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Klaus Kinski/Werner Herzog
| Produktionsjahr: | 2004 |
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| Laufzeit: | 627 Minuten |
| Altersfreigabe: | FSK-16 |
| Bildformat: | (16:9 anamorph) |
| Verpackung: | Box Set |
| DVD-Format: | DVD-5 (einseitig, einschichtig) |
| Audiospuren: | Deutsch Dolby 5.1 Englisch Dolby 2.0 |
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Das Gesamtwerk des Duo Infernale
Der Schauspieler und Rezitator Klaus Kinski war bereits in über 100 deutschen und internationalen Produktionen auf der Leinwand zu sehen, bevor er dem Regisseur Werner Herzog begegnete. Das begnadete Enfant terrible und der Autorenfilmer bildeten für fünf Spielfilme ein kongeniales Duo, denn beide waren bereit, für ihre Filme bis an ihre Grenzen und darüber hinaus zu gehen. Die Dreharbeiten waren geprägt von ihrr Hassliebe zueinander und den legändären Wutausbrüchen des Schauspielers. Doch gemeinsam schufen sie Werke, die Weltruhm erlangten und noch heute zum Besten des deutschen Films überhaupt gehören.
1. Aguirre - Der Zorn Gottes Ein besessener Eroberer - ein wahnsinniger Plan
In den peruanischen Anden des 16. Jahrhunderts ist ein spanischer Expeditionszug auf der Suche nach dem sagenumwobenen Goldland "El Dorado". Der fanatische Lope de Aguirre (Klaus Kinski) zettelt einen Aufstand gegen den Anführer der Gruppe an, lässt ihn festnehmen, von einem Scheingericht zum Tode verurteilen und hängen. Besessen von der Idee, in El Dorado mit seiner Tochter eine absolute Dynastie zu gründen, treibt Lope de Aguirre mit einer Gruppe ohnmächtiger Gefolgsleute auf einem Fluß den Amazonas hinunter. Er lässt die Mannschaft in einem Delirium aus Fieber, Hunger und Indianerangriffen vor die Hunde gehen. Mit Macht und Ruhmgier geladen wie mit Dynamit. Er nennt sich "Der Zorn Gottes".
2. Woyzeck Opfer - Täter - Getriebener ?
Mitte des 19. Jahrhunderts in einer kleinen Garnisonsstadt: Der Infanterist Franz Woyzeck (Klaus Kinski) reibt sich auf, um seine Geliebte Marie und ihr gemeinsames, uneheliches Kind zu ernähren. Der Militärdienst ist hart und stumpfsinnig, seine Vorgesetzten verhöhnen ihn, wo sie nur können. Der Sold reicht nicht aus, so dass er sich neben anderen Aushilfstätigkeiten von einem Arzt zu medizinischen Experimenten missbrauchen lässt, die ihn gesundheitlich fertig machen. Gedemütigt und geschunden muss er feststellen, dass Marie ihn mit einem Tambourmajor betrügt. Er ist ausser sich vor Eifersucht. Phantasien vom "Totstechen" verfolgen ihn. Er besorgt sich ein Messer.
3. Nosferatu - Phantom der Nacht Hommage an Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens"
Jonathan Harker ist alles andere als begeistert, als er den Auftraag erhält, von Wismar ins ferne Transsylvanien zu reisen. Dort interessiert sich ein gewisser Graf Dracula (Klaus Kinski) für den Kauf eines Hauses in der Hansestadt. Schweren Herzens verabschiedet er sich von seiner geliebten Frau und reitet los. Er ahnt nicht, welches Grauen ihn erwartet. "Das was ich darstelle, ist auch in mir. Es ist ein Schrei nach Liebe, der Ausdruck der Verzweifelung oder der Hoffnung. Insofern bin ich selbst Nosferatu." Klaus Kinski
4. Fitzcarraldo "Ein Film wider die Natur" Werner Herzog
Iquitos um die Jahrhundertwende: Ein Haufen verrotteter Bretterbuden auf schlammigem Boden, bevölkert von nackten Kindern und Schweinen. In dieser grotesken Urwald-Szenerie träumt Brian Sweeney Fitzgerald, genannt Fitzcarraldo (Klaus Kinski), von abendländischer Kultur und von grosser Oper. Er ist besessen von der Vorstellung, inmitten des Amazonas Urwaldes Verdi zelebrieren zu lassen. Dafür braucht er Geld und deshalb muss ein gewaltiger Damper über den Berg geschleppt werden, von einem Fluss in einen anderen, um einen durch Stromschnellen unpassierbaren Teil zu umgehen und dadurch zu einem noch nicht ausgebeuteten Kautschukfeld zu gelangen. Mit der Stimme von Enrico Caruso, des grössten Sängers aller Zeiten von einer Schellack-Platte, betört er einen Indianer-Stamm, mit dessen Hilfe er das Unmögliche zu vollbringen scheint.
5. Cobra Verde Ein schillerndes Spektakel um Größe und Wahnsinn
Im Brasilien des frühen 19. Jahrhunderts wird der Bandit Francisco Manoel da Silva - genannt Cobra Verde (Klaus Kinski) - von einem reichen Zuckerrohrhändler zum Verwalter einer Plantage und Aufseher über 600 Sklaven gemacht. Das unbändige und wütende Temperament des Emporkömmlings wirkt auf die feine Gesellschaft beängstigend. Nachdem er drei minderjährige Töchter seines Herren geschwängert hat, schickt dieser ihn als Sklavenhändler auf den schwarzen Kontinent - in der Hoffnung, dass die afrikanischen Stämme ihm den Garaus machen werden. Aber Cobra Verde setzt sich auch in der neuen Umgebung mit Geschick und Brutalität durch, wird Vizekönig und führt das Land gar mit einem von ihm trainierten Amazonenheer in die Revolution.
6. Mein liebster Feind Eine faszinierende Dokumentation über das Duo Infernale
Klaus Kinski starb in der Nacht vom 22. auf den 23. November 1991 im Alter von 65 Jahren in seinem Haus in Lagunitas an einem Herzinfarkt. Acht Jahre später geht Werner Herzog den Spuren des selbstzerstörerischen Schauspielers nach und bereist abermals die unwegsamen Drehorte ihres gemeinsamen Schaffens, spricht mit den Teams und den Indios, die als Träger und Statisten beteiligt waren. Sie erinnern sich noch genau an ihre Angst vor Kinskis hyserischen Wutausbrüchen. Mit "Mein liebster Feind" schuf Werner Herzog nicht nur ein Portrait eines außergewöhnlichen Schauspielers und Menschen, sondern berichtet auch von Pannen bei den Dreharbeiten, die seiner eigenen Filmbesessenheit zuzurechnen sind. |
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