicht der aktuelle Stand der Gentechnik und Virologie dargelegt werden soll. Dennoch habe ich nach der ersten auch noch die zweite Folge angeschaut. Warum eigentlich? Der Erzählstil ist modern, aber das ist auch bei anderen Serien zu finden (CSI fällt mir da gerade ein, obwohl mich diese Serie nicht fesseln konnte, sodass es dort nur für 2-3 Folgen gereicht hat). Aber das entscheidende: Es wird eine fortlaufende Story erzählt. Das ist bei TV-Serien leider sehr selten der Fall (das Vorbild ist in dieser Hinsicht sicherlich Twin Peaks, aber auch Babylon 5 entwickelte ab der 2. Staffel einen starken Handlungsbogen, der sich kaum in einzelne Folgen pressen lässt). Und auch am Ende von Folge 2  ist die Story nicht zu Ende erzählt, also werde ich wohl in der nächsten Woche auch die nächsten beiden Folgen schauen...
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10.12.06: Michael Mann: Collateral

Nachdem die Collateral-Special Edition jetzt endlich im Preis gesunken war, habe ich mir den Film nun auch zugelegt. Da ich Michael Manns vorherige Filme (vor allem Heat und "he Insider) sehr mag, musste ich mir auch mal Collateral anschauen. Und Michael Mann schafft es wieder einen einzigartigen Film abzuliefern - fast zumindest. Optik und Musik sind modern und dennoch nicht Mainstream. Die Optik erinnert zeitweise an Blade Runner (dann muss ich auch mal wieder schauen). Im Gegensatz zum dreistündigen Heat schafft es das Drehbuch hier aber leider nicht die beiden Hauptpersonen klar zu characterisieren. Die Gespräche der beiden sind stellenweise zwar nett anzuhören, bleiben aber doch an der Oberfläche. Scheinbar hatten die Produzenten vorhergesehen, dass der Film nicht unbedingt als klassisches Starkino durchgehen würde. Was kann man dagegen tun? Man verpasst dem Film ein klassisches Ende, was man so in tausenden anderer Hollywood-Filme bereits gesehen hat (kurz zusammengefasst: Killer jagt Freundin von Taxifahrer, Taxifahrer rettet Freundin und tötet Killer). Die letzten 20 Minuten sind zwar recht spannend, machen aber leider das eigene Profil des Filmes total kaputt. Hier hätte ich mir mehr Mut gewünscht. Wenigstens auf die Frau hätte man verzichten können, zumal Frauen in diesem Film (im Gegensatz zum bereits genannten Heat) wirklich gar keine Rolle spielten und das Ganze daher sehr konstruiert wirkt. Insgesamt leider nur 7/10 Punkten, obwohl der Film das Zeug zu 10 Punkten gehabt hätte!
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