Der Film-Blog

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09.02.08: Blade Runner - Ultimate Collectors Edition

Blade Runner Ultimate Collectors Edition

Einer der ersten Filme, die je auf DVD veröffentlicht wurden, war Ridley Scotts "Blade Runner. Schon mit "Alien" drehte Ridley Scott einen Meilenstein des Science-Fiction-Films, mit Blade Runner kam gleich der zweite hinterher. Obwohl der Film mittlerweile 25 Jahre alt ist, kann er noch heute begeistern.

Bisher war in Europa nur der Directors Cut erhältlich. Im Gegensatz zur US-Kinoversion verzichtet dieser auf den Voice-over und hat ein anderes Ende. In der "Ultimativen Sammlerversion" kommt nun die dritte Schnittfassung: Der "Final Cut" von Ridley Scott. Dies ist nun die Version, die Ridley Scott schon immer wollte.

Nach dem Anschauen des Final Cuts stellt man sich dann jedoch die Frage: Was hat sich hier zum Directors Cut eigentlich geändert? Beim Anschauen werden höchstens Hardcore-Fans, die den Film schon mehr als zehnmal gesehen haben, Unterschiede feststellen. Einige Szenen wurden digital nachbearbeitet, was die Bildqualität sicher verbessert hat, aber am Film selbst nichts ändert. Scheinbar gibt es ein paar Sekunden Unterschied zum Directors Cut, die man aber nur finden dürfte, wenn man weiss, wo man suchen muss.

Begeistern kann die Bild- und Tonqualität. Das ist Referenzniveau und auf DVD wohl nicht besser zu machen. Mit einer 720p-Auflösung darf bezweifelt werden, ob es hier noch einen grossen Unterschied zur HD-DVD bzw. BlueRay-Fassung gibt.

Muss man die neue Schnittfassung unbedingt kaufen? Wer noch die erste DVD besitzt, dem sei die neue Ausgabe unbedingt empfohlen, da die Bildqualität der Erstausgabe doch recht missraten war. Für Fans lohnt sich die Ultimate Collectors Box letztendlich doch, denn hier ist endlich auch die originale Kinoversion (sowohl die US-Version als auch die internationale) auf DVD erhältlich, was bisher nicht der Fall war. Zusätzlich erhält man noch die Arbeitsfassung des Filmes und den originalen Directors Cut. Damit stehen 5 verschiedene Versionen zur Verfügung, was zusammen mit 2 weiteren DVDs mit Making-of und weiterem Zusatzmaterial für viele Stunden Beschäftigung sorgen dürfte. Daher trotz des hohen Preises von 50 Euro eine klare Kaufempfehlung!

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07.08.07: Der Rote Elvis / Red Elvis

Der Rote Elvis

Und mal wieder ein exotischer Filmtip (ich vermute, dass es wohl auch dieser Film nicht in ein Schweizer Kino schaffen wird): Der rote Elvis.

Dieser Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte von Dean Reed, einem amerikanischen Sänger, der 1972 in die DDR übersiedelte. Im Osten Superstar, im Westen kaum bekannt, dürfte dieser Film einige Einblicke hinter die Kulissen eines doch sehr ausgefallenen Lebenslaufes bringen.

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17.06.07: Gratis Filmmusik

Moby film music

Videoamateure kennen mitunter das Problem: Ein Film soll vertont werden. Für den privaten Bereich kann man natürlich einfach alles nehmen, was sich so finden lässt. Aber spätestens wenn es darum geht, den Film auch anderen Leuten zu zeigen, wird es schwieriger. Denn für öffentliche Vorstellungen oder selbst einen Clip auf der Webseite wird eine Genehmigung des Komponisten sowie eine Lizenz der GEMA/SUISA benötigt.

Ein Musiker, der gemerkt hat, dass dies für Amateure und Independant-Filmproduzenten oft nicht finanzierbar ist, ist Moby. Auf seiner Webseite bietet er momentan fast 100 Musikstücke an, die für nichtkommerzielle Produktionen gratis genutzt werden dürfen. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Sollte eine Produktion evtl. später doch kommerziell genutzt werden, können die Stücke auch für diesen Zweck lizensiert werden, wobei die Einnahmen durch diese Lizenzen für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden.
Mehr Details gibt es auf der Filmmusik-Homepage von Moby.

Wie in Deutschland und der Schweiz die Rechtslage mit GEMA und SUISA aussieht, ist mir momentan aber noch nicht ganz klar.

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26.04.07: Endlich: Inland Empire startet in den Kinos

Filmposter Inland Empire

Nach langem Warten ist es nun endlich soweit: David Lynch dreieinhalbstündiges Epos Inland Empire startet in den deutschschweizer und deutschen Kinos. Da ich den Film noch nicht gesehen habe, gibt es hier noch keine Anmerkungen von mir. Allerdings sehen die Filmkritiken doch sehr positiv aus:

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24.04.07: Lokaltip Zürich: Total Recall - Das Festival des nacherzählten Films

Es ist wieder soweit: Nach einem phänomenalen Einstand im Jahr 2006 gastiert Total Recall - Das Festival des nacherzählten Films auch im Jahr 2007 wieder in der Zürcher Gessnerallee. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, der sollte einfach mal auf die Homepage von Total Recall schauen. Unter "Ansehen" kann man hier auch die Preisträger des vergangegen Jahres anschauen.

Mein Fazit des letzten Jahres: Einige Highlights, einige Enttäuschungen, aber vor allem habe ich hier auch einige Filme kennengelernt, die ich mir mittlerweile auch angeschaut habe. Nun muss ich es nur noch schaffen, bis zum 12.5. endlich mal "Aguirre, der Zorn Gottes" zu schauen (Platz 3 im letzten Jahr, auch diese Nacherzählung ist online zu finden).

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23.04.07: Filmtip: Full Metal Village

Heute stiess ich zufällig auf ein paar Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm Full Metal Village. Das sieht endlich mal wieder nach einem Dokumentarfilm aus, der auf der einen Seite die Personen gefühlvoll portraitiert, auf der anderen Seite aber durchaus humorvoll daherkommt.

Worum geht es? Es geht um das Dorf Wacken, das eigentlich von der Landwirtschaft lebt, einmal jährlich aber Austragungsort eines der grössten Heavy-Metal-Festivals ist. Dass die Regisseurin auch noch aus Korea kommt, sorgt für einen spannenden Blick hinter verschiedene Kulturen.

Allerdings dürfte es eher schwierig werden, diesen Film in einem Schweizer Kino zu sehen. Das bleibt vermutlich nur das Warten auf die DVD.

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12.04.07: Stanley Kubrick Ausstellung und Retrospektive im Sihlcity

2001 - Odyssee im Weltraum

Eigentlich habe ich mich ja schon gefragt, wozu Zürich nun noch ein grosses Shopping-Center braucht. Aber die Betreiber geben sich wirklich Mühe, auch Menschen dorthin zu locken, die Einkaufszentren eher meiden.

So gastiert ab dem 26. April die Stanley Kubrick-Austellung des Deutschen Filmmuseums in den Sihlcity-Austellungsräumen. Gleichzeitig läuft im dortigen Multiplex eine Stanley-Kubrick-Retrospektive. Das ist definitiv mehr, als man normalerweise von einem modernen Multiplexkino erwarten kann.

Also werde ich wohl auch mal den Weg zur Sihlcity antreten müssen...

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26.01.07: Lord of War

Hollywood traut sicher wieder etwas. In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts waren kaum Filme zur Lagen in den Krisengebieten dieser Welt zu sehen. Man hatte den Eindruck, dass das früher anders war. Man denke nur an Filme wie Under Fire oder Romero, die in den 80er Jahren entstanden.

Doch mittlerweile hat sich hier wieder etwas getan. Syriana versucht gleich das gesamte Weltgeschehen in einem Film zu erklären, scheitert aber daran, dass die Sache deutlich komplexer ist, als man in einem normalen Spielfilm vermitteln kann.

Ganz anders geht Lord of War an die Problematik des illegalen Waffenhandels heran: keine Erklärungen! Und das ist gut so. Denn einfache Schuldzuweisungen an einzelne beteiligte Regierungen machen wenig Sinn, da von diesem schmutzigen Geschäft viele profitieren. Der Film zeigt aber überspitzt auch sehr gut, wie man einfach wegschauen kann, um das Problem zu verdrängen. Das Ganze ist äusserst zynisch verpackt, was evtl. den einen oder anderen Zuschauer verwirren oder sogar abschrecken könnte.  Alleine die Startszene ist kaum zu überbieten.

Das Ergebnis: Der Film ist unterhaltsam (das muss nämlich nicht ausgeschlossen sein), der Zuschauer schüttelt regelmässig mit dem Kopf. Echte neue Erkenntnisse wird man nicht bekommen, aber evtl. denkt man später darüber nach, was denn in den Krisenregionen Afrikas eigentlich vor sich geht und wie auch die gesamte westliche Welt (und nicht nur die) daran mitschuldig ist. Im Idealfall, fragt man sich dann, was man selbst unternehmen kann. Und damit hätte der Film sein Ziel erreicht!

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20.01.07: DVDs für 10 Franken gratis

Exsila.ch

Meine DVD-Sammlung ist recht gross, und ab und zu sind darunter doch einige Filme, die ich wohl nie weider schaue. Natürlich könnte man die bei Ricardo verkaufen, bei Filmen abseits des Mainstreams sind die erzielbaren Preise dort aber nicht so toll. Ideal wäre es eigentlich, die DVDs einfach gegen andere einzutauschen. Genau das ist bei Exsila.ch möglich. Man registriert siene überflüssigen DVDs und bietet diese an. Für die Einnahmen kann man von anderen Mitgliedern DVDs bestellen. Das Ganze ist (zumindest heute) völlig kostenlos, lediglich die Versandkosten zahlt jedes Mitglied.

Wenn Sie sich übrigens über diesen Link anmelden, gibt es ein Startguthaben von 10 Exsila-Doller (=10 Schweizer Franken) geschenkt, mit dem man sofort von anderen Mitgliedern DVDs einkaufen kann. Gerade ältere Filme gehen oft für weniger als 5 Franken über den virtuellen Ladentisch, sodass man mit diesen 10 Franken schon richtig etwas anfangen kann. Es muss lediglich eine einzige eigene DVD angeboten werden (und irgendeine DVD, die man loswerden will, liegt bestimmt bei den meiste rum). Und das ganze wirklich ohne Haken!

Die Betreiber weisen darauf hin, dass der Dienst während der Beta-Phase gratis ist. Es ist davon auszugehen, dass irgendwann auch Gebühren eingeführt werden, jedoch dürfe das nur funktionieren, wenn die Gebühren entsprechend niedrig sind. Insofern ist kaum damit zu rechnen, dass sich der Service in Zukunft zur teuren Abzockerei entwickelt.

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18.01.07: Serien, die unbedingt auf DVD erscheinen sollten

Mittlerweile ist nun endlich die 2. Staffel von Twin Peaks auf DVD erschienen. Es hat lange (fast 5 Jahre) gedauert, nachdem die erste Staffel seit 2002 im Handel erhältlich war.

Schaut man sich die DVD-Regale im Fachhandel an, sollte man meinen, dass so ziemlich jede TV-Serie mittlerweile auf DVD erhältlich ist. Leider ist das bei einigen grossartigen Serien im deutschsprachigen Raum allerdings immer noch nicht der Fall.

Hier nur ein paar Beispiele und gleichzeitig auch Wünsche an die DVD-Produzenten:

  • McCallum
    Dieser britische 8-Teiler ist wohl die düsterste Gerichtsmedizin-Serie. Hier gibt es eigentlich keine Helden, selbst die Hauptfigur hat zu viele Fehler um als leuchtende Persönlichkeit dazustehen.
    Die UK-DVD bietet leider keine Untertitel und die unterschiedlichen Dialekte sind im englsichen Original teilweise recht schwer verständlich.
  • Murder One - Case 1
    Auch diese Serie war ein Meilenstein der TV-Serien-Produktion. Es geht grösstenteils um einen einzigen Mordfall, dessen Auflösung erst erst am Ende der ca. 20 Folgen gibt.
    Einige Jahre später wurde eine 2.Staffel produziert, die aber deutlich anfällt.
    Die UK-DVD ist recht brauchbar, da die Sprache gut verständlich ist und englische Untertitel verfügbar sind.
  • ReGenesis
    Diese spannende kanadische Serie läuft derzeit auf arte. Optisch erinnert vieles an CSI & Co., jedoch widmet sie sich viel stärker den beteiligten Personen, was sie aus meiner Sicht deutlich interessanter macht als die US-Vorbilder.
    Die UK-DVD bietet leider weider mal keine Untertitel und natürlich nur den englischen Originalton.
    Da die Serie ja gerade erst auf arte läuft, gibt es wohl noch Hoffnung auf eine deutsche DVD.
  • Cheers
    Eigentlich ist es erstaunlich, dass fast alle US-Comedyserien mittlerweile auf deutschsprachigen DVDs erhältlich sind, nur diese nicht. Warum gibt es "Golden Girls" auf DVD, aber nicht "Cheers"? Vielleicht kommt da ja noch etwas.

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14.01.07: Humphrey Bogart

Humphrey Bogart

Heute vor 50 Jahren starb Humphrey Bogart. Das sollte man doch mal wieder die Casablanca-DVD rausholen. Natürlich hat er noch in vielen anderen Klassikern mitgespielt, wie z.B. Die Spur des Falken oder African Queen, aber Casablanca bleibt die Rolle seines Lebens. Selbst wer denkt, den Film in- und auswendig zu kennen, sollte sich die Special-Edition auf DVD besorgen, denn diese bietet extrem viel und vor allem spannendes Zusatzmaterial.

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11.01.07: Inland Empire

Inland Empire

Es ist soweit: Heute startet Dvaid Lynchs neuer Film "Inland Empire" in Deutschland. Die Schweizer müssen sich noch gedulden, denn bisher ist immer noch kein Schweizer Starttermin bekannt. Eigentlich ist das ein Grund mal kurz über die Grenze zu fahren, denn dieser Film scheint wieder ein klassischer David-Lynch-Film zu sein. 3 Stunden Alptraum-Fantasien lassen vermuten, dass dagegen selbst "Lost Highway" und "Mulholland Drive" zurückstehen dürften und dieser Film nur für überzeugte David-Lynch-Fans erträglich sein dürfte.

Update: Der 11.1. war ursprünglich als Starttermin angekündigt, mittlerweile wurde er jedoch scheinbar auf den 26.April verschoben. Hoffen wir mal, dass er wenigstens zeitgleich in der Schweiz startet.

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10.01.07: Zeitreisefilme

Zurück in die Zukunft

Im Science-Fiction-Genre sind Zeitreisen recht beliebt. Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand sind Zeitreisen nicht möglich, daher kann man ganz wilde Theorien aufstellen, was man mit Zeitreisen anfangen könnte und vor allem, was man verändern könnte. Interessant ist es zu beobachten, wie unterschiedlich das Thema in verschiedenen Filmen interpretiert wird:

Die Zeitmaschine

H.G.Wells Roman lieferte die Vorlage für verschiedene Verfilmungen. Der Besucher reist mit der Zeitmaschine nur in die Zukunft und beobachtet dort, wie sich die Menschheit weiterentwickelt hat.

Sehr ähnlich funktioniert auch

Planet der Affen

Jedoch bleibt der Zuschauer hier während des Films im Unklaren, dass eigentlich eine Zeitreise stattgefunden hat und geht davon aus, dass die Handlung nicht auf der Erde stattfindet. Nur nach und nach bekommt man Hinweise darauf, dass die Handlung auf der Erde stattfinden könnte, was allerdings erst am Ende des Films bestätigt wird.

Zurück in die Zukunft

Hier findet man eine klassische "Reperaturstory". Die Akteure reisen durch die Zeit, um in der Vergangenheit gemachte Fehler zu korrigieren. Änderungen an der Vergangenheit beeinflussen hier direkt und unmittelbar die Gegenwart und sogar den Akteur, der in die Vergangenheit gereist ist. Das führt dazu, dass solche Zeitreisen auch für den Zeitreisenden höchstgefährlich sind. Dadurch ergibt sich ein starker Spannungsbogen, der zusammen mit der Umsetzung als Komödie für einen Kinoerfolg sorgte.

Star Trek IV - Zurück in die Vergangenheit

scheint ähnlich zu funktionieren, jedoch ist das nicht der Fall. Hier werden in der Vergangenheit keine Fehler korrigiert, sondern es werden lediglich Objekte (in diesem Falle Buckelwale) aus der Vergangenheit in die Zukunft transportiert. Da auch das nicht ohne Verwicklungen klappt, ist dieser Film mit Abstand der lustigste Star-Trek-Film und auch Zuschauern zu empfehlen, die sonst eher einen Bogen um dieses Genre machen.

12 Monkeys

Auch hier scheint es möglich zu sein, Objekte aus der Vergangenheit in die Zukunft zu transportieren, jedoch erfährt man das nur am Rande. Die Zeitreisenden sind hier aber im Wesentlichen nur Betrachter - es wird nicht versucht, die Vergangenheit zu verändern, sondern lediglich sie zu verstehen, um daraus Massnahmen in der Gegenwart abzuleiten.

Babylon 5

Die Zeitreise in Babylon 5 kann sowohl Menschen als auch Objekte transportieren, jedoch funktioniert das eher zufällig und ist kaum zu steuern. Daher ist die Zeitreise hier keine nutzbare Technologie, sondern lediglich ein Stilmitteln, um einen grossen Handlungsbogen um den eigentlichen Zeitrahmen der Serie zu legen. Das funktioniert sehr gut und ohne auffallende logische Fehler.

Donnie Darko

Hier dient die Zeitreise im Wesentlichen dazu, aus einem "normalen" Highschool-Film einen Mystery-Thriller zu machen. Obwohl sehr viel über Zeitreisen gesprochen wird, bekommt der Zuschauer kein klares Konzept und die eigentliche "Philosophie des Zeitreisens" (die sogar als Buch in diesem Film auftaucht) bleibt eher verschwommen und lässt viel Interpretationsspielraum. Letztendlich dürfte gerade dies zum langfristigen Erfolg des Filmes durch eine wachsende Fangemeinde beigetragen haben (die ersten Einspielergebnisse in den USA waren eher mässig, in Deutschland lief der Film garnicht erst im Kino).

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08.01.07: ReGenesis

ReGenesis

Seit langem habe ich das erste Mal wieder angefangen eine neue Serie zu schauen: ReGenesis. Hätte ich die Ankündigung auf einem Privatsender gesehen, hätte ich mir das eher verkniffen, denn die Zutaten wie Killerviren und menschliche Klone klingen doch eher wie schlechte Fantasien. Da die Serie allerdings auf arte läuft, habe ich doch mal reingeschaut. Tatsächlich wirkt die Idee doch sehr realitätsfern und die "wissenschaftlichen" Teile wirken doch recht konstruiert und teilweise unfreiwillig komisch (schwer vorstellbar, wofür bei einer DNA-Untersuchung ein Bunsenbrenner gebraucht werden könnte). Hier muss man einfach daran denken, dass es sich um pure Fiktion handelt und nicht der aktuelle Stand der Gentechnik und Virologie dargelegt werden soll.

Dennoch habe ich nach der ersten auch noch die zweite Folge angeschaut. Warum eigentlich? Der Erzählstil ist modern, aber das ist auch bei anderen Serien zu finden (CSI fällt mir da gerade ein, obwohl mich diese Serie nicht fesseln konnte, sodass es dort nur für 2-3 Folgen gereicht hat). Aber das entscheidende: Es wird eine fortlaufende Story erzählt. Das ist bei TV-Serien leider sehr selten der Fall (das Vorbild ist in dieser Hinsicht sicherlich Twin Peaks, aber auch Babylon 5 entwickelte ab der 2. Staffel einen starken Handlungsbogen, der sich kaum in einzelne Folgen pressen lässt). Und auch am Ende von Folge 2  ist die Story nicht zu Ende erzählt, also werde ich wohl in der nächsten Woche auch die nächsten beiden Folgen schauen...

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10.12.06: Michael Mann: Collateral

Nachdem die Collateral-Special Edition jetzt endlich im Preis gesunken war, habe ich mir den Film nun auch zugelegt. Da ich Michael Manns vorherige Filme (vor allem Heat und "he Insider) sehr mag, musste ich mir auch mal Collateral anschauen.

Und Michael Mann schafft es wieder einen einzigartigen Film abzuliefern - fast zumindest. Optik und Musik sind modern und dennoch nicht Mainstream. Die Optik erinnert zeitweise an Blade Runner (dann muss ich auch mal wieder schauen). Im Gegensatz zum dreistündigen Heat schafft es das Drehbuch hier aber leider nicht die beiden Hauptpersonen klar zu characterisieren. Die Gespräche der beiden sind stellenweise zwar nett anzuhören, bleiben aber doch an der Oberfläche.

Scheinbar hatten die Produzenten vorhergesehen, dass der Film nicht unbedingt als klassisches Starkino durchgehen würde. Was kann man dagegen tun? Man verpasst dem Film ein klassisches Ende, was man so in tausenden anderer Hollywood-Filme bereits gesehen hat (kurz zusammengefasst: Killer jagt Freundin von Taxifahrer, Taxifahrer rettet Freundin und tötet Killer). Die letzten 20 Minuten sind zwar recht spannend, machen aber leider das eigene Profil des Filmes total kaputt. Hier hätte ich mir mehr Mut gewünscht. Wenigstens auf die Frau hätte man verzichten können, zumal Frauen in diesem Film (im Gegensatz zum bereits genannten Heat) wirklich gar keine Rolle spielten und das Ganze daher sehr konstruiert wirkt.

Insgesamt leider nur 7/10 Punkten, obwohl der Film das Zeug zu 10 Punkten gehabt hätte!

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30.11.06: Filme mit Queen-Music

Die lustigste Szene im Film "Shaun of the Dead" (der aus meiner Sicht tolle Szenen hat, aber insgesamt doch überbewert ist) ist zweifellos die Verteidigung gegen Zombies zu Queens "Don't stop me now". Hierbei erinnert man sich gerne an eine ebenso durchgeknallte Szene: die Autofahrt zu "Bohemian Rapsody" aus "Waynes World".

Und natürlich wären noch die beiden Filme zu erwähnen, zu denen Queen praktisch den gesamten Soundtrack beisteuerte: "Flash Gordon" und "Highlander".

Laut IMDB existieren aber noch zahlreiche andere Filme, in denen Queen-Musik verwendet wurde.

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16.11.06: Inland Empire Website online

Jetzt gibt es schon mal eine Website zum neuen David-Lynch-Film Inland Empire. Momentan leider noch ohne jeglichen Inhalt, aber in den nächsten Tagen sollte sich da etwas tun.

Update 1.12.
Mittlerweile sind nun einige Sachen verfügbar, auf die Trailer wartet man aber immer noch.

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15.11.06: David Lynch, eine Kuh und "Inland Empire"

David Lynch sitzt mit einer Kuh in Hollywood und erklärt den Zusammenhang zwischen Inland Empire und der Kuh: "Cheese is made from milk". Damit wäre dann wohl alles klar - oder doch nicht? Viel aufschlussreicher ist das gesamte Video nicht. Ist das wirklich ein Privatvideo oder ein geschickt gemachter Promo-Clip? Keine Ahnung, aber ich werde immer neugieriger auf Inland Empire.

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08.11.06: Twin Peaks - Staffel 2 ab Anfang Januar 2007

Jetzt ist es bestätigt: Die zweite Staffel (erste Hälfte) von Twin Peaks wird am 4.1. erhältlich sein, am 1.3. folgt dann die zweite Hälfte der 2. Staffel. Im Oktober 2007 erscheint dann noch eine eine Sonder-Edition der 2. Staffel als The Complete Mystery. Es ist damit zu rechnen, dass diese Edition zusätzliches Bonusmaterial enthält. Da fällt die Entscheidung wieder sehr schwer, ob man am 4.1. schon zuschlägt oder noch über ein halbes Jahr abwarten soll. Nach 5 Jahren warten, hält man es vielleicht auch noch ein paar Monate länger aus. Andererseits ist es fraglich, ob auf den angekündigten 6 DVDs viel zusätzliches Material zu finden ist. Wenn ich mehr weiss, gibt es die neuen Infos wieder hier im Blog.

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07.11.06: Samurai-Filme

 

Als ich am Sonntag-Abend gerade mal wieder "Ronin" geschaut habe, fiel mir auf, dass es doch so einige Filme gibt, die zwar nicht unbedingt direkt von Samurai handeln, das Thema aber mehr oder weniger zitieren.

Aufs erste fallen mir ein:

  • Die sieben Samurai von Akira Kurosawa
    Natürlich der Klassiker, zu diesem Film muss man wohl nichts mehr sagen
  • Die glorreichen Sieben von John Sturges
    Verlagert das Thema der Sieben Samurai einfach in den Wilden Westen und hat es geschafft, ein Klassiker wie das berühmte Vorbild zu werden
  • Der eiskalte Engel von Jean-Pierre Melville
    Alain Delon überzeugt als Einzelgänger. Der Vorspann "Es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, es sei denn die eines Tigers im Dschungel" erklärt den Originaltitel "Le Samourai". Warum dieser Klassiker bis heute nicht als deutschsprachige DVD existiert, ist mir völlig unerklärlich.
  • Ghost Dog - Der Weg des Samurai von Jim Jarmusch
    Forest Whitaker passt so garnicht ins Raster eines Samurai-Darstellers. Aber gerade das macht einen Teil des Reizes dieses wunderbaren Filmes aus.
  • Ronin von John Frankenheimer
    verlegt das Thema in die Gegenwart und präsentiert Ex-Agenten, denen der Feind abhanden gekommen ist. Für einen Film, der erst ein paar Jahre alt ist herrlich altmodisch (und das ist hier unbedingt als Kompliment aufzufassen!).
  • The Twilight Samurai von Hiroyuki Sanada
    Diesen Film wollte ich schon seit längerem mal schauen, was ich bisher leider noch nicht geschafft habe.
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