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05.06.07: Weiter im Regen

Leider brachte der nächste Tag keine Besserung der Wetterverhältnisse. Es blieb regnerisch. Also beschlossen wir weiterzufahren. In Sarina besuchten wir noch eine Zuckerfabrik, aber an eine echte Werksbesichtigung war nicht zu denken. Dennoch erhielt man während einer Führung einen kleinen Einblick in die Zuckerproduktion und auch etwas Eigenwerbung der Zuckerindustrie (z.B. dass Ethanol ein sehr umweltfreundlicher Treibstoff für Autos wäre - über die Folgen von Monokulturen schwieg man sich lieber aus).

Danach fuhren wir weiter in den Süden in der Hoffnung, dort besseres Wetter anzutreffen.  In Rockhampton blieb es sogar trocken - vorerst. Während der Nacht fing es jedoch wieder an zu regnen und wir mussten feststellen, dass unsere hinteren Fenster auch im geschlossenen Zustand nicht dicht waren, weshalb am Morgen nicht nur die Schlafsäcke nass waren.
Einen geplanten Ausflug auf Great Keppel Island liessen wir in Anbetracht der Wettervorhersage (Regen auch für die nächsten 3 Tage) ausfallen.
Stattdessen unternahmen wir noch einen kurzen Ausflug in der Stadt, wobei Rockhampton sicherlich keine Touristenattraktion darstellt.

Am Nachmittag wollten wir dann noch den Botanischen Garten besuchen. Dieser erwies sich als echter Geheimtip - eine weitläufige und sehr gepflegte Anlage, in der auch viele Tiere zu Hause sind - vor allem natürlich Vögel, aber auch eine grosse Schildkrötenkolonie.  Bereitete es uns auf der Tour durch den Garten noch Probleme, die fabelhaft farbigen Allfarb-Loris zu beobachten, so war dies im Cafe kein Problem mehr. Sowie ein Besucher auch nur den Versuch unternahm, etwas im Freien zu essen, belagerten diese Vögel den Tisch um auch etwas abzubekommen. Sie besassen praktisch keinerlei Scheu mehr, eines dieser Tiere sprang mir sogar auf die Hand. Für das im angeschlossenen Shop angebotene Futter schienen sie sich allerdings nicht zu interessieren - menschlisches süsses Gebäck war wohl eher nach ihrem Geschmack.

Am späten Nachmittag traten wir die Weiterreise Richtung Süden an, wo wir in Gin Gin übernachteten. Dieser Ortbeschreibt sich im Prospekt der lokalen Tourismusbehörde bezeichnenderweise als "... halfway to everywhere" und das ist auch schon alles, was es zu sagen gibt. Hier stranden wohl nur Leute, die die 700km zwischen Rockhampton und Brisbane nicht an einem Stück absolvieren wollen. Noch ein paar Highlights von Gin Gin gefällig? Wie wäre es mit dem längsten nicht abgestützten von Hand geschaffenen Tunnel der südlichen Hemisphäre? Klingt doch toll - oder? Dieses "engineering masterpiece" hat nach den Abbildungen allerdings eine Länge von ca. 100 Meter - also vielleicht doch nicht etwas, weswegen man unbedingt einen Zwischenstop einlegen würde. Das spannendste an diesem Tunnel ist wohl noch die dort lebende Fledermaus-Kolonie.

Rubrik: Blog, Australien 2007

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