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07.09.07: Xavier Rudd

Xavier Rudd Heute abend gab der Australier Xavier Rudd im Zürcher Rohstofflager ein grandioses Konzert. Schon zu beobachten, wie er gleichzeitig (!!!) 4 Instrumente spielt, ist ein Vergnügen. Auch Xavier Rudd bereitete es sichtlich Vergnügen, in Zürich zu spielen. Inklusive Zugaben dauerte die Vorstellung dann über zweieinhalb Stunden - reichlich Gegenwert für die 38 Franken Eintritt. Wer noch die Möglichkeit hat, eines der weiteren Konzerte der Europatour zu besuchen, dem möchte ich unbedingt an Herz legen, die Gelegenheit nicht zu verpassen. Übrigens: Wem diese Musik gefällt, der sollte mal in die CD "Anonymous" von Tomahawk reinhören. Der Stil ist etwas härter und die musikalischen Vorlagen liegen im Gegensatz zu Xavier Rudd nicht bei den australischen, sondern bei den nordamerikanischen Ureinwohnern. Dennoch wird man einige Parallelen finden.
Rubrik: Musik, Blog

27.08.07: Dual 1229

Dual 1229   Nachdem ich vor kurzem im Keller meine Schallplattensammlung wieder hervorgekramt und durchgesehen hatte, am mir der Gedanke, dass ich mir doch wieder einen Plattenspieler zulegen sollte. Mittlerweile bietet selbst der Mediamarkt (!!!) wieder Vinyl an. Ich hatte mich kurz mit dem Gedanken getragen, einen kompletten Eigenbau zu wagen. Leider sind die dafür erforderlichen Einzelteile wie Plattenteller und Tonarm nur im High-End-Segment zu bekommen und damit ist das ganze kein billiger Spass mehr. Warum also nicht ein gutes gebrauchtes Gerät? Nachdem ich mal rumgeschaut hatte, fand ich einen Dual 1229. Insgesamt scheint es sich dabei wohl um ein recht gutes Gerät (das Dual-Spitzenmodell aus den Jahren 1972/73) zu handeln, was man auch heute noch guten Gewissens betreiben kann. Dem Besitzer des Gerätes war das wohl nicht klar, weshalb der Plattenspieler mit defekter Abdeckung wohl einige Zeit im Keller einstaubte. Da er aber doch recht billig war, wagte ich einen Kauf, auch wenn die Fotos schon nahelegten, dass es sich nicht unbedingt um ein gepflegtes Gerät handelte. Bei der Abholung musste ich feststellen, dass die Fotos nicht untertrieben hatten. Der Zustand des Gerätes war wirklich mitleiderregend. Die Abtastnadel war verbogen und Schmutz fand sich überall. Auch die Zarge machte einen etwas mitgenommenen Eindruck. Glücklicherweise sind Ersatznadeln für dem DM103 recht günstig erhältlich (z.B. bei Hifi-phono-house.com und die Mechanik des Gerätes scheint noch einwandfrei zu funktionieren, sodass ich mich nun doch an eine Restauration heranwagen werde. Was ist zu tun?
  1. Putzen!
  2. Neue Abtastnadel (schon bestellt)
  3. Cinch-Buchsen anbringen (momentan ist noch ein DIN-Stecker dran)
  4. Neue Zarge bauen (Schablone für den Einbraurahmen zu finden auf www.vinylengine.com)
  5. Eventuell noch eine neue Abdeckhaube.
Damit dürfte ich eine Weile beschäftigt sein, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um einen HiFi-Klassiker handelt, der noch dazu genau so alt ist, wie ich selbst, dürfte sich der Aufwand lohnen. Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich wieder berichten. Ach ja: Ich gehöre nicht zu den Leuten, die der Meinung sind, dass Schallplatten besser klingen als CDs. Für mich ist das eher eine emotionale Sache: Schon das grössere Cover macht einfach mehr her als eine unter hunderten CDs im CD-Regal. Aber irgendwie scheint die Schallplatte wieder im Kommen zu sein, wenn selbst die Zeit dem einen Artikel widmet (Achtung! Nicht alles an diesem Artikel sollte man glauben, ohne nachzudenken). Allerdings musste ich feststellen, dass meine LP-Sammlung doch einige Lücken aufweist. Vielleicht hat ja noch jemand ein paar LPs rumliegen und keinen Plattenspieler mehr. Schaut doch einfach mal in meine Suchliste.
Rubrik: HiFi, Blog

25.08.07: Limmatschwimmen 2007

Limmatschwimmen 2007 Nach wetterbedingten Absagen in den letzten 2 Jahren fand heute endlich das 46. Zürcher Limmatschwimmen statt. Das Wetter spielte in diesem Jahr auch wieder mit, 27 Grad Luft- und 21 Grad Wassertemperatur machten das Schwimmen recht angenehm. Dennoch blieb der grosse Ansturm wie im Jahr 2003 (da hatten wir gerade einen Hitzesommer) aus, wodurch man sich auch heute noch problemlos anmelden konnte. Durch Bauarbeiten an der Limmat musste die Strecke allerdings deutlich verkürzt werden. In diesem Jahr war schon kurz hinter dem Landesmuseum Schluss. Aber auch das konnte dem Vergnügen keinen Abbruch tun.
Rubrik: Blog

07.08.07: Der Rote Elvis / Red Elvis

Der Rote Elvis Und mal wieder ein exotischer Filmtip (ich vermute, dass es wohl auch dieser Film nicht in ein Schweizer Kino schaffen wird): Der rote Elvis. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte von Dean Reed, einem amerikanischen Sänger, der 1972 in die DDR übersiedelte. Im Osten Superstar, im Westen kaum bekannt, dürfte dieser Film einige Einblicke hinter die Kulissen eines doch sehr ausgefallenen Lebenslaufes bringen.
Rubrik: Film, Blog

15.07.07: Und nun noch ein Grasfrosch

Grasfrosch Obwohl unser Garten"teich" sicher nicht merh als 200 Liter Wasser fasst, scheint er doch recht beliebt bei Fröschen auf der Durchreise zu sein. Heute war es aber kein Springfrosch wie letzte Woche, sondern nun ein Grasfrosch. Scheinbar ein sehr intelligentes Tier, denn er hatte wohl erkannt, dass ich ihn nur fotografieren wollte und hat mit dem davonhüpfen gewartet, bis ich fertig war.
Rubrik: Blog, Natur

07.07.07: Springfrosch zu Besuch

Springfrosch Ab und zu findet sich in unserem Mini-Gartenteich ein Frosch ein. Heute sass er allerdings im Garten. Nicht ganz freiwillig, da die Katze alles, was sich bewegt, als Spielzeug ansieht. Glücklicherweise hatte der kleine ausser einem gehörigen Schreck wohl keine weitern Schäden davongetragen. Allerdings traute er sich auch nicht, sich irgendwie zu bewegen, da das den Kater wohl zu einer weiteren Spielerei veranlasst hätte. Und seine "Totstellen-und-Abwarten"-Taktik ging sogar auf, denn glücklicherweise bemerkte ich ihn noch, bevor die Sonne ihm Schaden zufügen konnte. Nun hoffe ich mal, dass er beim nächsten Mal einen grossen Sprung ins Wasser macht, wenn wieder eine Katze in der Nähe ist, denn leider zählt der Springfrosch zu den stark gefährdeten Arten. Wer mehr über einheimische Amphibien erfahren will, dem empfehle ich folgende Links:
  • Froschnetz.ch
  • Herpetofauna.at
  • Die Amphibien der Schweiz
Rubrik: Blog

02.07.07: Working Class Hero

John Lennon Im Australienurlaub lief regelmässig im Radio eine Coverversion von "Working Class Hero" von Green Day. Dabei kam mir die Version von Marianne Faithful (vom Album Broken English) in den Sinn. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir noch nicht bewusst war, dass das Original von John Lennon war (vom Album John Lennon and the Plastic Ono Band). Nun musste ich doch mal nachforschen, wer diesen Song wohl noch alles gecovert hat. Dabei stiess ich auf einige andere spannende Versionen: So findet man den Song auch als Bonustrack auf der CD Send away the Tigers von den Manic Street Preachers, auch Ozzy Osbourne und The King haben ihn gecovert. Und als wäre das nicht genug, findet sich auch noch eine Version von Marylin Manson (und die ist wirklich hörenswert!). Die Green Day-Version findet man übrigens auf der CD Make Some Noise. Hierbei handelt es sich um ein Projekt von Amnesty International um auf die Lage der Menschen in Darfur hinzuweisen. Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf dieser CD kommen Amnesty International zugute. Übrigens: Sämtliche Einnahmen aus Amazon-Bestellungen, die über einen Klick auf dieser Webseite getätigt werden, gehen vollumfänglich als Spende an Amnesty International (also nicht nur die Links auf dieser Seite).
Rubrik: Blog, Musik

30.06.07: Die Australien-Reisefotos sind nun online

Känguruhs Diemal hat es ein paar Tage gedauert, aber es ist vollbracht. Ich habe nun eine Reihe Fotos von unserer Australienreise online gestellt. Auf dieser Reise hatte ich gar keinen Fotokamera mehr mit, sondern alle Fotos sind mit der Videokamera gemacht. Einerseits schränkt man sich hierbei mit dem Bildformat ein (denn Hochformat gibt es halt bei Video nicht), andererseits kann man sich damit auf eine Kamera konzentrieren und muss nicht ständig wechseln (und alles doppelt aufnehmen). Zu den Fotos
Rubrik: Reisen, Blog

26.06.07: Nach Luther nun Elsterglanz

Elsterglanz Heute erhielt ich die 2. Anfrage, ob ich die Band "Elsterglanz" kenne. Natürlich kannte ich die nicht, aber die Tatsache, dass 2 Menschen unabhängig voneinander auf die Idee kamen, mich nach dieser Band zu fragen, weckte dann doch mein Interesse. Elsterglanz scheint die erste Band aus Eisleben zu sein, die es zumindest im näheren Umkreis zu einem gewissen Ruhm gebracht hat. Alleine die Verkaufzahlen ihrer CDs, die auf Ihrer Webseite zu finden sind, zeugen von einer steilen Karriere. Aber nicht nur das - es gibt sogar schon einen organisierten Fanclub. Schön sind auch die Lyrics mit netten Worten aus dem Mansfelder Land wie "Arschkrampe", "Schäddel" oder "Kakeln". Empfehlenswert ist es, einfach mal auf deren Webseite zu gehen und den Gesprächen auf der Toilette zuzuhören (einfach etwas warten, bis die Action losgeht).  Dabei erfährt man z.B. auch etwas über den Heiligen Kran und alternative Einsatzmöglichkeiten für Starthilfekabel. Falls es Probleme mit dem Quicktime-Plugin gibt, so ist die entsprechende MP3-Datei direkt hier zu finden. Wem das nicht reicht, der findet auf Youtube auch noch ein Video zum Song "De Mutter von James Bond" und viele andere Videos der Band. Ob die Band an die Popularität von Martin Luther anknüpfen kann ist momentan noch fraglich, aber sie sind wohl auf dem besten Wege.
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19.06.07: Grösser geht's nicht

Larry the lobster Man kann noch weitere spannende Sachen in Australien bemerken. Die Tatsache, dass Australien das einzige Land ist, was einen ganzen Kontinent einnimmt, scheint an manchen Stellen zu Masslosigkeit zu führen. Worauf will ich hinaus? Ständig begegnet man in Australien irgendwelchen überdimensionierten Plastiken. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Kunst, sondern oft lediglich um die Selbstdarstellung eines Ortes oder einer Region. Das erste Objekt, was uns ins Auge springen musste, war Larry the Lobster in Kingston. Diese Hummerplastik ist an ihrer höchsten Stelle 33 Meter hoch (wobei mir diese Messung etwas übertrieben erscheint). Damit dürfte es weltweit sicher die grösste Hummerplastik sein!. Auf der Weiterreise fanden sich dann noch einige solche Objekte. Da wären u.a. die riesige Mango (in einem Gebit, was hauptsächlich für seine Mangoplantagen bekannt ist) und ein riesiges Rind (allerdings immer noch kleiner als Larry the Lobster). Noch nicht genug? Dann gibt es bei wotif.com einige weitere solcher Objekte.
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19.06.07: Fischli & Weiss im Kunsthaus Zürich

Fischli & Weiss im Kunsthaus Zürich Endlich! Seit dem 6. Juni gibt es jetzt im Kunsthaus eine grosse Restrospektive von Werken vom Künstlerduo Fischli/Weiss. Die beiden sind nicht nur die Preisträger des Roswitha-Haffmann-Preises 2006, sondern wohl die international einflussreichsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Mal sehen, wie oft ich mir diese Ausstellung ansehen werde...
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18.06.07: Vegemite

Nach dem Australien-Urlaub fallen mir so ab und zu noch einige Geschichten zum Thema ein. Heute soll es um Vegemite gehen. Vegemite ist ein australischer Brotaufstrich, der aus Hefe gewonnen wird. Gerne wird das ganze wohl zum Frühstück gegessen. Auf Kangaroo Island ist mir das zuerst aufgefallen, da es beim Frühstücksbuffet gleich neben den Marmeladen lag. Irgendwie sprach mich die Konsistenz des Ganzen aber nicht sonderlich an, weshalb ich es glücklicherweise erst einmal auf einer Ecke meines Toasts ausprobierte. Nur gut, dass ich damit nicht den ganzen Toast bestrichen hatte. Denn Vegemite ist mit Abstand das Scheusslichste, was ich mir je zum Frühstück aufs Brot gestrichen habe. Das Gute daran ist allerdings, dass sich der Geschmack sehr einfach beschreiben lässt: Vegemite schmeckt wie ein Brühwürfel. Schwer vorstellbar? Ja, aber trotzdem wahr! Und dieses Zeug scheint sogar recht beliebt zu sein, denn ich fand es noch auf einigen anderen Frühstücksbuffets - habe dann aber einen grossen Bogen darum gemacht.
Übrigens: Bei www.aussiefavourites.com.au kann man Vegemite sogar im 2.5 Kilo-Pack kaufen. Zitat: "This will elevate you from a Vegemite Kid to a Vegemite King!". Wer also plant, sämtliche Geschmacksnerven abzutöten, für den könnte das eine gute Lösung sein.
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17.06.07: Gratis Filmmusik

Moby film music Videoamateure kennen mitunter das Problem: Ein Film soll vertont werden. Für den privaten Bereich kann man natürlich einfach alles nehmen, was sich so finden lässt. Aber spätestens wenn es darum geht, den Film auch anderen Leuten zu zeigen, wird es schwieriger. Denn für öffentliche Vorstellungen oder selbst einen Clip auf der Webseite wird eine Genehmigung des Komponisten sowie eine Lizenz der GEMA/SUISA benötigt. Ein Musiker, der gemerkt hat, dass dies für Amateure und Independant-Filmproduzenten oft nicht finanzierbar ist, ist Moby. Auf seiner Webseite bietet er momentan fast 100 Musikstücke an, die für nichtkommerzielle Produktionen gratis genutzt werden dürfen. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Sollte eine Produktion evtl. später doch kommerziell genutzt werden, können die Stücke auch für diesen Zweck lizensiert werden, wobei die Einnahmen durch diese Lizenzen für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden.
Mehr Details gibt es auf der Filmmusik-Homepage von Moby. Wie in Deutschland und der Schweiz die Rechtslage mit GEMA und SUISA aussieht, ist mir momentan aber noch nicht ganz klar.
Rubrik: Blog, Film

16.06.07: documenta 12

documenta 12 Heute öffnet in Kassel die 12. Ausgabe der documenta. Das ist natürlich ein Grund mal wieder nach Kassel zu fahren, zumal diese Stadt mit den ICE-Verbindungen der Deutschen Bahn optimal erschlossen ist.
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14.06.07: Sydney

Sydney Am Morgen erwachten wir bei strahlendem Sonnenschein. Da musste doch etwas falsch sein! Nach dem Frühstück unternahmen wir noch einen kleineren Spaziergang durch Double Bay, dann ging es weiter zur Fähre, mit der wir in die Innenstadt fahren wollten. Leider fiel die 11 Uhr-Fähre ohne Vorankündigung aus, wenigstens kam eine halbe Stunde später noch eine. Langsam bewölkte sich der Himmel, aber wenigstens blieb es trocken - noch. Um einen kleinen Überblick zu bekommen, drehten wir dann eine Runde mit der Monorail um in Chinatown Mittag zu essen. Als wir den Markt wieder verliessen, regnete es draussen in Strömen - mal wieder. Es war schon schwierig die nächsten 100 Meter zur Monorail zu kommen ohne komplett durchnässt zu sein. Also fuhren wir weiter zum Aquarium, denn an einen Spaziergang durch die Innenstadt war nicht zu denken. Das Aquarium von Sydney ist wirklich einen Besuch wert, sodass wir hier lange Zeit verbrachten. Die Regenintensität wechselte während der Zeit zwischen leichten Nieseln und Wolkenbruch hin und her. Nachdem wir das Aquarium wieder verlassen hatten nahmen wir wieder das Monorail zum Stadtzentrum und wollten eigentlich noch kurz durch die Stadt gehen. Als wir aber ausstiegen, war gerade wieder die Regenphase "Wolkenbruch", sodass wir beschlossen, einfach das erstbeste Taxi zum Hotel zu nehmen. Sydney scheint eine sehr schöne Stadt zu sein, leider waren die Wetterumständen nicht unbedingt dazu geeignet, viele schöne Ecken zu besuchen. Vielleicht beim nächsten Australien-Besuch.

13.06.07: Lamington Nationalpark

Lamington Nationalpark Auf der Weiterfahrt versuchten wir am Sonntag abend in der Nähe eines Nationalparks oder irgendwo sonst in der Natur eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Leider ohne Erfolg. Überall, wo wir nachfragten, erhielten wir die Auskunft, dass am langen Wochenende praktisch alles ausgebucht ist. Also beschlossen wir, in den sauren Apfel zu beissen und nach Brisbane zu fahren. Am nächsten Tag ging es dann weiter zum Lamington Nationalpark. Schon auf der Fahrt dorthin konnten wir spüren, was uns erwarten sollte, denn überall fanden wir grosse Menschenmengen vor, die das lange Wochenende und das schöne Wetter ausnutzen wollten. So war es dann auch im Nationalpark. Da man hier aber ein recht grosses Netz an Wanderwegen vorfindet, verteilten sich die Menschen doch einigermassen, sodass es im Wald nicht allzu laut wurde. So konnten wir im Unterholz auch einige Filander (ähnlich Wallabies, aber noch etwas kleiner) beobachten. Da die Unterkunft in der Binna Burra Mountain Lodge recht angenehm war, beschlossen wir, auch den nächsten Tag noch hier zu verbringen. Am Abend gab es noch eine Digeridoo-Vorstellung, bei der sich zeigte, dass man diesem Instrument auch durchaus witzige Laute entlocken kann und es sich doch um ein sehr vielseitiges Instrument handelt. Weiterhin wurden wir Zeugen, dass einem Stück PVC-Rohr praktisch die gleichen Töne entlockt werden können. Am nächsten Tag unternahmen wir noch einige kleinere Wanderungen, bei denen wir wieder einige Tiere beobachten konnten, u.a. wieder viele Filander, die durchs Unterholz hüpften.
Am nächsten Morgen ging es zurück nach Brisbane, wo wir dem Daisy Hill Koala Center noch einen Besuch abstatteten. Hier konnten wir zwar keine Koalas in der Natur finden (der Park hat eine gewisse Grösse, sodass die Koalas sich gut verteilen können), aber immerhin einige Wallabies und natürlich auch ein paar Lachende Hans (wie ist davon eigentlich der Plural?).
Am Nachmittag ging es dann zum Flughafen und weiter nach Sydney.

09.06.07: Und es geht weiter

Nach der Nacht in Ipswitch wollten wir nochmals nach Brisbane. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt, die uns aber nicht alzu spannend erschien. Da noch reichlich Zeit war besuchten wir noch den Lone Pine Koala Sanctuary. Allerdings handelt es sich hierbei eher um einen Privatzoo, während wir eher einen kleinen Wildpark erwartet hatten.
Am späten Nachmittag reisten wir nach Warwick weiter. Dort wollten wir in einer ehemaligen Abtei übernachten, doch leider war es nicht möglich, dort ohne Voranmeldung ein Zimmer zu bekommen (wir waren wohl die einzigen Gäste und die Vermieterin schien nicht sonderlich interessiert daran, dass wir dort übernachteten). Also verbachten wir die Nacht in einem der zahlreichen Motels dort.
Am nächsten Morgen unternahmen wir noch einen kleinen Ausflug zum nahegelegenen "Queen Mary Fall", wo es doch recht kalt war. Am Nachmittag ging es weiter nach Balendine wo wir Nicoles Onkel noch einen Besuch abstatten wollte. In Stanthorpe wurden wir darauf hingewiesen, dass es schwierig werden könnte, ein freies Hotelzimmer zu bekommen, da dank des "Queens Birthday" Feiertages ein langes Wochenende vor der Tür stand und viele Australier dieses nutzen um ins kühlere Hochland zu gehen. Die meisten ahnten wohl bei der Buchung nicht, was für ein Wetter sie hier erwarten sollte.
Da das Wetter auch am nächsten Tag nicht wirklich berauschend war (regnerisch und ziemlich kalt)  verbrachten wir den Tag bei Nicoles Onkel und unternahmen nicht den geplanten Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark. Wenn wir dorthin früh aufgebrochen wären, wären wir vermutlich sogar auf Schnee gestossen. Auch für die nächste Nacht wird in Tenderfield (nur 30km von hier entfernt) Schnee erwartet.
Heute wurden sogar Teile von New South Wales zur "Nature Catastrophe Zone" erklärt. Die Regenfälle in der Umgebung von Sydney sind die stärksten seit 40 Jahren. Die Wettervorhersage lässt vermuten, dass es noch die nächste Woche so bleiben wird, uns erwartet also auch in Sydney Regen.

06.06.07: Unterschiedliche Reaktionen aufs Wetter

Und wieder Regen. Da unser Camper diesem starken Regen nicht so recht gewachsen war und an das Wasser nachts an den Seitenscheiben eindrang, war das Schlafen im Auto kein Genuss. Die Autovermietung war der Meinung, dass das mit einem anderen Modell wohl gleich wäre. Da es auch die nächsten 2-3 Tage regnen soll, beschlossen wir auf ein normales Auto umzusteigen und doch wieder in Hotels zu übernachten. Die Autovermietung brauchte etwas Zureden, war aber dann doch bereit, den Camper gegen ein normales Auto umzutauschen.
Anschliessend wollten wir in Brisbane übernachten. Das sollte in einer Stadt mit 1.5 Millionen Einwohnern eigentlich kein Problem sein. Leider war das ein Trugschluss, denn im Grossraum Brisbane waren wegen irgendeines Autorennens praktisch alle Hotelzimmer ausgebucht. Letztendlich fanden wir in einem Motel in Ipswitch noch ein Zimmer, was für eine Nacht ausreichen sollte.
Die ausgiebigen Regenfälle lösten auch bei den Einwohnern starke Reaktionen aus. Allerdings nicht die gleichen wie bei uns. Es war durchaus frustrierend zu hören, wie "die stärksten Regenfälle seit über 3 Jahren" im Radio gefeiert wurden und über den tollen Geruch nasser Strassen debattiert wurde. Nun mag Wasserknappheit in Australien schon ein Problem sein. Allerdings fragt man sich dann, wieso fast im gesamten Küstenstreifen Zuckerrohr angebaut wird - eine Pflanze die nur bei reichlich Feuchtigkeit ordentlich wächst.

05.06.07: Weiter im Regen

Leider brachte der nächste Tag keine Besserung der Wetterverhältnisse. Es blieb regnerisch. Also beschlossen wir weiterzufahren. In Sarina besuchten wir noch eine Zuckerfabrik, aber an eine echte Werksbesichtigung war nicht zu denken. Dennoch erhielt man während einer Führung einen kleinen Einblick in die Zuckerproduktion und auch etwas Eigenwerbung der Zuckerindustrie (z.B. dass Ethanol ein sehr umweltfreundlicher Treibstoff für Autos wäre - über die Folgen von Monokulturen schwieg man sich lieber aus).

Danach fuhren wir weiter in den Süden in der Hoffnung, dort besseres Wetter anzutreffen.  In Rockhampton blieb es sogar trocken - vorerst. Während der Nacht fing es jedoch wieder an zu regnen und wir mussten feststellen, dass unsere hinteren Fenster auch im geschlossenen Zustand nicht dicht waren, weshalb am Morgen nicht nur die Schlafsäcke nass waren.
Einen geplanten Ausflug auf Great Keppel Island liessen wir in Anbetracht der Wettervorhersage (Regen auch für die nächsten 3 Tage) ausfallen.
Stattdessen unternahmen wir noch einen kurzen Ausflug in der Stadt, wobei Rockhampton sicherlich keine Touristenattraktion darstellt. Am Nachmittag wollten wir dann noch den Botanischen Garten besuchen. Dieser erwies sich als echter Geheimtip - eine weitläufige und sehr gepflegte Anlage, in der auch viele Tiere zu Hause sind - vor allem natürlich Vögel, aber auch eine grosse Schildkrötenkolonie.  Bereitete es uns auf der Tour durch den Garten noch Probleme, die fabelhaft farbigen Allfarb-Loris zu beobachten, so war dies im Cafe kein Problem mehr. Sowie ein Besucher auch nur den Versuch unternahm, etwas im Freien zu essen, belagerten diese Vögel den Tisch um auch etwas abzubekommen. Sie besassen praktisch keinerlei Scheu mehr, eines dieser Tiere sprang mir sogar auf die Hand. Für das im angeschlossenen Shop angebotene Futter schienen sie sich allerdings nicht zu interessieren - menschlisches süsses Gebäck war wohl eher nach ihrem Geschmack. Am späten Nachmittag traten wir die Weiterreise Richtung Süden an, wo wir in Gin Gin übernachteten. Dieser Ortbeschreibt sich im Prospekt der lokalen Tourismusbehörde bezeichnenderweise als "... halfway to everywhere" und das ist auch schon alles, was es zu sagen gibt. Hier stranden wohl nur Leute, die die 700km zwischen Rockhampton und Brisbane nicht an einem Stück absolvieren wollen. Noch ein paar Highlights von Gin Gin gefällig? Wie wäre es mit dem längsten nicht abgestützten von Hand geschaffenen Tunnel der südlichen Hemisphäre? Klingt doch toll - oder? Dieses "engineering masterpiece" hat nach den Abbildungen allerdings eine Länge von ca. 100 Meter - also vielleicht doch nicht etwas, weswegen man unbedingt einen Zwischenstop einlegen würde. Das spannendste an diesem Tunnel ist wohl noch die dort lebende Fledermaus-Kolonie.

03.06.07: Eungella Nationalpark

Eigentlich sollte es heute auf eine der Whitsunday Island gehen. Bei unserer Abfahrt sah das Wetter auch recht gut aus, aber vor uns lagen noch knapp 200 km. Als wir dann in Airlie Beach ankamen, verhängten dicke schwarze Wolken den Himmel. Auch wenn es noch nicht angefangen hatte zu regnen, war doch in den nächsten Stunden damit zu rechnen. Kurzerhand beschlossen wir, das Programm zu ändern und fuhren weiter Richtung Süden. Von unserem Vermieter in Cape Tribulation war uns noch der Eungella Nationalpark empfohlen worden. Auf dem Weg dorthin wurde das Wetter immer schlechter und wir kamen dann im Regen an. Aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse in unserem Camper und seiner Probleme bei Regen (die Fenster kann man kaum öffnen, da es sonst hereinregnet) beschlossen wir, lieber in einem Hotel zu übernachten. Das Broken River Mountain Retreat bot uns ein trockenes Zimmer und sogar ein Restaurant (mit einem österreichischen Koch).

Beim Einchecken wurden wir noch darüber informiert, dass gleich in der Nähe eine gute Stelle zum Beobachten von Schnabeltieren sei. Diese Beuteltiere sind im Gegensatz zu anderen australischen Säugern ausserorderntlich scheu und daher nur schwer zu beobachten (auf Kangaroo Island schug der Versuch fehl, sie zu Gesicht zu bekommen). Aber heute hatten wir Glück. In der Abenddämmerung konnten wir eines der scheuen Tiere bei der Futtersuche beobachten und feststellen, dass sie kleiner sind, als wir das erwartet hatten. Generell scheint der Beobachtungsplatz nahe des Motels einer der besten in ganz Australien zu sein, da sich die Tiere hier schon etwas an Menschen gewöhnt haben. Lärm mögen sie natürlich trotzdem nicht.

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