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26.01.07: Lord of War

Hollywood traut sicher wieder etwas. In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts waren kaum Filme zur Lagen in den Krisengebieten dieser Welt zu sehen. Man hatte den Eindruck, dass das früher anders war. Man denke nur an Filme wie Under Fire oder Romero, die in den 80er Jahren entstanden.

Doch mittlerweile hat sich hier wieder etwas getan. Syriana versucht gleich das gesamte Weltgeschehen in einem Film zu erklären, scheitert aber daran, dass die Sache deutlich komplexer ist, als man in einem normalen Spielfilm vermitteln kann.

Ganz anders geht Lord of War an die Problematik des illegalen Waffenhandels heran: keine Erklärungen! Und das ist gut so. Denn einfache Schuldzuweisungen an einzelne beteiligte Regierungen machen wenig Sinn, da von diesem schmutzigen Geschäft viele profitieren. Der Film zeigt aber überspitzt auch sehr gut, wie man einfach wegschauen kann, um das Problem zu verdrängen. Das Ganze ist äusserst zynisch verpackt, was evtl. den einen oder anderen Zuschauer verwirren oder sogar abschrecken könnte.  Alleine die Startszene ist kaum zu überbieten.

Das Ergebnis: Der Film ist unterhaltsam (das muss nämlich nicht ausgeschlossen sein), der Zuschauer schüttelt regelmässig mit dem Kopf. Echte neue Erkenntnisse wird man nicht bekommen, aber evtl. denkt man später darüber nach, was denn in den Krisenregionen Afrikas eigentlich vor sich geht und wie auch die gesamte westliche Welt (und nicht nur die) daran mitschuldig ist. Im Idealfall, fragt man sich dann, was man selbst unternehmen kann. Und damit hätte der Film sein Ziel erreicht!

Rubrik: Blog, Film

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