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01.09.08: Rumänien - wir kommen

Tulcea Mit dem Germanwings-Flug von Stuttgart kamen wir auf dem Stadtflughafen in Bukarest an. Dieser hat den Vorteil, dass es mit dem Taxi nicht weit zu den Hotels in der Innenstadt ist. Die "Empfangshalle" ist ein echtes Highlight. Das Gepäckband ist geschätzte 6 Meter lang. Es bereitet da viel Spass, mit 200 anderen Personen auf das Gepäck zu warten. Vor dem Flughafen war dann ein ziemliches Verkehrschaos (eigentlich bewegte sich fast nichts). Aber dennoch kamen wir dann noch im Hotel "Monte Nelly" an. Das Zimmer war ordentlich, aber der eigentliche Vorteil des Hotels zeigte sich am nächsten Morgen: Ein sehr gutes Frühstücksbuffett. Ein derartig reichhaltiges Frühstücksangebot ist in dieser Preisklasse eher aussergewöhnlich.
Um 11 Uhr holte uns dann unser Fahrer ab, um uns nach Tulcea zu bringen. Die Fahrt dauerte dann doch etwas 5 Stunden (mit kleineren Pausen), damit hatten wir eigentlich nicht gerechnet. So blieb nicht mehr allzu viel vom Tag übrig, als wir in Tulcea angekommen waren. Allerdings muss man auch nicht viel Zeit einplanen, um die touristischen Highlights Tulceas zu besichtigen: ein paar nette Kirchen, das Unabhängigkeitsdenkmal. Ansonsten zeigt sich Tulcea als übliche Industrie- und Hafenstadt, in der man sich eigentlich nicht allzu lange aufhalten möchte.

19.08.08: This is the end.

Cervelat Nein, heute leider nichts musikalisches, sondern die Hoffnung, dass mit dieser Nachricht die Cervalat-Krise endlich beendet ist. Andererseits ist nicht nur zu befürchten, dass der Tagesanzeiger weiterhin weltbewegende Themen aufgreifen wird. Die letzte Woche war das wichtigste Thema "Massenbesäufnisse" (Artikel 1,2,3,4,5,6,7,8). Wobei sich mir hier die Frage stellt, wie gross die "Massen" wohl gewesen wäre, wenn eine wichtige Zürcher Zeitung nicht tagelang darüber berichtet hätte. Wohlgemerkt: Wir befinden uns hier immer noch in der Kategorie "Qualitätsjournalismus"!

17.08.08: Ein Blick in den Teich ...

Bergmolch während der Metamorphose ... zeigt, dass sich unsere Bergmolche gut entwickeln. Mittlerweile haben einige eine Länge von 4-5cm erreicht und die Beine sind jetzt voll ausgebildet. Allerdings besitzen sie immer noch Kiemen. Die Metamorphose ist also noch nicht abgeschlossen. 

09.08.08: Eine geplante Wespenumsiedlung

In den letzten Wochen gab es einen regen Flugverkehr in unseren Rolladenkasten am Ausgang zum Garten. Da die Wespen an dieser Stelle doch recht störend sind, holten wir uns Hilfe von einem Experten, der das Wespenvolk umsiedeln sollte, und zwar Andi Roost von www.hornissenschutz.ch. Nach dem Öffnen der Abdeckung des Rolladenkastens zeigte sich dann, dass das Wespenvolk ganze Arbeit geleistet hatte. Das Nest war schon erstaunlich gross und teilweise mit dem Rollo verbunden. Insgesamt dürfte das Nest wohl etwas 300 Tiere beherbergen. Nach einer Stunde waren die meisten flugfähigen Wespen abgesaugt (mit einer sehr interessanten Konstruktion einer Auffangbox und eines Staubsaugers) und man konnte einen Blick auf das ganze Nest werfen. Jetzt zeigte sich leider, dass die Wespen nicht unbedingt darauf geachtet hatten, dass Nest so zu bauen, dass man es leicht entfernen kann. Da das ganze ziemlich grossflächig im Rolladenkasten verbaut war, gab es leider recht wenig Chancen, das Nest im Ganzen zu entnehmen und das Risiko das Nest bei dieser Aktion zu zerstören wurde als recht gross eingeschätzt.  Nun standen wir vor der Entscheidung, die Insekten dort zu lassen oder eine Umsiedlung zu riskieren. Die Tatsache, dass es sich um Deutsche Wespen handelt, erleichterte die Entscheidung nicht, denn diese Art verlässt im Gegensatz zu den meisten anderen Arten das Nest nicht schon im September, sondern erst gegen Ende Oktober. Letztendlich beschlossen wir dann doch, die Gäste bis zum Herbst bei uns zu dulden. So wurden die abgesaugten Wespen wieder freigelassen und fanden den Weg zurück zum Nest. Hier nochmals vielen Dank an Andi Roost, auch wenn unserer Mitbewohner immer noch bei uns sind. Ein wichtiger Tip für alle mit ähnlichen Problemen: Eine Umsiedlung sollte frühzeitig erfolgen, wenn das Nest noch nicht allzu gross ist. Gibt es im Juni regen Flugverkehr, dann hat das Volk die kritische Phase bereits überstanden und die Chance, dass sie wieder verschwinden, ist sehr gering. In diesem Fall sollte man möglichst schnell einen Experten holen und nicht noch lange warten. Links
  • Hornissenschutz.ch
  • Viele Infos zu Hornissen auf www.hornissenschutz.ch

30.06.08: Ein weiterer Krisenbericht

Kaum ist die Fussball-Europameisterschaft vorbei, schon scheinen einigen Leute wieder nach neuen (oder eher alten) Betätigungsfeldern zu suchen. Denn nun stehen wir doch wieder vor einer Versorgungslücke. Bisher kannte ich diesen Begriff vor allem von der Energiewirtschaft, die eine Versorgungslücke bei der Stromerzeugung prognostiziert. Doch worum geht es heute? Öl? Grundnahrungsmittel? Beides stimmt nicht, womit man aber beim Thema Nahrungsmittel doch schon in der richtigen Ecke ist. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass es um das Krisenthema schlechthin geht - die Cervelatkrise.  In den letzten Monaten hatte ich den Eindruck, dass die Krise überstanden war, bevor überhaupt jemand (ausser den Tagesanzeiger-Lesern) mitbekommen hat, dass sie da war. Aber das war wohl eine Fehleinschätzung, denn wie uns der Tagesanzeiger heute mitteilt, droht im nächsten Jahr doch wieder eine Versorgungslücke. Also ganz schnell zum Küchenhändler und zum nächsten Metzger. Bei ersterem besorgt man sich eine ganz grosse Tiefühltruhe und beim zweiten so viele Cervalats wie in den Tiefkühler hineinpassen. Denn so ist man auf die nächste Krise vorbereitet. Angesichts dieser wirklich wichtigen Meldungen aus der Welt der Cervelat scheint der Titel "Wurstblatt" für die entsprechende Zeitung recht passend.

27.05.08: Molchnachwuchs

Bergmolch-Larven Da der Teich mal wieder eine kleine Reinigung brauchte, konnten wir gleich mal schauen, wie es unseren Molchen geht. Scheinbar recht gut, denn auch der Nachwuchs ist schon unterwegs. Die ersten Molchlarven haben mittlerweile etwa 1cm Länge erreicht und auch schon Vorderbeine ausgebildet. Aber es ist auch noch recht viel Laich im Teich. Momentan sind wir allerdings nicht sicher, welche Tiere daraus wohl schlüpfen werden, denn es handelt sich um mindestens 2 verschiedene Arten. Evtl. hat sich auch noch ein Braunfrosch bei uns niedergelassen, denn von denen hatten wir im letzten Jahr auch regelmässig Besuch.

20.05.08: Hallelujah

Leonard Cohen Und wieder mal ein Blick auf einen Song, an dem sich viele versuchen mussten:Leonard Cohens "Hallelujah". Wenn man sich den Artikel in der englischen Wikipedia anschaut, dann gibt es wohl wenige Leute, die hier keine eigene Coverversion ausprobieren mussten. Die bekannteste Version dürfte wohl nicht das Cohen-Original, sondern die Cover-Version von Jeff Buckley sein. Glücklicherweise ist das Ausnahme-Album "Grace", das diesen Song enthält mittlerweile wieder auf Vinyl erhältlich (da darf ich nicht daran denken, wieviel ich für meine "Simply Vinyl"-Ausgabe bezahlt habe). Unter den anderen spannenden Coverversionen ist sicher auch die von Willie Nelson vom Album Songbird (auch das ist auf Vinyl zu bekommen). Allerdings scheint es, dass das auch ein Song ist, vom dem extrem viele schlechte Coverversionen existieren. Das mag daran liegen, dass man am Tempo kaum etwas ändern kann (K D Lang probiert es langsamer und macht daraus ein Schlaflied) und auch ein "zerrocken" ist nicht so richtig machbar. Da der Song auch spärlich instrumentiert ist, lässt sich auch in dieser Richtung nicht mehr viel machen. Insofern bleiben alle Versionen doch sehr nahe am Original. Ich erspare mir allerdings, diese Versionen aufzuzählen.  In die Kategorie "interessant" fällt noch die Version einen französischen Künstlers, der einfach kein "H" herausbekommt, weshalb es zum "Alluluia" wird.

02.05.08: Musik für die Insel

Insel (c) 2007 by Daniel Matuschek Diese Frage kennt man ja: "Welche Musik würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?". Nehmen wir mal an, es dürfte nur eine einzige LP sein. Obwohl meine LP- und CD-Sammlung nicht gerade klein ist und ich viele Sachen davon gerne und oft höre, würden es doch wenige Sachen mit auf die Insel schaffen. Bruce Springsteens "Nebraska" ist zwar eine tolle Scheibe, aber wenn ich sie jeden Tag hören sollte, wäre das wohl etwas zu viel des Guten. Also bleiben nur Sachen übrig, die auf einer LP möglichst unterschiedliche Sachen kombinieren. Und da mir da gerade eine neue Scheibe über den Weg gelaufen ist, gibt es hier mal gleich meine Top-4-Inseltitel (ohne Rangfolge).
  • Bran Van 3000: Glee
    Das Erstlingswerk dieser kanadischen Gruppe fängt recht sperrig an. Aber je länger man reinhört, desto spannender wird es. Ein eindeutiger Stil ist nicht erkennbar - und genau das ist es, was dieses Album so besonders macht. Der Nachfolger Discosis ist zwar immer noch sehr gut, kann mit diesem Album trotz vielen Gastmusikern aber nicht mithalten.
  • Gnarls Barkley: St. Elsewhere (auch auf Vinyl erhältlich)
    Die Single Crazy lief 2006 doch arg oft im Radio. 2 Jahre später merke ich allerdings, dass sie wohl zu recht so oft lief. Denn im Gegensatz zu anderen Songs, die man irgendwann einfach nicht mehr hören kann (meistgehasst: "Live is Life"), finde ich diesen Titel auch heute noch spannend. Der Rest der Platte kann da durchaus mithalten und bietet immer noch genügend Abwechslung für die Insel.
  • Yeasayer: All Hour Cymbals
    Meine letzte Entdeckung. Während ich mit dem meisten, was unter derKategorie "World Music" läuft, nicht viel anfangen kann, ist das ein Album, was micht wirklich begeistert. Das liegt wohl daran, dass sich die verschiedenen Stile hier wundervoll vermischen. Denn im Wesentlichen handelt es sich ganz klar um westliche Popmusik. Aber spannend wird das ganze durch verschiedene Einflüsse aus dem arabischen und afrikanischen Raum. So muss Weltmusik klingen - auch wenn Puristen das wohl nicht akzeptieren werden.
  • Get Well Soon: Rest Now Weary Head (auch auf Vinyl erhältlich)
    Musik aus Wenn man sich die Verkaufszahlen von deutscher Musik anschaut, dannkönnte man vermuten, dass es ausser Herbert Grönemeyer nicht mehr viel anderes gibt. Dabei gibt es durchaus abwechslungsreichere Musik aus Deutschland. Eine Entdeckung der letzten Zeit ist diese Scheibe. Auch hier findet man einen Mix aus verschiedenen Stilen. Und eine nette Coverversion von Underworlds "Born Slippy Nuxx" ist auch dabei, obwohl diese recht nahe am - zugegebenermassen ziemlich genialen - Original bleibt. 

21.04.08: VSPS+Curl

VSPS + Curl PrePre Heute mal ein Blick in die Elektronik-Bastelecke, denn nun ist sie mal spielbereit - meine Low-Cost-und-klingt-trotzdem-spitze-Phono-Kombination. Als RIAA-Entzerrer dient eine VSPS mit Glimmer-Kondensatoren (1% Toleranz) undMKT-Koppelkondensator, als Vorvorverstärker für MC-Tonabnehmer eine patentierte Schaltung von John Curl . Das Ganze zusammen mit einer symmetrischen Stromversorgung aus Bleigel-Akkus zeigt, wieviel Potential im Eigenbau steckt.  Ein Blick auf die meisten Phonovorstufen unter 300 Euro dürfte billigere Bauteile zum Vorschein bringen...

23.03.08: Einen Bahnreise durch 10 Kantone

Rhaetische Bahn Am Wochenende ging es auf eine Bahnreise durch die Schweiz über ein paar der schönsten und ein paar der schnellsten Bahnstrecken der Schweiz. Dabei werden reisten wir durch ganze 10 Kantone:
 
  • Zürich
  • Aargau
  • Luzern
  • Bern
  • Wallis
  • Uri
  • Graubünden
  • St. Gallen
  • Glarus
  • Schwyz
Echte Zwischenstops gab es allerdings nur in 4 Kantonen. Zuerst ging es über die im Jahr 2004 eröffnete Neubaustrecke von Zürich nach Bern und von dort durch den 2007 eröffneten Lötschbergtunnel nach Brig. Dank dieser beiden Neubauten beträgt die Fahrzeit Zürich-Brig nur noch 2 Stunden! Mit dem Auto schafft man das definitiv nicht. Was wir nun auf dieser Strecke an Zeit eingespart haben, verbummelten wir dann bei einer Fahrt mit dem "langsamsten Schnellzug der Welt". Es ging mit dem Glacierexpress mitten durch die Alpen auf einer der schönsten Bergstrecken nach Bergün. Leider wollte das Wetter nicht so recht mitspielen, die Sicht war doch recht eingeschränkt.
Von Bergün fuhren wir am nächsten Tage bei strahlendem Sonnenschein über das Albula-Karussell nach St. Moritz. Noch in diesem Jahr sollte entschieden werden, ob die Rätische Bahn und die Kulturlandschaft Albula/Bernina ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen werden. Und das wollten wir uns auch nicht entgehen lassen - also war "Bahnfahren extrem" angesagt. Wir unternahmen nun noch einen Abstecher durch den Schnee über den Bernina-Pass. Da die Zeit für eine Hin- und Rückreise nach Tirano nicht reichte, ging es nur bis Cadera. Vermutlich steigt auf diesem Bahnhof manchmal wochenlang niemand ein- und aus, denn in der Nähe konnten wir lediglich 2 Häuse ausmachen. Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder zurück nach Zürich. Eingefleischte Bahnfans schaffen die Tour (ohne den Abstecher über den Bernina-Pass) an einem Tag, aber so war es angenehmer.

08.03.08: Menschen: 2, Bergmolche: 27

Bergmolche Seit langem war eine Reinigung unseres Garten-"teiches" geplant. Eigentlich handelt es sich eher um ein recht schlammiges Loch mit etwa 200 Liter Wasserinhalt. Da schon in den letzten Jahren hier einige Bermolche lebten, wollten wir wieder etwas dafür tun, dass sie sich auch in diesem Jahr in unserem Teich wohl fühlen. Schon in der letzten Woche konnte ich einen Molch beobachten. Also sollte die Reinigung schnell erledigt werden, bevor noch weitere Tiere aus der Winterruhe zurückkehren. Beim Ablassen des Wassers folgte dann eine dicke Überraschung: Es war nicht nur ein einzelner Molch im Teich. Immer wieder fanden wir weitere Tiere. Am Ende kamen dann 27 Bermolche zusammen. Damit hatten wir nicht mal ansatzweise gerechnet. Eine genauere Zählung zeigte dann 17 Männchen, 9 Weibchen und eine Larve (die Geschlechtsbestimmung anhand des Aussehens ist hier noch nicht möglich). Letztere stammt wohl noch aus dem letzten Herbst und hatte die Metamorphose vor dem Einbruch des Winters wohl noch nicht hinter sich. Dank der milden Witterung konnte er aber auch den Winter im Wasser überleben. Auf dem Foto sind die Tiere mit einer deutlichen Rückenzeichnung die Männchen, während es sich bei den eher grünlichen Tieren um Weibchen handelt. Die Larve ist nicht nur an der Grösse, sondern auch an den aussen liegenden Kiemen zu erkennen. Links:
      • Wikipedia
      •  Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz

      07.03.08: Die Cervelat-Krise

      Von aussen betrachtet, scheint es, als sei die Schweiz ein Land ohne Probleme. Selbst die Steueraffäre, unter der der Ruf Lichtensteins arg gelitten hat, ging am Schweizer Bankwesen bisher vorbei. Dennoch wird die Schweiz von einer Krise erschüttert, die so gross ist, dass sich sogar das Parlament und eine Bundesrätin (vergleichbar mit einem Minister in anderen Ländern) damit beschäftigen muss. Worum geht es? Der Cervelat ist bedroht! Nicht-Schweizern wird das nicht unbedingt ein Begriff sein, daher eine kurze Erklärung: Es handelt sich um ein Wurst (vergleichbar mit dem Ding, was im Süden Deutschlands als "Rote" bezeichnet wird). Wer ist schuld? Natürlich die EU! Man kann ja so einiges negatives über die EU finden, aber dass sich die Leute dort um die Wurst eines Nicht-EU-Landes kümmern, ist doch ein starkes Stück. Warum tun die das? Einfache Erklärung: Der EU ist die Schweizer Cervelat schlichtweg egal und niemand kommt dort wohl auch nur ansatzweise auf den Gedanken sich mit einer Schweizer Wurst zu beschäftigen. Ursache ist lediglich ein Importstop der EU für brasilianische Rinderdärme. Noch nicht klar? Das ist nicht verwunderlich, also werde ich das noch etwas weiter erklären. Die "Schweizer Nationalwurst" ist scheinbar dringend auf brasilianische Rinderdärme angewiesen. Und die Schweiz hat ihr Lebensmittelrecht (nicht ganz uneigennützig) an das der EU angepasst und verbietet sich nun selbst, diese Därme zu importieren. Wie problematisch das ganze ist, erläutert ein FDP-Politiker: "Im Rinderdarm stecke eine Mischung aus Einfachheit, Bodenständigkeit, Lagerfeuerromantik und Nationalstolz." Zufällig ist dieser Politiker auch Präsident des Schweizer Fleischfachverbandes. Dem Aussenstehenden fallen vielleicht ein paar Fragen ein, auf die ich auch keine Antwort habe:
      • Wie "national" ist eine schweizer Wurst, deren scheinbar kritischste Zutat brasilianische Rinderdärme sind?
      • Diese Wurst ist über 100 Jahre alt. Wurden für den Cervelat auch im 19. Jahrhundert brasilianische Rinderdärme genutzt?
      • Wie schaffen es, die Süddeutschen, eine solche Wurst ohne die entsprechenden brasilianischen Därme herzustellen?
      Einen Vorteil hat das Ganze aber doch: Die Schweizer Zeitungen haben mal wieder ein Thema, was man beliebig oft aufwärmen kann (der Tagesanzeiger hätte vermutlich ein Problem, wenn er nicht einmal wöchentlich über die Rettung des Cervalat berichten könnte). Und man hat auch mal wieder ein Thema um über "die Bürokraten in Brüssel" herzuziehen. Interessanterweise stellt sich niemand laut die Frage, wie eigenständig die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied eigentlich ist, wenn Entscheidungen der EU ein Schweizer Wurst bedrohen. Weil wir gerade bei Würsten sind: Wussten Sie, dass eine Kalbsbratwurst nur etwas mehr als die Hälfte des Fleischanteils Kalbfleich sein muss? Eine Mischung aus 49% Schweinefleisch und 51% Kalbfleisch ergibt eine Kalbsbratwurst. Erhöht man den Anteil des Schweinefleisches nur um 2% wird daraus auf einmal eine Schweinsbratwurst. Wer - aus welchen Gründen auch immer - kein Schweinefleisch isst, sollte also auch Kalbsbratwürste meiden! Bei einer Analyse im Jahr 2006 wurde übrigens festgestellt, dass in 7% der Kalbsbratwürste nicht einmal die Hälfte des Fleischanteils Kalbfleisch war.  Ach ja: Die Schweiz ist nicht das einzige Land mit kritischen Problemen: Die Dänen haben wohl (nach ??? Jahren) herausgefunden, dass Ikea Fussmatten nach dänischen Orten benannt hat, während Polstermöbel schwedische Namen bekommen.  Einen Vorteil haben die Dänen jedoch: Eine Mitschuld der EU kann bisher ausgeschlossen werden.

      09.02.08: Blade Runner - Ultimate Collectors Edition

      Blade Runner Ultimate Collectors Edition Einer der ersten Filme, die je auf DVD veröffentlicht wurden, war Ridley Scotts "Blade Runner. Schon mit "Alien" drehte Ridley Scott einen Meilenstein des Science-Fiction-Films, mit Blade Runner kam gleich der zweite hinterher. Obwohl der Film mittlerweile 25 Jahre alt ist, kann er noch heute begeistern. Bisher war in Europa nur der Directors Cut erhältlich. Im Gegensatz zur US-Kinoversion verzichtet dieser auf den Voice-over und hat ein anderes Ende. In der "Ultimativen Sammlerversion" kommt nun die dritte Schnittfassung: Der "Final Cut" von Ridley Scott. Dies ist nun die Version, die Ridley Scott schon immer wollte. Nach dem Anschauen des Final Cuts stellt man sich dann jedoch die Frage: Was hat sich hier zum Directors Cut eigentlich geändert? Beim Anschauen werden höchstens Hardcore-Fans, die den Film schon mehr als zehnmal gesehen haben, Unterschiede feststellen. Einige Szenen wurden digital nachbearbeitet, was die Bildqualität sicher verbessert hat, aber am Film selbst nichts ändert. Scheinbar gibt es ein paar Sekunden Unterschied zum Directors Cut, die man aber nur finden dürfte, wenn man weiss, wo man suchen muss. Begeistern kann die Bild- und Tonqualität. Das ist Referenzniveau und auf DVD wohl nicht besser zu machen. Mit einer 720p-Auflösung darf bezweifelt werden, ob es hier noch einen grossen Unterschied zur HD-DVD bzw. BlueRay-Fassung gibt. Muss man die neue Schnittfassung unbedingt kaufen? Wer noch die erste DVD besitzt, dem sei die neue Ausgabe unbedingt empfohlen, da die Bildqualität der Erstausgabe doch recht missraten war. Für Fans lohnt sich die Ultimate Collectors Box letztendlich doch, denn hier ist endlich auch die originale Kinoversion (sowohl die US-Version als auch die internationale) auf DVD erhältlich, was bisher nicht der Fall war. Zusätzlich erhält man noch die Arbeitsfassung des Filmes und den originalen Directors Cut. Damit stehen 5 verschiedene Versionen zur Verfügung, was zusammen mit 2 weiteren DVDs mit Making-of und weiterem Zusatzmaterial für viele Stunden Beschäftigung sorgen dürfte. Daher trotz des hohen Preises von 50 Euro eine klare Kaufempfehlung!

      16.01.08: Umbau (fast) abgeschlossen

      TD 125 mit "Luxusnetzteil", SME 3009/II und Shure VST V Der umgebaute TD125 hat jetzt noch den Drehzahl-Sensor bekommen, womit nun auch eine sehr genaue Drehzahlmessung möglich ist. Bestückt mit einem SME 3009/II (nicht die "improved" Variante, sondern der originale) und einem Shure VST V spielt das System sehr angenehm. Im Vergleich zur letzten Umbaustufe wurde die Zarge nochmals um ca. 15mm verschlankt und gleichzeitig auf RDC-Füsse gestellt. Diese sind einzeln in der Höhe verstellbar, was es erlaubt, den Plattenspieler sehr genau waagerecht einzustellen. Mit allen Umbauten blieb der Preis für diesen Player aber immer noch unter 600 Franken - für diesen Preis dürfte man kaum etwas besseres finden. Natürlich ist da nicht mitgerechnet, wieviel Stunden Arbeit drinstecken - das erspare ich mir lieber Smiley.

      07.11.07: Such A Surge: Der Surge Effekt

      Der Surge Effekt Heute habe ich mal wieder eine etwas ältere Platte herausgekramt: "Der Surge Effekt" der mittlerweile aufgelösten Braunschweiger Band "Such A Surge". Erstaunlich: Diese Platte ist mittlerweile fast 8 Jahre alt, aber die Texte sind erstaunlich aktuell. Musikalisch ist diese LP recht massentauglich, nicht umsonst war das das meistverkaufte Album von Such a Surge. Und schon die ersten beiden Stücke "Mein Weg" und "Silver Surger" machen Lust, beide Scheiben durchzuhören. Gerade wer den aktuellen angesagten deutschen Rappern nichts abgewinnen kann, findet hier eine Alternative, deren Texte man auch als Erwachsener noch anhören kann. Die Vinyl-Version besteht aus 2 Scheiben, die Qualität ist auch gut. Natürlich ist das keine Musik, bei der man versucht kleinste Details rauszuhören - und das ist auch gut so.

      22.10.07: Great (?) British Food

      Bohnen in der Dose Heute bin ich durch Zufall wieder auf eine spannende Webseite namens Great British Food gestossen. Und siehe da: Hier kann man alles bestellen, wofür die britische Küche berühmt (oder doch eher berüchtigt) ist. Wer es ganz britisch mag, dem seinen die Grosspackungen empfohlen. Wie wäre es z.B. mit 2.27 Liter Pfefferminzsosse? Aber auch Bohnen sind in allen möglichen Varianten vertreten. 

      16.10.07: Sokotra

      Sokotra Durch einen Bericht in der Zeit stiess ich auf eine mir völlig unbekannte Insel: Sokotra. Diese Insel im indischen Ozean gehört zum Jemen. Da die Insel vor vielen Millionen Jahren vom Festland getrennt wurde, zeichnet sie sich durch eine einzigartige Flora und Fauna aus. Momentan gibt es wenig Tourismus, was auch an der begrenzten Anzahl Hotelbetten liegt. Daher wird Camping empfohlen. Da die Insel recht klein ist und damit auch empfindlich auf Störungen des Ökosystems reagiert, sollte hierfür aber unbedingt eine geführte Reise gewählt werden.

      26.09.07: Republik Moldau

      Postkarte: Republik Moldau Bei mir sammeln sich grosse Menge Ansichtskarten von allen möglichen Teilen dieser Welt. Darunter finden sich viele wirklich spannende Sachen. Also werde ich hier mal in loser Folge die eine oder andere zeigen. Fangen wir mit einem absoluten Highlight an: Eine Karte aus der Republik Moldau. Einserseits gibt es sicher anzumerken, dass dieser Staat momentan der ärmste Staat Europa ist. Die Haupteinnahmequelle ist das Geld von im Ausland lebenden Moldauern, die das Geld nach Hause schicken. Ein weitere grosse Einnahmequelle bis 2006 war der Weinexport nach Russland - bis Russland ein Importverbot für Wein u.a. aus Moldau erliess. Der Tourismus könnte eigentlich eine zukünftige Einnahmequelle werden. Aber dafür wären vermutlich noch einige PR-Berater für die Postkartenindustrie notwendig. Ich persönlich mag das Motiv ja wirklich, es strahlt einen herrlich morbiden Charme aus und deutet auch an, dass man hier weitab von Mengen sonnenhungriger Urlauber sein dürfte. Andererseits stellt sich die Frage, ob es sehr viele Menschen gibt, die das ähnlich sehen. Spannend ist auch der Titel "Frühling im Norden von Moldau". Wenn der Frühing schon so "farbenfroh" ist, wird man sich überlegen, ob man hier noch zu anderen Jahreszeiten hinreisen möchte.

      09.09.07: Interrrail für nicht mehr ganz so Junge

      Interrail Ich muss ehrlich zugeben: Ich bin in meiner Jugend nicht mit Interrail durch Europa gereist. Eigentlich schade. Umso spannender fand ich daher einen Artikel in der Zeit, der fast von mir stammen könnte. Einerseits fahre ich unheimlich gerne Bahn, weil das im Vergleich zum Autofahren schön erholsam ist. Allerdings möchte ich mittlerweile einen gewissen Komfort auch nicht mehr missen. Und siehe da, die Bahn hat genau das richtige Angebot dafür: Interrail auch für Leute über 26 und wahlweise sogar als Erste-Klasse-Variante. Und die Preise sind wirklich attraktiv: Für weniger als 500 Euro kann man innerhalb 22 Tagen 10 Tage Erste Klasse (!) durch Europa reisen (2. Klasse: 359 Euro). Das ist mit dem Flieger oder Auto einfach nicht drin. Das macht eigentlich Lust, die nächste Europa-Tour zu planen...

      07.09.07: Xavier Rudd

      Xavier Rudd Heute abend gab der Australier Xavier Rudd im Zürcher Rohstofflager ein grandioses Konzert. Schon zu beobachten, wie er gleichzeitig (!!!) 4 Instrumente spielt, ist ein Vergnügen. Auch Xavier Rudd bereitete es sichtlich Vergnügen, in Zürich zu spielen. Inklusive Zugaben dauerte die Vorstellung dann über zweieinhalb Stunden - reichlich Gegenwert für die 38 Franken Eintritt. Wer noch die Möglichkeit hat, eines der weiteren Konzerte der Europatour zu besuchen, dem möchte ich unbedingt an Herz legen, die Gelegenheit nicht zu verpassen. Übrigens: Wem diese Musik gefällt, der sollte mal in die CD "Anonymous" von Tomahawk reinhören. Der Stil ist etwas härter und die musikalischen Vorlagen liegen im Gegensatz zu Xavier Rudd nicht bei den australischen, sondern bei den nordamerikanischen Ureinwohnern. Dennoch wird man einige Parallelen finden.

      27.08.07: Dual 1229

      Dual 1229   Nachdem ich vor kurzem im Keller meine Schallplattensammlung wieder hervorgekramt und durchgesehen hatte, am mir der Gedanke, dass ich mir doch wieder einen Plattenspieler zulegen sollte. Mittlerweile bietet selbst der Mediamarkt (!!!) wieder Vinyl an. Ich hatte mich kurz mit dem Gedanken getragen, einen kompletten Eigenbau zu wagen. Leider sind die dafür erforderlichen Einzelteile wie Plattenteller und Tonarm nur im High-End-Segment zu bekommen und damit ist das ganze kein billiger Spass mehr. Warum also nicht ein gutes gebrauchtes Gerät? Nachdem ich mal rumgeschaut hatte, fand ich einen Dual 1229. Insgesamt scheint es sich dabei wohl um ein recht gutes Gerät (das Dual-Spitzenmodell aus den Jahren 1972/73) zu handeln, was man auch heute noch guten Gewissens betreiben kann. Dem Besitzer des Gerätes war das wohl nicht klar, weshalb der Plattenspieler mit defekter Abdeckung wohl einige Zeit im Keller einstaubte. Da er aber doch recht billig war, wagte ich einen Kauf, auch wenn die Fotos schon nahelegten, dass es sich nicht unbedingt um ein gepflegtes Gerät handelte. Bei der Abholung musste ich feststellen, dass die Fotos nicht untertrieben hatten. Der Zustand des Gerätes war wirklich mitleiderregend. Die Abtastnadel war verbogen und Schmutz fand sich überall. Auch die Zarge machte einen etwas mitgenommenen Eindruck. Glücklicherweise sind Ersatznadeln für dem DM103 recht günstig erhältlich (z.B. bei Hifi-phono-house.com und die Mechanik des Gerätes scheint noch einwandfrei zu funktionieren, sodass ich mich nun doch an eine Restauration heranwagen werde. Was ist zu tun?
      1. Putzen!
      2. Neue Abtastnadel (schon bestellt)
      3. Cinch-Buchsen anbringen (momentan ist noch ein DIN-Stecker dran)
      4. Neue Zarge bauen (Schablone für den Einbraurahmen zu finden auf www.vinylengine.com)
      5. Eventuell noch eine neue Abdeckhaube.
      Damit dürfte ich eine Weile beschäftigt sein, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um einen HiFi-Klassiker handelt, der noch dazu genau so alt ist, wie ich selbst, dürfte sich der Aufwand lohnen. Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich wieder berichten. Ach ja: Ich gehöre nicht zu den Leuten, die der Meinung sind, dass Schallplatten besser klingen als CDs. Für mich ist das eher eine emotionale Sache: Schon das grössere Cover macht einfach mehr her als eine unter hunderten CDs im CD-Regal. Aber irgendwie scheint die Schallplatte wieder im Kommen zu sein, wenn selbst die Zeit dem einen Artikel widmet (Achtung! Nicht alles an diesem Artikel sollte man glauben, ohne nachzudenken). Allerdings musste ich feststellen, dass meine LP-Sammlung doch einige Lücken aufweist. Vielleicht hat ja noch jemand ein paar LPs rumliegen und keinen Plattenspieler mehr. Schaut doch einfach mal in meine Suchliste.

      25.08.07: Limmatschwimmen 2007

      Limmatschwimmen 2007 Nach wetterbedingten Absagen in den letzten 2 Jahren fand heute endlich das 46. Zürcher Limmatschwimmen statt. Das Wetter spielte in diesem Jahr auch wieder mit, 27 Grad Luft- und 21 Grad Wassertemperatur machten das Schwimmen recht angenehm. Dennoch blieb der grosse Ansturm wie im Jahr 2003 (da hatten wir gerade einen Hitzesommer) aus, wodurch man sich auch heute noch problemlos anmelden konnte. Durch Bauarbeiten an der Limmat musste die Strecke allerdings deutlich verkürzt werden. In diesem Jahr war schon kurz hinter dem Landesmuseum Schluss. Aber auch das konnte dem Vergnügen keinen Abbruch tun.

      07.08.07: Der Rote Elvis / Red Elvis

      Der Rote Elvis Und mal wieder ein exotischer Filmtip (ich vermute, dass es wohl auch dieser Film nicht in ein Schweizer Kino schaffen wird): Der rote Elvis. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte von Dean Reed, einem amerikanischen Sänger, der 1972 in die DDR übersiedelte. Im Osten Superstar, im Westen kaum bekannt, dürfte dieser Film einige Einblicke hinter die Kulissen eines doch sehr ausgefallenen Lebenslaufes bringen.

      15.07.07: Und nun noch ein Grasfrosch

      Grasfrosch Obwohl unser Garten"teich" sicher nicht merh als 200 Liter Wasser fasst, scheint er doch recht beliebt bei Fröschen auf der Durchreise zu sein. Heute war es aber kein Springfrosch wie letzte Woche, sondern nun ein Grasfrosch. Scheinbar ein sehr intelligentes Tier, denn er hatte wohl erkannt, dass ich ihn nur fotografieren wollte und hat mit dem davonhüpfen gewartet, bis ich fertig war.

      07.07.07: Springfrosch zu Besuch

      Springfrosch Ab und zu findet sich in unserem Mini-Gartenteich ein Frosch ein. Heute sass er allerdings im Garten. Nicht ganz freiwillig, da die Katze alles, was sich bewegt, als Spielzeug ansieht. Glücklicherweise hatte der kleine ausser einem gehörigen Schreck wohl keine weitern Schäden davongetragen. Allerdings traute er sich auch nicht, sich irgendwie zu bewegen, da das den Kater wohl zu einer weiteren Spielerei veranlasst hätte. Und seine "Totstellen-und-Abwarten"-Taktik ging sogar auf, denn glücklicherweise bemerkte ich ihn noch, bevor die Sonne ihm Schaden zufügen konnte. Nun hoffe ich mal, dass er beim nächsten Mal einen grossen Sprung ins Wasser macht, wenn wieder eine Katze in der Nähe ist, denn leider zählt der Springfrosch zu den stark gefährdeten Arten. Wer mehr über einheimische Amphibien erfahren will, dem empfehle ich folgende Links:
      • Froschnetz.ch
      • Herpetofauna.at
      • Die Amphibien der Schweiz

      02.07.07: Working Class Hero

      John Lennon Im Australienurlaub lief regelmässig im Radio eine Coverversion von "Working Class Hero" von Green Day. Dabei kam mir die Version von Marianne Faithful (vom Album Broken English) in den Sinn. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir noch nicht bewusst war, dass das Original von John Lennon war (vom Album John Lennon and the Plastic Ono Band). Nun musste ich doch mal nachforschen, wer diesen Song wohl noch alles gecovert hat. Dabei stiess ich auf einige andere spannende Versionen: So findet man den Song auch als Bonustrack auf der CD Send away the Tigers von den Manic Street Preachers, auch Ozzy Osbourne und The King haben ihn gecovert. Und als wäre das nicht genug, findet sich auch noch eine Version von Marylin Manson (und die ist wirklich hörenswert!). Die Green Day-Version findet man übrigens auf der CD Make Some Noise. Hierbei handelt es sich um ein Projekt von Amnesty International um auf die Lage der Menschen in Darfur hinzuweisen. Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf dieser CD kommen Amnesty International zugute. Übrigens: Sämtliche Einnahmen aus Amazon-Bestellungen, die über einen Klick auf dieser Webseite getätigt werden, gehen vollumfänglich als Spende an Amnesty International (also nicht nur die Links auf dieser Seite).

      30.06.07: Die Australien-Reisefotos sind nun online

      Känguruhs Diemal hat es ein paar Tage gedauert, aber es ist vollbracht. Ich habe nun eine Reihe Fotos von unserer Australienreise online gestellt. Auf dieser Reise hatte ich gar keinen Fotokamera mehr mit, sondern alle Fotos sind mit der Videokamera gemacht. Einerseits schränkt man sich hierbei mit dem Bildformat ein (denn Hochformat gibt es halt bei Video nicht), andererseits kann man sich damit auf eine Kamera konzentrieren und muss nicht ständig wechseln (und alles doppelt aufnehmen). Zu den Fotos

      26.06.07: Nach Luther nun Elsterglanz

      Elsterglanz Heute erhielt ich die 2. Anfrage, ob ich die Band "Elsterglanz" kenne. Natürlich kannte ich die nicht, aber die Tatsache, dass 2 Menschen unabhängig voneinander auf die Idee kamen, mich nach dieser Band zu fragen, weckte dann doch mein Interesse. Elsterglanz scheint die erste Band aus Eisleben zu sein, die es zumindest im näheren Umkreis zu einem gewissen Ruhm gebracht hat. Alleine die Verkaufzahlen ihrer CDs, die auf Ihrer Webseite zu finden sind, zeugen von einer steilen Karriere. Aber nicht nur das - es gibt sogar schon einen organisierten Fanclub. Schön sind auch die Lyrics mit netten Worten aus dem Mansfelder Land wie "Arschkrampe", "Schäddel" oder "Kakeln". Empfehlenswert ist es, einfach mal auf deren Webseite zu gehen und den Gesprächen auf der Toilette zuzuhören (einfach etwas warten, bis die Action losgeht).  Dabei erfährt man z.B. auch etwas über den Heiligen Kran und alternative Einsatzmöglichkeiten für Starthilfekabel. Falls es Probleme mit dem Quicktime-Plugin gibt, so ist die entsprechende MP3-Datei direkt hier zu finden. Wem das nicht reicht, der findet auf Youtube auch noch ein Video zum Song "De Mutter von James Bond" und viele andere Videos der Band. Ob die Band an die Popularität von Martin Luther anknüpfen kann ist momentan noch fraglich, aber sie sind wohl auf dem besten Wege.

      19.06.07: Grösser geht's nicht

      Larry the lobster Man kann noch weitere spannende Sachen in Australien bemerken. Die Tatsache, dass Australien das einzige Land ist, was einen ganzen Kontinent einnimmt, scheint an manchen Stellen zu Masslosigkeit zu führen. Worauf will ich hinaus? Ständig begegnet man in Australien irgendwelchen überdimensionierten Plastiken. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Kunst, sondern oft lediglich um die Selbstdarstellung eines Ortes oder einer Region. Das erste Objekt, was uns ins Auge springen musste, war Larry the Lobster in Kingston. Diese Hummerplastik ist an ihrer höchsten Stelle 33 Meter hoch (wobei mir diese Messung etwas übertrieben erscheint). Damit dürfte es weltweit sicher die grösste Hummerplastik sein!. Auf der Weiterreise fanden sich dann noch einige solche Objekte. Da wären u.a. die riesige Mango (in einem Gebit, was hauptsächlich für seine Mangoplantagen bekannt ist) und ein riesiges Rind (allerdings immer noch kleiner als Larry the Lobster). Noch nicht genug? Dann gibt es bei wotif.com einige weitere solcher Objekte.

      19.06.07: Fischli & Weiss im Kunsthaus Zürich

      Fischli & Weiss im Kunsthaus Zürich Endlich! Seit dem 6. Juni gibt es jetzt im Kunsthaus eine grosse Restrospektive von Werken vom Künstlerduo Fischli/Weiss. Die beiden sind nicht nur die Preisträger des Roswitha-Haffmann-Preises 2006, sondern wohl die international einflussreichsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Mal sehen, wie oft ich mir diese Ausstellung ansehen werde...

      18.06.07: Vegemite

      Nach dem Australien-Urlaub fallen mir so ab und zu noch einige Geschichten zum Thema ein. Heute soll es um Vegemite gehen. Vegemite ist ein australischer Brotaufstrich, der aus Hefe gewonnen wird. Gerne wird das ganze wohl zum Frühstück gegessen. Auf Kangaroo Island ist mir das zuerst aufgefallen, da es beim Frühstücksbuffet gleich neben den Marmeladen lag. Irgendwie sprach mich die Konsistenz des Ganzen aber nicht sonderlich an, weshalb ich es glücklicherweise erst einmal auf einer Ecke meines Toasts ausprobierte. Nur gut, dass ich damit nicht den ganzen Toast bestrichen hatte. Denn Vegemite ist mit Abstand das Scheusslichste, was ich mir je zum Frühstück aufs Brot gestrichen habe. Das Gute daran ist allerdings, dass sich der Geschmack sehr einfach beschreiben lässt: Vegemite schmeckt wie ein Brühwürfel. Schwer vorstellbar? Ja, aber trotzdem wahr! Und dieses Zeug scheint sogar recht beliebt zu sein, denn ich fand es noch auf einigen anderen Frühstücksbuffets - habe dann aber einen grossen Bogen darum gemacht.
      Übrigens: Bei www.aussiefavourites.com.au kann man Vegemite sogar im 2.5 Kilo-Pack kaufen. Zitat: "This will elevate you from a Vegemite Kid to a Vegemite King!". Wer also plant, sämtliche Geschmacksnerven abzutöten, für den könnte das eine gute Lösung sein.

      17.06.07: Gratis Filmmusik

      Moby film music Videoamateure kennen mitunter das Problem: Ein Film soll vertont werden. Für den privaten Bereich kann man natürlich einfach alles nehmen, was sich so finden lässt. Aber spätestens wenn es darum geht, den Film auch anderen Leuten zu zeigen, wird es schwieriger. Denn für öffentliche Vorstellungen oder selbst einen Clip auf der Webseite wird eine Genehmigung des Komponisten sowie eine Lizenz der GEMA/SUISA benötigt. Ein Musiker, der gemerkt hat, dass dies für Amateure und Independant-Filmproduzenten oft nicht finanzierbar ist, ist Moby. Auf seiner Webseite bietet er momentan fast 100 Musikstücke an, die für nichtkommerzielle Produktionen gratis genutzt werden dürfen. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Sollte eine Produktion evtl. später doch kommerziell genutzt werden, können die Stücke auch für diesen Zweck lizensiert werden, wobei die Einnahmen durch diese Lizenzen für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden.
      Mehr Details gibt es auf der Filmmusik-Homepage von Moby. Wie in Deutschland und der Schweiz die Rechtslage mit GEMA und SUISA aussieht, ist mir momentan aber noch nicht ganz klar.

      16.06.07: documenta 12

      documenta 12 Heute öffnet in Kassel die 12. Ausgabe der documenta. Das ist natürlich ein Grund mal wieder nach Kassel zu fahren, zumal diese Stadt mit den ICE-Verbindungen der Deutschen Bahn optimal erschlossen ist.

      14.06.07: Sydney

      Sydney Am Morgen erwachten wir bei strahlendem Sonnenschein. Da musste doch etwas falsch sein! Nach dem Frühstück unternahmen wir noch einen kleineren Spaziergang durch Double Bay, dann ging es weiter zur Fähre, mit der wir in die Innenstadt fahren wollten. Leider fiel die 11 Uhr-Fähre ohne Vorankündigung aus, wenigstens kam eine halbe Stunde später noch eine. Langsam bewölkte sich der Himmel, aber wenigstens blieb es trocken - noch. Um einen kleinen Überblick zu bekommen, drehten wir dann eine Runde mit der Monorail um in Chinatown Mittag zu essen. Als wir den Markt wieder verliessen, regnete es draussen in Strömen - mal wieder. Es war schon schwierig die nächsten 100 Meter zur Monorail zu kommen ohne komplett durchnässt zu sein. Also fuhren wir weiter zum Aquarium, denn an einen Spaziergang durch die Innenstadt war nicht zu denken. Das Aquarium von Sydney ist wirklich einen Besuch wert, sodass wir hier lange Zeit verbrachten. Die Regenintensität wechselte während der Zeit zwischen leichten Nieseln und Wolkenbruch hin und her. Nachdem wir das Aquarium wieder verlassen hatten nahmen wir wieder das Monorail zum Stadtzentrum und wollten eigentlich noch kurz durch die Stadt gehen. Als wir aber ausstiegen, war gerade wieder die Regenphase "Wolkenbruch", sodass wir beschlossen, einfach das erstbeste Taxi zum Hotel zu nehmen. Sydney scheint eine sehr schöne Stadt zu sein, leider waren die Wetterumständen nicht unbedingt dazu geeignet, viele schöne Ecken zu besuchen. Vielleicht beim nächsten Australien-Besuch.

      13.06.07: Lamington Nationalpark

      Lamington Nationalpark Auf der Weiterfahrt versuchten wir am Sonntag abend in der Nähe eines Nationalparks oder irgendwo sonst in der Natur eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Leider ohne Erfolg. Überall, wo wir nachfragten, erhielten wir die Auskunft, dass am langen Wochenende praktisch alles ausgebucht ist. Also beschlossen wir, in den sauren Apfel zu beissen und nach Brisbane zu fahren. Am nächsten Tag ging es dann weiter zum Lamington Nationalpark. Schon auf der Fahrt dorthin konnten wir spüren, was uns erwarten sollte, denn überall fanden wir grosse Menschenmengen vor, die das lange Wochenende und das schöne Wetter ausnutzen wollten. So war es dann auch im Nationalpark. Da man hier aber ein recht grosses Netz an Wanderwegen vorfindet, verteilten sich die Menschen doch einigermassen, sodass es im Wald nicht allzu laut wurde. So konnten wir im Unterholz auch einige Filander (ähnlich Wallabies, aber noch etwas kleiner) beobachten. Da die Unterkunft in der Binna Burra Mountain Lodge recht angenehm war, beschlossen wir, auch den nächsten Tag noch hier zu verbringen. Am Abend gab es noch eine Digeridoo-Vorstellung, bei der sich zeigte, dass man diesem Instrument auch durchaus witzige Laute entlocken kann und es sich doch um ein sehr vielseitiges Instrument handelt. Weiterhin wurden wir Zeugen, dass einem Stück PVC-Rohr praktisch die gleichen Töne entlockt werden können. Am nächsten Tag unternahmen wir noch einige kleinere Wanderungen, bei denen wir wieder einige Tiere beobachten konnten, u.a. wieder viele Filander, die durchs Unterholz hüpften.
      Am nächsten Morgen ging es zurück nach Brisbane, wo wir dem Daisy Hill Koala Center noch einen Besuch abstatteten. Hier konnten wir zwar keine Koalas in der Natur finden (der Park hat eine gewisse Grösse, sodass die Koalas sich gut verteilen können), aber immerhin einige Wallabies und natürlich auch ein paar Lachende Hans (wie ist davon eigentlich der Plural?).
      Am Nachmittag ging es dann zum Flughafen und weiter nach Sydney.

      09.06.07: Und es geht weiter

      Nach der Nacht in Ipswitch wollten wir nochmals nach Brisbane. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt, die uns aber nicht alzu spannend erschien. Da noch reichlich Zeit war besuchten wir noch den Lone Pine Koala Sanctuary. Allerdings handelt es sich hierbei eher um einen Privatzoo, während wir eher einen kleinen Wildpark erwartet hatten.
      Am späten Nachmittag reisten wir nach Warwick weiter. Dort wollten wir in einer ehemaligen Abtei übernachten, doch leider war es nicht möglich, dort ohne Voranmeldung ein Zimmer zu bekommen (wir waren wohl die einzigen Gäste und die Vermieterin schien nicht sonderlich interessiert daran, dass wir dort übernachteten). Also verbachten wir die Nacht in einem der zahlreichen Motels dort.
      Am nächsten Morgen unternahmen wir noch einen kleinen Ausflug zum nahegelegenen "Queen Mary Fall", wo es doch recht kalt war. Am Nachmittag ging es weiter nach Balendine wo wir Nicoles Onkel noch einen Besuch abstatten wollte. In Stanthorpe wurden wir darauf hingewiesen, dass es schwierig werden könnte, ein freies Hotelzimmer zu bekommen, da dank des "Queens Birthday" Feiertages ein langes Wochenende vor der Tür stand und viele Australier dieses nutzen um ins kühlere Hochland zu gehen. Die meisten ahnten wohl bei der Buchung nicht, was für ein Wetter sie hier erwarten sollte.
      Da das Wetter auch am nächsten Tag nicht wirklich berauschend war (regnerisch und ziemlich kalt)  verbrachten wir den Tag bei Nicoles Onkel und unternahmen nicht den geplanten Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark. Wenn wir dorthin früh aufgebrochen wären, wären wir vermutlich sogar auf Schnee gestossen. Auch für die nächste Nacht wird in Tenderfield (nur 30km von hier entfernt) Schnee erwartet.
      Heute wurden sogar Teile von New South Wales zur "Nature Catastrophe Zone" erklärt. Die Regenfälle in der Umgebung von Sydney sind die stärksten seit 40 Jahren. Die Wettervorhersage lässt vermuten, dass es noch die nächste Woche so bleiben wird, uns erwartet also auch in Sydney Regen.

      06.06.07: Unterschiedliche Reaktionen aufs Wetter

      Und wieder Regen. Da unser Camper diesem starken Regen nicht so recht gewachsen war und an das Wasser nachts an den Seitenscheiben eindrang, war das Schlafen im Auto kein Genuss. Die Autovermietung war der Meinung, dass das mit einem anderen Modell wohl gleich wäre. Da es auch die nächsten 2-3 Tage regnen soll, beschlossen wir auf ein normales Auto umzusteigen und doch wieder in Hotels zu übernachten. Die Autovermietung brauchte etwas Zureden, war aber dann doch bereit, den Camper gegen ein normales Auto umzutauschen.
      Anschliessend wollten wir in Brisbane übernachten. Das sollte in einer Stadt mit 1.5 Millionen Einwohnern eigentlich kein Problem sein. Leider war das ein Trugschluss, denn im Grossraum Brisbane waren wegen irgendeines Autorennens praktisch alle Hotelzimmer ausgebucht. Letztendlich fanden wir in einem Motel in Ipswitch noch ein Zimmer, was für eine Nacht ausreichen sollte.
      Die ausgiebigen Regenfälle lösten auch bei den Einwohnern starke Reaktionen aus. Allerdings nicht die gleichen wie bei uns. Es war durchaus frustrierend zu hören, wie "die stärksten Regenfälle seit über 3 Jahren" im Radio gefeiert wurden und über den tollen Geruch nasser Strassen debattiert wurde. Nun mag Wasserknappheit in Australien schon ein Problem sein. Allerdings fragt man sich dann, wieso fast im gesamten Küstenstreifen Zuckerrohr angebaut wird - eine Pflanze die nur bei reichlich Feuchtigkeit ordentlich wächst.

      05.06.07: Weiter im Regen

      Leider brachte der nächste Tag keine Besserung der Wetterverhältnisse. Es blieb regnerisch. Also beschlossen wir weiterzufahren. In Sarina besuchten wir noch eine Zuckerfabrik, aber an eine echte Werksbesichtigung war nicht zu denken. Dennoch erhielt man während einer Führung einen kleinen Einblick in die Zuckerproduktion und auch etwas Eigenwerbung der Zuckerindustrie (z.B. dass Ethanol ein sehr umweltfreundlicher Treibstoff für Autos wäre - über die Folgen von Monokulturen schwieg man sich lieber aus).

      Danach fuhren wir weiter in den Süden in der Hoffnung, dort besseres Wetter anzutreffen.  In Rockhampton blieb es sogar trocken - vorerst. Während der Nacht fing es jedoch wieder an zu regnen und wir mussten feststellen, dass unsere hinteren Fenster auch im geschlossenen Zustand nicht dicht waren, weshalb am Morgen nicht nur die Schlafsäcke nass waren.
      Einen geplanten Ausflug auf Great Keppel Island liessen wir in Anbetracht der Wettervorhersage (Regen auch für die nächsten 3 Tage) ausfallen.
      Stattdessen unternahmen wir noch einen kurzen Ausflug in der Stadt, wobei Rockhampton sicherlich keine Touristenattraktion darstellt. Am Nachmittag wollten wir dann noch den Botanischen Garten besuchen. Dieser erwies sich als echter Geheimtip - eine weitläufige und sehr gepflegte Anlage, in der auch viele Tiere zu Hause sind - vor allem natürlich Vögel, aber auch eine grosse Schildkrötenkolonie.  Bereitete es uns auf der Tour durch den Garten noch Probleme, die fabelhaft farbigen Allfarb-Loris zu beobachten, so war dies im Cafe kein Problem mehr. Sowie ein Besucher auch nur den Versuch unternahm, etwas im Freien zu essen, belagerten diese Vögel den Tisch um auch etwas abzubekommen. Sie besassen praktisch keinerlei Scheu mehr, eines dieser Tiere sprang mir sogar auf die Hand. Für das im angeschlossenen Shop angebotene Futter schienen sie sich allerdings nicht zu interessieren - menschlisches süsses Gebäck war wohl eher nach ihrem Geschmack. Am späten Nachmittag traten wir die Weiterreise Richtung Süden an, wo wir in Gin Gin übernachteten. Dieser Ortbeschreibt sich im Prospekt der lokalen Tourismusbehörde bezeichnenderweise als "... halfway to everywhere" und das ist auch schon alles, was es zu sagen gibt. Hier stranden wohl nur Leute, die die 700km zwischen Rockhampton und Brisbane nicht an einem Stück absolvieren wollen. Noch ein paar Highlights von Gin Gin gefällig? Wie wäre es mit dem längsten nicht abgestützten von Hand geschaffenen Tunnel der südlichen Hemisphäre? Klingt doch toll - oder? Dieses "engineering masterpiece" hat nach den Abbildungen allerdings eine Länge von ca. 100 Meter - also vielleicht doch nicht etwas, weswegen man unbedingt einen Zwischenstop einlegen würde. Das spannendste an diesem Tunnel ist wohl noch die dort lebende Fledermaus-Kolonie.

      03.06.07: Eungella Nationalpark

      Eigentlich sollte es heute auf eine der Whitsunday Island gehen. Bei unserer Abfahrt sah das Wetter auch recht gut aus, aber vor uns lagen noch knapp 200 km. Als wir dann in Airlie Beach ankamen, verhängten dicke schwarze Wolken den Himmel. Auch wenn es noch nicht angefangen hatte zu regnen, war doch in den nächsten Stunden damit zu rechnen. Kurzerhand beschlossen wir, das Programm zu ändern und fuhren weiter Richtung Süden. Von unserem Vermieter in Cape Tribulation war uns noch der Eungella Nationalpark empfohlen worden. Auf dem Weg dorthin wurde das Wetter immer schlechter und wir kamen dann im Regen an. Aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse in unserem Camper und seiner Probleme bei Regen (die Fenster kann man kaum öffnen, da es sonst hereinregnet) beschlossen wir, lieber in einem Hotel zu übernachten. Das Broken River Mountain Retreat bot uns ein trockenes Zimmer und sogar ein Restaurant (mit einem österreichischen Koch).

      Beim Einchecken wurden wir noch darüber informiert, dass gleich in der Nähe eine gute Stelle zum Beobachten von Schnabeltieren sei. Diese Beuteltiere sind im Gegensatz zu anderen australischen Säugern ausserorderntlich scheu und daher nur schwer zu beobachten (auf Kangaroo Island schug der Versuch fehl, sie zu Gesicht zu bekommen). Aber heute hatten wir Glück. In der Abenddämmerung konnten wir eines der scheuen Tiere bei der Futtersuche beobachten und feststellen, dass sie kleiner sind, als wir das erwartet hatten. Generell scheint der Beobachtungsplatz nahe des Motels einer der besten in ganz Australien zu sein, da sich die Tiere hier schon etwas an Menschen gewöhnt haben. Lärm mögen sie natürlich trotzdem nicht.

      02.06.07: Bowling Green Nationalpark

      Und wieder ein Reisetag. Vom Paronella Park ging es ca. 250km weiter in den Süden. Hier konnten wir auch erstmalig prüfen, wieviel Benzin unser Camper braucht: ca. 12 Liter auf 100km sind nicht wenig, sodass für die ganze Reise auch ein grösserer Posten Benzinkosten einzuplanen ist (wir rechnen mit 2500-3000 km nur für die Tour von Cairns nach Brisbane).
      Am späten Nachmittag trafen wir dann im Bowling Green Nationalpark ein. Hier erwarteten uns 2 verschiedene Arten von Wallabys, die sich von den Besuchern kaum stören liessen. Für einen Nationalpark war der Campingplatz recht komfortabel, sogar warmes Wasser zum Duschen war vorhanden. Neben den verschiedenen Kanguruhs waren auch noch viele Truthähne (Brush Trukeys) unterwegs, die versuchten, auch etwas von der menschlichen Nahrung abzubekommen.

      Die Nacht war ruhig und vor allem: trocken! Das war unsere die erste Nacht in Queensland ohne Regen. Am Morgen fanden sich wieder sämtliche Truthähne des Nationalparks auf dem Campingplatz ein und versuchten, unachtsam deponierte Tüten (ob nun Müll oder Brot) nach Futter zu durchdursuchen. Hier mussten wir unseren Müllsack einige Male verteidigen (ich hätte nie gedacht, dass ich mal so etwas schreiben werde).

      01.06.07: Atherton Tablelands

      Am Donnerstag holten wir unseren Camper ab. Leider dauerte diese Prozedur fast eine Stunde (inkl. eines 15-minütigen Videos zur Bedienung des Wagens) und wir mussten auch noch einkaufen, sodass wir Cairns erst bei Einbruch der Dunkelheit verliessen. Da uns eigentlich klar war, wohin wir wollten, schien uns das wenig problematisch. Leider mussten wir jedoch in Atherton feststellen, dass die Caravan-Parks keine ständig besetzte Rezeption haben und 20 Uhr niemand mehr dort war. Also mussten wir eine Alternative suchen. Beim anderen Platz der Stadt erwartete und das gleiche Problem, also fuhren wir weiter und hofften, in einem der nahegelegenen Nationalparks ein nettes Plätzchen zu finden. Ohne brauchbares Kartenmaterial fanden wir jedoch nur durch Zufall einen einzigen kleinen Park, in dem auch noch jegliches Camping verboten war. Also ging es noch weiter. In der nächsten Kleinstadt (es war nun schon 21 Uhr) beschlossen wir, nicht weiter suchend durch die Nacht zu fahren, sondern im örtlichen Motel zu übernachten.

      Am nächsten Tag unternahmen wir eine kleine Rundfahrt durch die Hochebene bei Atherton. Die Landschaft ist recht hügelig mit einigen kleinen Bergen und wirkt dadurch recht mitteleuropäisch. Hier und da findet man noch einen kleineren oder grösseren Wasserfall, von denen wir uns auch einige anschauten. Leider liess das Wetter doch zu wünschen übrig, weshalb wir beschlossen, Richtung Küste weiterzufahren.

      Hier unternahmen wir noch einen Abstecher zum Paronella Park, der von einem Reisenden empfohlen worden war. Jedochh entpuppte sich das Ganze nicht als Stück unberührter Natur, sondern um einen Vergnügungspark, den ein Spanier hier 1930 im Regenwald angelegt hatte. Nach seinem Tod wurde das Gelände sich selbst überlassen. Interessanter als die Geschichte dieses Parks ist es zu sehen, wie die Natur nun nach und nach das Gebiet zurückerobert. Seinen es Brände, Fluten oder einfach nur Moose, jedes trägt ein Stück dazu bei, die Bauten abzutragen. Vermutlich wird man in 100-200 Jahren kaum noch etwas davon sehen.

      31.05.07: Cape Tribulation

      Hinter uns liegen nun knapp 4 Tage im wahrscheinlich ältesten Regenwald der Erde (auch wenn die Pflanzen selbst dort natürlich auch nicht älter sind als in anderen Regenwäldern). Wie es der Name schon vermuten lässt, hatten wir ordentliche Mengen an Regen. Glücklicherweise kamen die grössten Niederschläge jedoch in der Nacht, sodass wir tagsüber nur ab und zu im Nassen standen. Unsere Zeit nutzten wir für Ausflüge in den Regenwald, in die Magrovengebiete (war wir Schlammspringer und Krokodile beobachten konnten) und zum Great Barrier Reef. Auch wenn das Wetter für den Riffausflug nicht ganz optimal war, bot sich uns dort doch eine grossartige Unterwasserwelt, die wir schnorchelnd erkundeten. Hier waren nicht nur die vielen verschiedenfarbigen Fische und die Korallen in allen Farben und Formen zu sehen, sondern auch riesige Muscheln und ein paar Tintenfische, die um uns herumschwammen und dabei die Farbe änderten. Auch ein paar Stachelrochen glitten durchs Riff. Unsere Unterkunft auf der Cape Tribulation Exotic Fruit Farm können wir jederzeit weiterempfehlen. Nicht nur hatte war die Hütte (es gibt 2 davon) direkt am Rande des Regenwaldes gelegen, auch das Frühstück war grossartig. Zu den üblichen Zutaten (Cornflakes, Croissants, Omelett oder andere warme Speisen) gab es täglich noch eine Platte mit ca. 6 Arten tropischer Früchte. Während der 4 Tage hatten wir dann gut 10 verschiedene Früchte probieren können, von denen wir einige schon kannten, andere jedoch völlig neu für uns waren. Das Highlight unter den Früchten war definitiv die Mangostane. Hierbei handelt es sich wohl auch um eine "Premium-Frucht", die selbst in Australien recht teuer ist. Mal schauen, ob wir die auch bei uns in der Schweiz in einem besseren Laden finden (die Fruchtauswahl im Globus ist im Allgemeinen recht gut, da könnte man fündig werden).

      26.05.07: Und wieder unterwegs

      Die nächsten beiden Tage bieten wenig spektakuläres. Es geht von Kangaoo Island nach Adelaide und von dort mit einem Zwischenstop in Alice Springs nach Cairns. Dort müssen wir noch unseren Mietwagen holen und nach Cpae Tribulation weiterreisen. Dort werden wir die nächsten Tage im tropischen Regenwald verbringen. Also wird es etwas dauern, bis es hier wieder Neuigkeiten gibt. Mit dem Hotel in Adelaide hatten wir übrigens wieder Glück. Für nur 130 Australische Dollar gab es nicht nur eine komfortable Übernachtung, sondern noch einen schönen Blick über die Stadt und eine Flasche Sekt. Es lohnt sich halt, in der Nebensaison zu reisen :)

      24.05.07: Kangaroo Island

      Seebären auf Kangaroo Island Nachdem wir mit der Fähre Kangaroo Island erreicht hatten, fuhren wir gleich zu unserer Ferienwohnung. Diese erwies sich nicht gerade als "luxurious" (wie angepriesen), aber das Hauptproblem war ein Geruch nach Lösungsmitteln - man hatte den Boden gerade neu behandelt. Wenigstens fand sich im Ort noch eine andere Unterkunft, die für eine Nacht ausreichte. Wir beschlossen, für die nächsten beiden Nächte eine neue Unterkunft zu suchen und fanden in der Nähe des Flinders Chase Nationalparks das KI Wilderness Retreat.

      Am Morgen fuhren wir zur Seals Bay, wo wir Seebären am Strand beobachten konnten. Von hier ging es weiter zu den Dünen der "Little Sahara" und dann zum Hotel. Das KI Wilderness Retreat erwies sich als Glückstreffer. Das Zimmer war sehr komfortabel und die Nähe zum Nationalpark sorgte für einige Tiere in der Umgebung. Vor allem bot es (was in Australien nicht zwingend der Fall ist) eine ausgezeichnete Küche.

      Am Abend unternahmen wir dann noch im nahegelegenen Hanson Bay Sanctuary eine nächtliche Wanderung, auf der wir viele Tiere beobachten konnten. Gerade die Säugetiere sind meist nachtaktiv und man bekommt sie tagsüber kaum zu Gesicht. So konnten wir am Abend nicht nur Wallybys und Kanguruhs beobachten, sondern auch Koalas, Kusus (engl. Possum) und einen Ameisenigel - ein sehr lohnenswerter Ausflug.

      Am nächsten Morgen war die Lodge on Wallabys belagert, die darauf warteten, gefüttert zu werden. Also kauften wir schnell noch eine Tüte "Roo-Food" und fütterten die Tiere. Danach ging es in den Flinders Chase Nationalparks, wo wir uns erst einmal auf den südlichen Teil konzentrierten. Die Remarkable Rocks muss wohl scheinbar jeder Tourist besuchen - also auch wir. Auf einer kurzen Wanderung zu Admirals Arch konnten wir nicht nur Neuseeländische Seebären, sondern auch ein Känguruh beobachten, welches uns skeptisch anschaute.

      Am Nachmittag unternahmen wir noch eine kleine Wanderung zu den Schnabeltieren, allerdings zeigten sich diese nicht. Auf einer Hinweistafel wurden wir dann auch darauf hingewiesen, dass die weiblichen und Jungtiere zwischen Mai und September abwesend sind (niemand weiss bis heute, wohin die Tiere verschwinden), also gab es recht wenige Chancen, die Tiere zu Gesicht zu bekommen.

      23.05.07: 2 Tage Fahrt

      Twelve Apostels Von Apollo Bay hatten wir nun 2 Tage Zeit, bis zur Fähre nach Kangaroo Island zu kommen. Da dies knapp 800km Fahrt sind, blieb nicht viel Zeit für Ausflüge. Aber dennoch gab es einiges zu sehen.

      Im Port Campell NP. konnten wir die aussergewöhnlichen Felsformationen an der Küste bestauen, u.a. die bei Australien-Touristen beliebten 12 Apostel und die London Bridge (die seit 1999 eigentlich keine Bridge mehr ist, da damals die Verbindung zum Festland abgebrochen ist).

      Auf der Weiterfahrt stiessen wir durch Zufall auf einen kleinen Wildpark. Hier konnten wir endlich die ersten australischen Säugetiere (Kanguruhs und Koalas) sowie Emus beobachten.

      Die Nacht verbrachten wir im Badeort Beachport, der um diese Jahreszeit allerdings ziemlich verlassen war, sodass wir keine Probleme hatten, ein freies Zimmer in einem der 3 örtlichen Hotels zu finden.

      Der nächste Tag brachte nun weiteres Kilometerfressen, denn am Abend sollten wir mit der Fähre nach Kangaroo Island übersetzen. Dazwischen lagen noch 400 recht öde Kilometer. Glücklicherweise ging die Fahrt recht flott voran, sodass wir vor der Abfahrt noch einen kurzen Abstecher in einen kleinen Wildpark unternehmen und hier nochmals Kanguruhs sehen konnten.

      21.05.07: Rund um Apollo Bay

      Den heutigen Tag haben wir in der Gegend um Apollo Bay verbracht. Am Morgen unternahmen wir als erstes einen Spaziergang durch den Regenwald bei Maits Rest. Hier gibt es einen kurzen Weg (ca. 20 Minuten) durch den Regenwald, wo man sehr viele Farne bestaunen kann. Danach fuhren wir nochmal an die Küste zum Cape Otway Lighthouse. Da das Wetter mal wieder Regen mit sich brachte, fuhren wir dann erst einmal wieder zurück zu unserer Unterkunft und unternahmen am Nachmittag noch einen Spaziergang durch den Regenwald zu einem (wirklich sehr kleinen) Wasserfall in der Nähe. Der Versuch, endlich einen Lachenden Hans auf Video zu bannen, schlug leider regelmässig fehl. Da bleiben diese Tiere einerseits stundenlang auf einem Ast sitzen und schauen in die Gegend, aber packt man die Kamera aus, fliegen sie schnell weiter.

      20.05.07: Great Ocean Road

      London Bridge Heute ging es so richtig los. Mit dem Mietwagen fuhren wir von Melbourne über die Great Ocean Road nach Apollo Bay. In der Nähe haben wir im Regenwald eine Hütte für 2 Nächte gemietet. Die Otway Paradise Cottages können wir unbedingt weiterempfehlen. Die Bungalows mit einem Schlafzimmer liegen zwar nicht ganz so schön wie die grösseren, sind aber sehr schön eingerichtet. Da es draussen nicht sonderlich warm war (sicher nicht mehr als 15 Grad) konnten wir den Kamin nutzen, um es drinnen eine gemütliche Wärme zu erzeugen. Der Regenwald zeigte sich auch von seiner besten Seite - es regnet nämlich regelmässig. Am Abend ging es dann noch in das scheinbar einzige geöffnete Restaurant von Apollo Bay. Aber auch hier heisst es 20:30 Uhr: Aufessen und nach Hause gehen - wir schliessen!

      19.05.07: Ankunft auf dem 7.Kontinent

      Satellitenfoto Australien Geschafft! Wir sind in Australien angekommen. Das Umsteigen in Sydney vom internationalen zum Inlandsterminal sorgte noch mal für etwas Spannung, denn unsere 90 Minuten waren dafür recht knapp bemessen. Aber es klappte noch. In Melbourne angekommen mussten wir erst einmal etwas Schlaf nachholen. Dann ging es in die Stadt. Dabei mussten wir feststellen, dass die Zeit hier schon etwas verschoben ist. Sonnenuntergang ist ca. halb sechs. Daher haben wir auch nicht mehr allzu viel von Melbourne gesehen. Wir werden wohl früh aufstehen müssen, um hier etwas von den Tagen zu haben.
      Aber warum eigentlich 7. Kontinent? Ganz einfach: Mit dem Aufenthalt in Australien habe ich nun schon auf allen sieben Kontinenten gestanden (zum Nachprüfen: Europa, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Antarktis, gestern Asien und heute Australien).

      18.05.07: Zwischenstop in Asien

      Wir sind nun nach 12 Stunden Flug in Singapur angekommen. Da der Flieger nicht ganz voll war, war es doch recht komfortabel. In einer Stunde geht es schon wieder weiter Richtung Sydney.  Damit wäre ich das erste Mal in Asien. Nicht so spannend, aber warum ich es trotzdem erwähne, wird morgen verraten.

      17.05.07: Es geht los

      Heute beginnt unsere Reise nach Australien. Leider recht umständlich über Frankfurt und Singapur. Ach 24 Stunden Flugzeit klingen nicht wirklich spannend, aber das ist wohl nicht zu vermeiden. Hoffen wir mal, dass wir wenigstens ordentlich schlafen können...

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