Minolta Dynax 7xi

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Nach meiner Dynax 500si habe ich 2 Jahre mit einer 7xi fotografiert. Eine 700si erschien mir damals zu teuer, aber etwas besser als die 500si sollte es schon sein, also wurde es eine 7xi. Diese ist gebraucht ziemlich günstig zu bekommen (und wird spätestens seit es die Dynax 7 gibt immer billiger).

Vorteile

  • Gegenüber der Dynax 500si hat die Dynax 7xi den wesentlichen Vorteil einer steuerbaren Programmautomatik (Programm-Shift). D.h. die Kamera macht einen "Vorschlag" und mittels eines kleines Rades vor dem Auslöser lässt sich dies jedoch ändern, bei gleicher Belichtung.
  • Mit der Chipkarte BR-2 lassen sich automatische Belichtungsreihen erstellen. Gerade bei der Diafotografie ist das sehr hilfreich.
  • Kürzeste Blitzsynchronzeit 1/200. Das ist auch für heutige Verhältnisse nicht schlecht.

Nachteile

  • Die Bedienung ist ziemlich nervig. Für bestimmte Einstellungen benötigt man 2 Tastendrücke und muss dann noch mit dem Einstellrad navigieren, z.B. für den Wechsel zwischen 13-Segment-Belichtungsmessung und Spotmessung.
  • Die Matrixmessung liefert manchmal seltsame Ergebnisse. Schaue ich mir andere Berichte im Internet an, so scheine ich fast der einzige mit diesem Problem zu sein (vielleicht bin ich auch nur zu doof gewesen). Andererseits wurde die gesamte Elektronik sogar von Minolta neu justiert und das Problem war immer noch da. Das ganze äußerte sich darin, dass bestimmte Aufnahmen total falsch belichtet wurden (ich würde schätze, mindestens 2 Stufen daneben), obwohl ich der Meinung war, es würde sich um "einfache" Motive handeln (keine extremen Kontraste, kein Gegenlicht). Es war aber nie verifizierbar, bei welchen Motiven das passierte. Insgesamt waren vielleicht 5% der Aufnahmen, wo das Problem auftrat. 
  • Für Sonderfunktionen benötigt man zusätzliche Programmkarten. Das ist nicht ganz so schlimm, denn es hat sich bei mir herausgestellt, dass ich meist doch nur die Bracket-Karte für Belichtungsreihen benutzt habe.
  • Es gibt keine Abblendtaste. Somit hat man keine Möglichkeit, im Sucher die Schärfentiefe zu beurteilen.
  • Keine High-Speed-Blitzsynchronisation.
    Das hat mich eigentlich nie gestört, aber modernere Kameras bieten dies einfach an.


Das Service-Erlebnis

Recht kurz, nachdem ich die Kamera gekauft hatte, löste sich dummerweise der Knopf zum Entriegeln des Objektives auf der Frontplatte, ohne den leider kein Objektivwechsel mehr möglich war. Die Herstellungskosten desselben dürften bei ca. 10 Rappen/Pfennigen liegen, allerdings wollte der Minolta-Service dieses Teil nur wechseln, wenn gleichzeitig die Kamera überprüft und justiert würde. Da ich an einigen Stellen der Belichtungsautomatik misstraute, habe ich diese Gelegenheit genutzt. Das ganze endete in einer Rechnung von 250 Franken. Bedenkt man den Preis auf dem Gebrauchtmarkt, kann ich dies niemandem empfehlen!

Heute noch kaufen?

Ja und nein. Einerseits ist die Kamera nicht schlecht, andererseits nervt die Bedienung. Wer sich daran nicht stört, erhält eine recht gute Kamera, die außerdem recht einfach auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen ist. Als Alternative bieten sich die 600si, 700si, 800si an. Die 600si ist hat ein Bedienkonzept ähnlich der Dynax 7, welches ich toll finde, aber auch 700si und 800si sind einfacher zu bedienen als die 7xi.

Ideal ist die 7xi sicher als Zweitkamera für Besitzer einer 9xi, da es hier sehr viele Gemeinsamkeiten gibt.

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