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09.08.08: Eine geplante Wespenumsiedlung

In den letzten Wochen gab es einen regen Flugverkehr in unseren Rolladenkasten am Ausgang zum Garten. Da die Wespen an dieser Stelle doch recht störend sind, holten wir uns Hilfe von einem Experten, der das Wespenvolk umsiedeln sollte, und zwar Andi Roost von www.hornissenschutz.ch.

Nach dem Öffnen der Abdeckung des Rolladenkastens zeigte sich dann, dass das Wespenvolk ganze Arbeit geleistet hatte. Das Nest war schon erstaunlich gross und teilweise mit dem Rollo verbunden. Insgesamt dürfte das Nest wohl etwas 300 Tiere beherbergen. Nach einer Stunde waren die meisten flugfähigen Wespen abgesaugt (mit einer sehr interessanten Konstruktion einer Auffangbox und eines Staubsaugers) und man konnte einen Blick auf das ganze Nest werfen. Jetzt zeigte sich leider, dass die Wespen nicht unbedingt darauf geachtet hatten, dass Nest so zu bauen, dass man es leicht entfernen kann. Da das ganze ziemlich grossflächig im Rolladenkasten verbaut war, gab es leider recht wenig Chancen, das Nest im Ganzen zu entnehmen und das Risiko das Nest bei dieser Aktion zu zerstören wurde als recht gross eingeschätzt. 

Nun standen wir vor der Entscheidung, die Insekten dort zu lassen oder eine Umsiedlung zu riskieren. Die Tatsache, dass es sich um Deutsche Wespen handelt, erleichterte die Entscheidung nicht, denn diese Art verlässt im Gegensatz zu den meisten anderen Arten das Nest nicht schon im September, sondern erst gegen Ende Oktober. Letztendlich beschlossen wir dann doch, die Gäste bis zum Herbst bei uns zu dulden. So wurden die abgesaugten Wespen wieder freigelassen und fanden den Weg zurück zum Nest.

Hier nochmals vielen Dank an Andi Roost, auch wenn unserer Mitbewohner immer noch bei uns sind.

Ein wichtiger Tip für alle mit ähnlichen Problemen: Eine Umsiedlung sollte frühzeitig erfolgen, wenn das Nest noch nicht allzu gross ist. Gibt es im Juni regen Flugverkehr, dann hat das Volk die kritische Phase bereits überstanden und die Chance, dass sie wieder verschwinden, ist sehr gering. In diesem Fall sollte man möglichst schnell einen Experten holen und nicht noch lange warten.

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Rubrik: Blog, Natur, Startseite

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