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16.09.09: Review: UNI-T UT2062CE 60 MHz Digital Speicher Oszilloskop

In letzter Zeit sind die Preise für digitale Speicheroszilloskope durch einige chinesische Anbieter deutlich nach unten gerutscht. Die "klassischen" Anbieter wie HP, Tektronix u.a. stört das noch nicht, da die Zielgruppe für die China-Modelle wohl eher Leute sind, die sich eh kein Gerät der grossen Hersteller gekauft hätten. Der Fokus dieser günstigen Speicheroszilloskope sind wohl eher Bastler, die das Gerät nicht 8 Stunden täglich nutzen.

Aber was bekommt man eigentlich für sein Geld? Ich habe mir kürzlich ein UNI-T UT2062CEgelegt und werde hier über einige Erfahrungen zum Gerät schreiben. Das soll kein vollständiger systematischer Test sein, sondern eher ein paar Bemerkungen zu Sachen, die mir selbst positiv oder negativ auffallen.

Genereller Eindruck

Die Mechanik macht einen brauchbaren Eindruck, die Verarbeitungsqualität ist nicht schlecht. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff.

Ein Haken ist der eingebaute Lüfter, der doch deutlich hörbar ist. Allerdings hatte ich dieses Problem auch mit einem früheren Speicheroszilloskop von Philips. Vermutlich geht nicht nicht um die Abführung grosser Hitze, sondern eher darum, die Wandler relativ kühl zu halten. Wenn der Lüfter stört, kann man das Gerät aber einfach ausschalten, denn es ist in wenigen Sekunden wieder einsatzbereit, was ein deutlicher Vorteil gegenüber Geräten mit Bildröhre ist, die meist einige Zeit brauchen, bis wieder ein Strahl erkennbar ist.

Das Gehäusedesign ist eigentlich recht clever, da man das Gerät stehend und liegend betreiben könnte. Allerdings hat es der Hersteller geschafft, auf der Rückseite einen zusätzlichen Triggereingang anzubringen, der aufgrund des eingesetzten BNC-Steckers soweit aus dem Gehäuse herausragt, dass eben genau der liegende Einsatz nicht möglich ist, da das Gerät dann nicht auf den
4 Füssen steht. Vermutlich hat der Hersteller das erst gemerkt, nachdem man die Buchse dann eingebaut hatte. Eine Abhilfe kann man selbst schaffen, indem man etwas grössere Gummifüsse an der Rückseite anklebt, die höher als die BNC-Buchse sind. 

USB-Anschluss

An der Front findet man eine USB-Buchse, die als Anschluss für einen normalen USB-Speicherstick dient. Damit lassen sich Messwerte, Konfiguration und Bildschirmfotos auf dem USB-Stick speichern. Mit einem USB-Stick, der am PC problemlos lief, hatte das Gerät bei mir Probleme. Der Stick wurde nicht korrekt erkannt. Mit einem anderen ging es problemlos. Systematischer habe ich dieses Problem nicht untersucht, da es mir reicht, einen funktionierenden Stick zu haben.

Bildschirmfotos werden in der nativen Auflösung des Displays von 320x240 Pixeln ausgegeben. Das ergibt natürlich recht winzige Bilder, die nicht unbedingt für grossformatige Projektionen zu gebrauchen sind. Weiterhin wird der Bildschirminhalt mit allen Anzeigen 1:1 gespeichert. Eine Möglichkeit, gewisse Informationen im Bildschirmfoto auszublenden gibt es nicht. Das ist sicher nicht extrem kritisch, aber eine etwas besser auflösende Ausgabe direkt am Gerät wäre natürlich ganz nett.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die Samplewerte selbst zu speichern und daraus am PC dann selbst Grafiken zu produzieren. Hier sind dann deutlich höhere Auflösungen möglich - mit etwas Aufwand natürlich.

Rubrik: Elektronik

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